von Conny am 15.01.2007, 18:40 Uhr , Kategorie: Allgemein

Zwei Wochen ist das neue Jahr nun schon wieder alt. Zwei Wochen, in denen wir Zeit hatten, unsere neuen Vorsätze zu verwirklichen.

Wie sieht es damit bei Ihnen aus? Haben Sie Ihren guten Absichten schon Taten folgen lassen? Haben Sie vielleicht Ihren Konsum an Schokolade, Fruchtgummi und Co. drastisch reduziert oder gar eingestellt? So zu sagen die derzeitig warme Brise bereits für eine vorgezogene Frühjahrsdiät genutzt?
Oder waren Sie schon sportlich aktiv(er)? Leben Sie gesünder? Sind Sie pünktlicher oder ordentlicher geworden? Lachen Sie mehr und ärgern sich weniger?

Wer jetzt innerlich einmal genickt hat, der kann sich glücklich schätzen. Bei wem dagegen alles beim Alten blieb, der sei beruhigt. Denn meine guten Vorsätze haben auch noch nicht zu neuen Taten gefunden. Und wie heißt es so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid 😉

Conny

von Ines am 02.01.2007, 15:57 Uhr , Kategorie: Allgemein

Wussten Sie eigentlich, dass wir uns letztes Jahr im ?Jahr der Mobilität? der Arbeitnehmer befunden haben? Diesen Titel hat die Europäische Kommission dem Jahr 2006 gegeben, um die Durchlässigkeit der Arbeitsmärkte zu verbessern. Aber ob nun das Jahr 2006 vorbei ist oder nicht, an dem Anspruch der Arbeitgeber ändert sich nichts: Tatsächlich wird von Arbeitnehmern oft ganz selbstverständlich erwartet, dass sie für das Unternehmen bzw. für einen neuen Job immer und überallhin umziehen. Wer nicht zum Umzug bereit ist, gilt sogar als unmotiviert und unflexibel.

Angeblich hängt sogar der künftige Wohlstand Europas von der Fähigkeit der europäischen Arbeitnehmer ab, auf Veränderungen zu reagieren und sich ihnen anzupassen. Wer schon einmal den Arbeitsplatz gewechselt hat (berufliche Mobilität) oder in eine andere Region oder ein anderes Land umgezogen ist (örtliche Mobilität), dem fällt es in der Regel leichter, neue Kenntnisse zu erwerben und sich veränderten Arbeitsbedingungen anzupassen. Da in bestimmten Regionen oder Branchen Europas Fachkräftemangel besteht, in anderen aber freie Stellen fehlen, ist die Fähigkeit der Arbeitnehmer zur Weiterbildung und zur Anpassung an neue Anforderungen wichtiger denn je.

Natürlich ist die Mobilität nicht nur gut für die Wirtschaft, sondern auch gut für die Karriere und die Weiterentwicklung des Arbeitnehmers. Aber das Ganze hat auch seine Schattenseiten: Welche Folgen ein oder sogar mehrere Ortswechsel haben können, steht leider selten zur Diskussion. Tatsächlich bedeutet aber für die meisten Arbeitnehmer, die Heimat, sei es nun die Stadt oder sogar das Land, zu verlassen, eine große Herausforderung.  Es hat sich gezeigt, dass sie vor allem mit praktischen Problemen wie Unterbringung, Sprache, Umgangsformen und Arbeitssuche für Partner und psychologischen Belastungen, die so ein Neuanfang mit sich bringen kann, zu kämpfen haben. Gibt es in Deutschland eigentlich so etwas wie Mobilitätsförderung, die dem Arbeitnehmer bei der ßberwindung dieser vielen Hürden helfen oder wird vom Arbeitnehmer einfach nur verlangt, dass er den Wechsel vornimmt, egal um welchen Preis?

