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Professor: Befristungsrecht schärfen – Kündigungsschutz lockern

Dies ist eine zentrale Forderung von Prof. Dr. Gregor Thüsing [1](Uni Bonn), Vorstandsmitglied des Deutschen Juristentages [2].

Nach Meinung des Wissenschaftlers ist das deutsche Arbeitsrecht veraltet. Unsere arbeitsrechtlichen Gesetze passen nicht mehr in die moderne Gesellschaft. Grund dafür ist, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse wie z.B. Zeitarbeit, befristete Stellen und Teilzeitarbeitsplätze immer weiter zunehmen.

Hierauf muss der Gesetzgeber reagieren. Insbesondere muss darauf geachtet werden, dass Arbeitnehmer von ihrem Verdienst auch leben können. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen deshalb angepasst werden, um eine Verarmung der Erwerbstätigen besonders im Rentenalter zu verhindern.

Gegenwärtig wird das Befristungsrecht wird immer weiter ausgehöhlt. Nach Meinung von Prof. Thüsing könnte hier eine Lockerung des Kündigungsschutzes Abhilfe schaffen: „Unternehmer dürfen neuen Arbeitnehmern in den ersten zwei Jahren etwas leichter kündigen, im Gegenzug müssen sie ihnen eine Abfindung zahlen. Ich fürchte aber, dass dieser Vorschlag bei den Gewerkschaften nicht konsensfähig ist. Sie wollen den Kündigungsschutz nicht antasten, weil sie einen Dammbruch fürchten.“

Das ganze Interview finden Sie bei heute.de [3]

Thomas