von Christine am 15.01.2020, 13:19 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Betriebsrat
Foto: Michael Gaida

Es sind trübe Aussichten für die Mitarbeiter der Supermarktkette Real, die Angst vor Kündigungen geht um. Den Verlust von 10.000 Arbeitsplätzen befürchtet der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Werner Klockhaus laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung. Hintergrund ist der geplante Verkauf von Real an einen Investor.

Schon seit September 2018 ist bekannt, dass der Handelsriese Metro seine Supermarktkette abstoßen will. Die rund 34.000 Real-Mitarbeiter bangen seitdem um ihre Zukunft.


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Wir haben ein turbulentes Jahr hinter uns! Das Hin und her um den Brexit, transatlantische Zollkonflikte, der Wandel in der Autoindustrie, die Rezession in der Industrie und vieles mehr haben Betriebsräte in den unterschiedlichsten Unternehmen auf Trab gehalten. Wie geht es 2020 weiter?

Auf was müssen Sie sich als Betriebsrat einstellen, welche wichtigen Themen sollten Sie im Auge behalten?


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Jedes Jahr aufs Neue suchen Sprachwissenschaftler Wörter und Wendungen, die in den vergangenen Wochen und Monaten in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik eine besondere Bedeutung erlangt haben. Dabei geht es nicht um Häufigkeit, sondern um Signifikanz und Popularität. Dieses Jahr hat sich die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) für „Respektrente“ als Wort des Jahres entschieden. Aus sprachlicher Sicht handele es sich um die Neubildung eines „Hochwertwortes“ in der politischen Debatte, begründete die Jury ihre Wahl. Aus inhaltlicher Sicht ist es ein hochinteressantes Thema, besonders auch für betriebliche Interessenvertreter.


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Frostige Zeiten bei Daimler. Bild: Pixabay

Tag für Tag hagelt es schlechte Nachrichten aus der Autobranche. Man liest von Stellenstreichungen und Standortschließungen. Jetzt sieht man am Beispiel Daimler: Die Betriebsräte der krisengeplagten Branche fangen an, sich zu wehren.

Bei Daimler sollen weltweit mindestens 10.000 Stellen gestrichen werden, von Einsparungen in Höhe von 1,4 Mrd. Euro spricht das Unternehmen. Zwei Drittel seiner Einsparungen will das Unternehmen in Deutschland vornehmen – 6.600 Stellen sollen hier wegfallen. Aktuell arbeiten rund 300.000 Mitarbeiter bei der Daimler AG, davon knapp 178.000 in Deutschland.

Betriebsrat: Keine Diskussion über Köpfe!

Es klang so, als wäre das alles mit dem Betriebsrat besprochen. Ist es aber nicht! Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht meldete sich prompt zu Wort. Wie das Handelsblatt zitiert, sei am Ende gar nicht klar, wie viele Stellen aufgrund der Krise wegfallen werden: „Eine Diskussion über Köpfe ist absurd, weil wir viele andere sinnvolle Maßnahmen vereinbart haben und hauptsächlich Prozesse und Abläufe verändern werden“.


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von Christine am 06.12.2019, 11:07 Uhr , Kategorie: Arbeitsschutz, Arbeitszeit
Bild: Colour/Pixabay

Vor allem Kinder fiebern Jahr für Jahr dem 6. Dezember entgegen. Glänzende Stiefel stehen parat, am Morgen prall gefüllt mit Nüssen, Mandarinen und hoffentlich auch etwas Schokolade. Ein Brauch von Christen rum um den Globus – aber wer kümmert sich eigentlich um den Nikolaus? Ein Fall für den Betriebsrat?

Die Stellenbeschreibung klingt gut:

Freundlicher Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) gesucht. Zukunftssicherer Job mit sinnvollem Einsatz. Leitende Position: Neben Weihnachtsmann und Rudolph wichtigste Funktion in der Weihnachtszeit.

Was aber verrät der Blick hinter die Kulissen?


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Wie Sie auch ohne Vorgesetztenfunktion Ihr Betriebsratsgremium sicher steuern

Gastbeitrag von unserem ifb-Experten für Kommunikation Ralf Richter

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Als Betriebsratsvorsitzender müssen Sie sich nicht nur fachlich und rechtlich richtig gut auskennen. Ein weiteres Thema wird Sie in Ihrer Funktion immer wieder beschäftigen: die Führung des Gremiums.

