Eine sehr große Mehrheit der deutschen Betriebsräte befürwortet einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Befragung unter 2.000 repräsentativ ausgewählten Arbeitnehmervertretern, die vom wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt wurde. Satte 89 Prozent sprachen sich dabei für die Einführung einer generellen Lohnuntergrenze aus. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchis, erklärt dies so: „Betriebsräte erleben in ihrem betrieblichen Alltag hautnah, wie das Tarifsystem in den vergangenen 15 Jahren erodiert ist und wie sich Niedriglöhne ausgebreitet haben.“ Auch wie hoch ein allgemeiner Mindestlohn sein sollte, wurde bei den Befragten ermittelt: Im Schnitt haben sich diese dabei für 9,30 Euro pro Stunde ausgesprochen. Nach einer häufig verwendeten Definition, wonach der Niedriglohnbereich bei weniger als zwei Dritteln des mittleren Lohns beginnt, liegt die Grenze aktuell bei 9,06 Euro pro Stunde.

Detailliertere Informationen auf der Webseite der Hans-Böckler-Stiftung

Peter



Dieser Beitrag wurde am Montag, 08. November 2010 um 14:15 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Mindestlohn abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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