Einen guten Start ins neue Jahr wünscht Ines

von Martin am 08.12.2006, 13:45 Uhr , Kategorie: Allgemein

Vor ein paar Tagen wurde die Rente mit 67 beschlossen. Voll trifft es diejenigen Arbeitnehmer, die Geburtsjahrgang 1964 und jünger sind. Sie können erst mit 67 ohne Abschläge in den wohlverdienten Ruhestand. Aber auch die ab 1947 Geborenen kommen nicht ungeschoren davon. Bei ihnen wird das Renteneintrittsalter stufenweise erhöht. Pro späterem Geburtsjahr gibt es – gerechnet ab Jahrgang 1947 – 1 Monat beim Renteneintritt drauf. So kann beispielsweise ein im Jahre 1957 geborener Arbeitnehmer erst mit 65 Jahren und 11 Monaten in die Altersrente gehen, will er keine finanziellen Einbußen bei der Rentenhöhe hinnehmen. 

Aber – können oder wollen wir wirklich alle so lange arbeiten? Was, wenn der Körper einfach nicht mehr mitmacht oder ganz einfach die Motivation fehlt? 

Hier sind auch Sie als Betriebsrat gefragt. Eine Sache, über die es sich nachzudenken lohnt, ist, ob im Betrieb nicht ein sog. Lebensarbeitszeitkonto eingeführt werden sollte. Auf ein solches Lebensarbeitszeitkonto kann der Arbeitnehmer während seiner Berufstätigkeit Guthaben einzahlen – entweder in Form von ßberstunden, die auf dem normalen Gleitzeitkonto aufgelaufen sind oder auch durch Sonderzahlungen, die in Arbeitszeit umgewandelt und dem Konto gutgeschrieben werden.

Dieses angesparte Zeitguthaben kann der Arbeitnehmer dann für eine frühere Beendigung seines Erwerbslebens nutzen. Ein vernünftiger Ansatz, oder? 

ßbrigens, falls Sie mehr zu Lebensarbeitszeitkonten erfahren möchten, besuchen Sie doch unser Seminar ?Langzeit- und Lebensarbeitszeitkonto? (Seminar-Nr. 23-701A). Sie werden sehen, es lohnt sich!

Martin 

von Conny am 30.11.2006, 09:52 Uhr , Kategorie: Allgemein

Der erste Advent steht vor der Tür. Für viele rückt der Weihnachtsurlaub immer näher. Andere haben dagegen jetzt mehr zu tun als sonst im Jahr. Von ?stader Zeit?, wie wir hier in Bayern sagen, ist also nicht überall die Rede. Wie sieht es damit in Ihrem Betrieb aus? Beginnt bei Ihnen nun die besinnliche und ruhige Zeit des Jahres? Oder geht es jetzt erst richtig los?

Wir beim ifb leiten jedenfalls heute wie jedes Jahr die Weihnachtszeit mit dem Aufstellen und Schmücken eines Weihnachtsbaumes ein. Denn ob viel oder wenig Arbeit, einen Hauch von Weihnacht wollen wir nicht missen.

Conny

von Peter am 24.11.2006, 16:52 Uhr , Kategorie: Allgemein

Manchmal zwingt uns die Politik schnell zu reagieren. So ist bekannt geworden, dass das Kabinett voraussichtlich am 29.11.2006 oder 06.12.06 den Gesetzentwurf zur aktuellen Rentenreform verabschiedet. Dieses Datum ist dann der Stichtag für den Vertrauensschutz bei der Altersteilzeit. Diesen Stichtag, sollte man also nicht verpassen. Um allen interessierten Betriebsräten schnell die wichtigsten Informationen zukommen zu lassen, haben wir zusammen mit Herrn Stephan Rittweger, Richter am Bayerischen Landessozialgericht, in dieser Woche kurzentschlossen ein Seminar mit den wichtigsten Informationen und Handlungsanleitungen durchgeführt. Aber auch für all diejenigen die keine Zeit hatten die Infoveranstaltung des ifb zu besuchen, haben wir die wichtigsten Hintergrundinformationen und Seminarunterlagen auf unser Internetseite zusammengestellt.

ßbrigens: Seit 03.11.06 ist es amtlich! Das Elterngeld kommt. Der Bundesrat hat dem Gesetz zugestimmt und somit hat das neue Elterngeld alle parlamentarischen Hürden genommen. Wer sich über die neue Rechtslage informieren möchte, ist auf unserem Tagesseminare zu dem Thema genau richtig.

