von Peter am 04.08.2010, 16:28 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Im Interview mit der Bild-Zeitung, welches hier veröffentlicht ist, behauptet Ministerin Ursula von der Leyen auf die Frage, ob es sich für Geringverdiener überhaupt noch lohnen würde zu arbeiten, wenn sie doch mit Hartz IV mehr bekommen würden wörtlich: „[…] Erfreulicherweise wird ja jetzt im Aufschwung auch gerade in den unteren Lohngruppen mehr verdient.“

Aber wie kommen Sie denn auf sowas, Frau Ministerin? Ich recherchiere und recherchiere und finde ausser einer aktuellen Meldung, dass der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel höhere Löhne fordert, nichts darüber und zwar gar nichts. Wo genau bitte wird jetzt in den unteren Lohngruppen mehr verdient?

Fakt ist vielmehr, dass mittlerweile bereits 20 Prozent der Arbeitnehmer als Geringverdiener eingestuft werden und weniger als sechs Euro die Stunde bekommen. Diese Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Deutschland nimmt damit eine unrühmliche Spitzenposition in Europa ein. Ein Umkehrtrend ist nicht im Entferntesten in Sicht. „Erfreulich“ finde ich daran gar nichts.

Peter



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