Nein, „BRV“ heißt nicht „Betriebsratsvorgesetzter“ – auch wenn es sich manchmal vielleicht so anfühlt. Der BRV ist derjenige, der dem Gremium vorsitzt, die Sitzungen und Versammlungen leitet sowie die Beschlüsse des Betriebsrats nach außen hin vertritt. Er ist keine Führungskraft – hat also keine Disziplinargewalt – und dennoch muss er eine Führungspersönlichkeit sein.

Wieso brauchen Sie als Betriebsratsvorsitzender Führungskompetenzen?


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THANANIT@adobe.com
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Fast möchte man sagen: „Der Nächste bitte!“. Denn der Strukturwandel in der Automobilindustrie zeigt nun auch bei der VW-Tochter Audi Konsequenzen. Bis 2025 sollen deutschlandweit 9.500 der 61.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Im Gegenzug sind bis zu 2000 neue Jobs für E-Mobilität und Digitalisierung geplant, damit Audi künftig „agiler und effizienter“ arbeiten kann. Der Stellenabbau wird ohne betriebsbedingte Kündigungen und sozialverträglich durchgeführt, sprich über Abfindungen, Altersteilzeit und die Nicht-Nachbesetzung von Stellen. Darauf haben sich laut Medienberichten Management und Betriebsrat geeinigt.


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Der Osram-Betriebsrat kann die Übernahme durch den österreichischen Chipkonzern AMS nicht verhindern. Das Oberlandesgericht Frankfurt lehnte in der vergangenen Woche einen Antrag des Konzernbetriebsrats auf eine einstweilige Verfügung ab. Die Betriebsräte befürchten eine Zerschlagung des Unternehmens durch die Österreicher.

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Schlagzeilen um die Übernahme des Münchener Traditionsunternehmens Osram. Im Rennen der Übernahmeschlacht sind neben den Finanzinvestoren Bain und Advent auch erneut der Chipkonzern AMS. Denn nach dem Scheitern eines ersten Angebots im September hat AMS einen zweiten Anlauf zur Übernahme von Osram genommen. AMS hält bereits knapp 20 % an Osram-Aktien.


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Gastbeitrag von unserer ifb-Expertin für die SBV Gisela Scholz

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Viel Papier hat der „gelbe Schein“ in Deutschland verbraucht: über 75 Millionen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wurden allein im Jahr 2017 verschickt! Mit der Zettelwirtschaft soll jetzt Schluss sein: Ab 1.1.2021 wird das Papierformular durch eine elektronische Meldung abgelöst werden. Was müssen Sie als Betriebsrat / Schwerbehindertenvertretung dazu wissen?


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Umweltschutz rückt in der Gesellschaft immer mehr in den Fokus – und das ist gut so! Heute beschäftigt uns daher die Frage, was Sie als Betriebsrat konkret tun können, um das Thema auch in Ihrem Betrieb voranzubringen.

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Kurz vor dem nächsten UN-Klimagipfel warnen 11.000 Forscher aus 153 Ländern in einem gemeinsamen Appell vor einem weltweiten „Klimanotfall“, so berichtete gestern u.a. die Tagesschau. Wenn jetzt nicht grundlegende Veränderungen angegangen werden, sei durch den Klimawandel mit „unsäglichem menschlichen Leid“ zu rechnen. Die bestehenden Klimapläne der meisten Staaten reichten nicht aus, so das Fazit der Wissenschaftler.

Klar scheint: Die Regierungen müssen handeln. Damit das passiert, ist jedoch noch eines wichtig. Nämlich ein Umdenken in der ganzen Bevölkerung. Nur dann können auch unliebsame Veränderungen durchgesetzt werden. Wir alle können durch umweltfreundliches Verhalten unseren Teil dazu beitragen, ein Umdenken anzustoßen. Als Betriebsrat haben Sie sogar noch größere Einflussmöglichkeiten: Sie können genau dort einen Beitrag leisten, wo es drauf ankommt: in den Unternehmen, die einen Großteil der Treibhausgase verursachen.


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