Caroline

von Ines am 13.11.2006, 09:58 Uhr , Kategorie: Allgemein

Er ist ausgeglichen, freundlich, immer gut gelaunt und treu, der neue Kollege im Büro ? nur leider riecht er manchmal etwas streng. Aber das macht nichts, wir verzeihen ihm das ob seiner sonstigen guten Eigenschaften. Nein, nein, keine Angst, jetzt kommen keine Ratschläge, wie ihr euren Kollegen dezente Tipps zur Körperhygiene geben könnt. Denn der neue Kollege würde euch eh nicht verstehen, er ist nämlich ? ein Hund. Ein Hund im Büro, wo kommen wir denn da hin, wird nun der ein oder andere denken. Tatsächlich sind in den USA (wo sonst!) Haustiere im Büro in jeder fünften Firma willkommen. In Deutschland (wo sonst!) ist man Tieren am Arbeitsplatz gegenüber doch recht skeptisch bzw. in den meisten Unternehmen sind sie sogar verboten. Dabei soll laut einer amerikanischen Studie die Anwesenheit von Tieren dabei helfen, mit Stress besser fertig zu werden. Außerdem soll es sich positiv auf das Betriebsklima auswirken, kreativitäts- und produktivitätssteigernd sein.  Ein gelegentlich aufmunterndes Wuff hält dazu angeblich auch noch den im Arbeitsleben so oft gefährdeten Seelenfrieden aufrecht. Irgendwie kann man sich auch gut vorstellen, dass die Stimmung während einer Betriebsratssitzung vielleicht nicht ganz so angespannt ist, wenn unter dem Tisch ein Hund vor sich hin schnarcht und ab und zu mal an den passenden Stellen ein Stöhnen oder Seufzen von sich gibt. 
Aber viele Menschen reagieren auch zunehmend allergisch gegen Tierhaare oder haben ganz einfach Angst vor Hunden, egal ob groß oder klein. Muss man hier den Einzelnen nicht mehr berücksichtigen als das Betriebsklima und die steigende Produktivität? Wie soll man das alles unter einen Hut bekommen? Klar, für viele wäre das Leben wesentlich einfacher und entspannter, wenn sie ihr Tier mit zur Arbeit nehmen könnten. Und zahlreiche Kollegen im Betrieb finden das sicher spaßig und angenehm.  Aber ist der Hund erst mal im Haus, niest der Allergiker, auch wenn er zwei Stockwerke höher sitzt. Oder eine ängstliche Kollegin, traut sich nicht mal mehr zur Toilette, weil sie befürchtet, dem haarigen Genossen irgendwo im Haus zu begegnen. Kann eigentlich nicht sein, oder? Was meint ihr?
Liebe Grüße und Wuff

Ines

von Peter am 07.11.2006, 16:43 Uhr , Kategorie: Allgemein

„Was ist gute Arbeit?“, dies wurden 1.600 Büroangestellt von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefragt und heraus kam:

91 Prozent – das verlässliche Einkommen spielt die größte Rolle
88 Prozent – die Arbeit soll vor allem Spaß machen
83 Prozent –  es ist ausgesprochen wichtig, vom Chef „als Mensch“ behandelt zu werden (leider können nur 53 Prozent den Führungsstil des Chefs tatsächlich als „respektvoll und wertschätzend“ bezeichnen ab immer hin 83 Prozent erleben im Betrieb Hilfe und Unterstützung durch die Kollegen)

Was ist denn für Euch das wichtigste Kriterium für eine gute Arbeit? Also meines ist … hmm … grübel … Spaß an der Arbeit (was aber nicht heißen soll, dass das Geld nicht pünktlich auf dem Konto sein sollte und ich mich gerne schlecht behandeln lassen würde).

Oder ist Euch gar etwas ganz anderes am allerallerwichtigsten?

Ich bin gespannt

Euer Peter

von Conny am 30.10.2006, 10:07 Uhr , Kategorie: Allgemein

Seit dem vergangenen Wochenende befinden wir uns wieder offiziell in der Winterzeit. Zu verdanken haben wir das dem deutschen Zeitgesetz. Ob diese staatlich vorgeschriebene Zeitumstellung ein Segen oder vielmehr ein ßrgernis ist, wird viel diskutiert. Dagegen wird immer wieder die zum Teil sehr schwierige Umgewöhnung für den Einzelnen angeführt. Denn, obwohl wir uns jetzt wieder in der ?Normalzeit? befinden, kam so manchem die Stunde mehr gar nicht so normal vor.

