von Andrea am 01.04.2010, 15:46 Uhr , Kategorie: Mindestlohn

Mindestlohn in der Pflegebranche wurde auf den Weg gebracht. Die Pflegekommission im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums hat sich auf eine Empfehlung zum Erlass eines Mindestlohns in der Pflegebranche geeinigt. Der Mindestlohn soll 8,50 Euro im Westen und 7,50 Euro im Osten betragen. Ab 2012 sollen die Mindestlöhne dann schrittweise ansteigen.

Dazu erklärte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen:

„Wir wollen gute qualifizierte Pflege, dafür brauchen wir Fachpersonal. Diese Arbeit muss angemessen entlohnt sein, der Bedarf wird steigen. Dies ist ein Kompromiss, der positive Standards setzt, ohne Arbeitsplätze zu vernichten. (…).“

Allerdings gibt es eine Einschränkung: Der Mindestlohn soll gültig sein für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die überwiegend Grundpflegeleistungen nach SGB XI erbringen, nicht jedoch für Auszubildende und Praktikanten, Hauswirtschaftskräfte und Demenzbetreuer.

Aktuell arbeiten in der Pflegebranche rund 810.000 Menschen, davon etwa 560.000 in der Grundpflege nach SGB XI.

In den nächsten zehn Jahren werden Arbeitgebern zufolge zusätzlich rund 77 000 Pflegekräfte benötigt, denn es gibt immer mehr ältere Menschen in Deutschland. Bis 2050 wird sogar eine Verdoppelung bei den Pflegebedürftigen erwartet.

Angesichts dieser Zahlen ist es einfach unerlässlich, dass es künftig in der Pflegebranche eine angemessene Entlohnung gibt.

Mehr Infos zum Pflege-Mindestlohn

Andrea



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