von Ines am 01.12.2016, 17:41 Uhr , Kategorie: Mindestlohn

Baby im blauen BodyInteressanter Zusammenhang, den es einmal zu beleuchten gilt. Laut einer Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung hat ein Team von Ökonomen aus den USA herausgefunden, dass die Politik tatsächlich mit höheren Lohnuntergrenzen das Geburtsgewicht von Säuglingen positiv beeinflussen kann. Für ihre Studie haben die Wissenschaftler einen amtlichen amerikanischen Datensatz mit Informationen zu rund 46 Millionen Geburten aus den Jahren 1989 bis 2012 ausgewertet. Dem Ergebnis zufolge steigt das Geburtsgewicht durchschnittlich um zwölf Gramm, wenn der Mindestlohn um einen Dollar erhöht wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Neugeborene weniger als 2.500 Gramm wiegt, sinkt um 0,2 %. Die Experten erklären das so: Das höhere Einkommen beschert den Müttern eine gesündere Ernährung, weniger Stress und eine bessere medizinische Versorgung während der Schwangerschaft, was direkt dem Nachwuchs zugutekommt. Durchaus nachvollziehbar, wenn man das so liest. Und da amerikanische Kinder nicht anders gezeugt werden als bei uns und sich wahrscheinlich im Mutterleib ähnlich entwickeln, können wir in Deutschland uns ebenfalls freuen. Denn: Auch hier steigt im nächsten Jahr der gesetzliche Mindestlohn wieder und zwar von 8,50 Euro auf 8,84 Euro in der Stunde. Ein bestimmtes Auskommen ist sicher nicht die einzige Ursache, warum es gesunde Babys gibt. Dennoch ist es ein Grund mehr, dafür zu plädieren, dass die Lohnuntergrenzen auch künftig regelmäßig nach oben angepasst werden.

Bildquelle: @famveldman – fotolia.de



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