Geht es Ihnen genauso? Dann weiß ich genau das richtige für Sie: Nehmen Sie sich eine Auszeit! Wann? Natürlich morgen Abend, denn Halloween steht vor der Tür! Dann können Sie der Realität für ein paar Stunden entfliehen. Als Zeitgeist verkleidet gehen Sie sicher mit der Zeit. Wenn Sie dann noch zu unchristlicher Zeit nach Hause gehen, ist die kleine Zeitumstellung vom Wochenende schon längst vergessen. 

Conny 

 

von Peter am 26.10.2006, 13:15 Uhr , Kategorie: Allgemein

Im Zuge der Liberalisierung der Ladenschlusszeiten will der deutsche Einzelhandel die Zuschläge für die Arbeitszeit nach 18:30 Uhr abschaffen.

Zwischen 18.30 Uhr und 20.00 Uhr erhalten Angestellte von tarifgebundenen Unternehmen derzeit eine Zeitgutschrift von 20 % – pro gearbeiteter Stunde also zwölf Minuten. Nach 20.00 Uhr belaufen sich die Extravergütungen nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di auf 50 %. Sie können wahlweise als Freizeitausgleich genommen oder ausgezahlt werden.

Was ist Ihre Meinung? Sind diese Zuschläge noch zeitgemäß? Oder ist ein Umdenken erforderlich, da die Zuschläge aus einer Zeit stammen, in der die Läden regulär um 18:30 Uhr geschlossen wurden und in anderen Bereichen Zuschläge auch erst ab 20:00 Uhr bezahlt werden.

ßber zahlreiche Kommentare freue ich mich!

Caroline

von Martin am 10.10.2006, 12:14 Uhr , Kategorie: Hotline

Befristete Arbeitsverträge können höchstens dreimal verlängert werden. Das gilt zumindest für diejenigen Arbeitnehmer, die ohne einen konkreten Sachgrund befristet werden ? also beispielsweise nicht für diejenigen, die zur Vertretung eines anderen kranken Arbeitnehmers eingestellt wurden. So sagt es § 14 Abs. 2 Satz 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG).  

Die Betonung liegt hierbei auf ?verlängert?. Denn unter ?Verlängerung? versteht die Rechtsprechung die Fortführung des Arbeitsverhältnisses unter denselben Arbeitbedingungen. Ist nun der befristet beschäftigte Arbeitnehmer clever und handelt er bei der Vertragsverlängerung gleichzeitig ein höheres Gehalt heraus, und seien es nur 50 Cent, so ist es keine Verlängerung, sondern der Abschluss eines neuen Arbeitsvertrags.     

Und jetzt kommt der Clou: Dieses neue Arbeitsverhältnis ist nun nicht mehr befristet, sondern unbefristet. Denn ohne Sachgrund kann ein Arbeitnehmer nämlich nicht mehrmals hintereinander befristet werden (§ 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG). Nicht schlecht, oder?    

Wie aus einer neuen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts hervorgeht (BAG vom 23.08.2006 ? 7 AZR 12/06) ist dabei folgendes wichtig: Die ßnderung der Arbeitsbedingungen (z.B. höheres Gehalt, längere oder kürzere Arbeitszeiten) muss bei der Verlängerung – die dann gerade keine mehr ist ? vorgenommen werden. Es genügt nicht, wenn einem der Arbeitgeber bereits im Vorfeld ein höheres Gehalt gewährt und dann zu einem späteren Zeitpunkt erst das Arbeitsverhältnis verlängert. Denn dann wird nur das alte Arbeitsverhältnis verlängert.    

Und nicht vergessen: Will man dies gegenüber dem Arbeitgeber geltend machen, so darf man nicht zu lange warten. Es sind nämlich bestimmte Fristen einzuhalten. Diese laufen aber erst ab dem ?vereinbarten Ende? des Arbeitsvertrags.    

Dies als kleiner Tipp am Rande. Schönen Tag noch!

Martin