Die Antwort: Nun, sie liegen Kopf an Kopf beim Einkommen beieinander, nur leider am untersten Ende der Skala. Karrierecoach Martin Wehrle, früher selber als sog. Führungskraft aktiv, arbeitet heute als Mitarbeiter-Berater in großen Unternehmen. Vor kurzem verglich er die durchschnittlichen Einkommen diverser Berufsgruppen miteinander. Heraus kam eine traurige Hitliste der am schlechtesten bezahlten Berufe in unserem Land.

Keine Überraschung: Ganz unten stehen die Kolleginnen und Kollegen die im Friseurhandwerk beschäftigt sind, gefolgt von den TextilreinigerInnen, RaumpflegerInnen, Parkhauswächtern und Köchen. Die vollständige Top 10-Liste kann man hier nachlesen.

Kurz zur Erinnerung: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das durchschnittliche Bruttoeinkommen eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland Ende 2008 bei 37.524 Euro und somit in allen Fällen sehr deutlich über den hier erwähnten Berufsgruppen. Gleich dahinter beginnt übrigens ganz offiziell die Armut! Nach einer allgemeinen Definition der Europäischen Union gilt bei uns als armutsgefährdet, wer mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Bevölkerung auskommen muss. Da kann man sicher noch ein wenig hin- und herdefinieren, Tatsache ist jedoch: Die Stufe hinab ins Dunkel dieses Begriffes beginnt in Deutschland bei 22.514 Euro im Jahr, das sind 1.876 Euro im Monat. Friseure und Friseurinnen stehen somit trotz der Tatsache, dass sie in einem angesehenen Beruf arbeiten, der immerhin drei Jahre Ausbildung erfordert, mit einem Bein im Sumpf der Armutsgefährdung. Denn im Schnitt verdienen sie nur 15.800 Euro im Jahr, was ca. 1.316 Euro im Monat entspricht. Wir reden hier übrigens immer nur von brutto! Ohne zusätzliches Trinkgeld geht hier wenig bis gar nichts. Das ist wirklich ein Jammer.

Peter



Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 16. Dezember 2009 um 17:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Lohn und Gehalt abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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