Reinigungskräfte haben in der Corona-Krise ein hohes Ansteckungsrisiko
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„Die Angst vor Ansteckung ist immer dabei“

In der Corona-Krise völlig aus dem Blick geraten sind die Reinigungskräfte, meint die Betriebsratsvorsitzende Manuela Oeckei. Sie gehen in Krankenhäusern und auch Altenheimen täglich an ihre körperlichen Grenzen – Extrageld bekommen sie dafür nicht, meistens noch nicht einmal ein Dankeschön. Und dabei haben Sie wegen Corona sogar noch mehr zu tun als sonst.

Frau Oeckei, alle sprechen im Moment von Pflegekräften. Von dem Druck auf die Reinigungskräfte durch Corona spricht kaum jemand. Wie empfinden Sie und ihre Kollegen die Situation?

Kritisch, da die Reinigungskräfte in dieser Krise sehr angespannt sind. Sie haben Angst, sich bei der Arbeit anzustecken. Auch Reinigungskräfte sind systemrelevant. Als Reinigungsfachkräfte sind wir professionell geschult in Hygienethemen. Wir machen einen sehr anspruchsvollen Job. Der ist extrem wichtig – gerade jetzt in dieser Krise.

Was ist anders seit Corona? Gibt es mehr zu tun also sonst?


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von Christine am 20.04.2020, 21:53 Uhr , Kategorie: Psychische Belastungen
Entspannung statt Corona-Stress
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Was tun gegen den „Corona-Koller“?

Seit gestern dürfen zwar in vielen Bundesländern ein paar Geschäfte wieder öffnen, z. B. Buchläden und kleinere Läden. Aber generell gilt: Die Kontaktbeschränkungen bleiben bis zum 3. Mai bestehen – vorerst. Nach vier Wochen Ausnahmezustand sind wir zunehmend erschöpft und dünnhäutig. Worin liegt jetzt die Gefahr? Und was tun gegen Genervtheit und Einsamkeit?


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Geschäfte wieder geöffnet nach Corona

Stand: 20.04.2020

Heute wurden die Corona-Beschränkungen in vielen Bundesländern erstmals ein wenig gelockert. Kontaktverbot und Abstandsregeln gelten zwar weiter, doch die ersten Geschäfte dürfen wieder öffnen. Das sind nach mehreren schwierigen Wochen gute Nachrichten – auch für die Wirtschaft.

In vielen Unternehmen wird die Produktion wieder hochgefahren, so z. B. in der Autoindustrie, auf die auch zahlreiche Zulieferfirmen angewiesen sind. Doch von einem Aufatmen ist unsere Wirtschaft noch weit entfernt.

Blick zurück: Ein Monat voller Einschränkungen

Was sich so selbstverständlich anhört – Geschäfte, die montags ihre Türen öffnen, laufende Bänder in Unternehmen – war über einen Monat lang verboten oder nur eingeschränkt möglich. Und das, obwohl es sich hier um wichtige Grundrechte handelt. Wie war diese Entwicklung möglich, und wie geht es jetzt für Arbeitnehmer, Betriebsräte und Unternehmen weiter?


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von Christine am 15.04.2020, 23:45 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt
Lufthansa in der Corona-Krise
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Lufthansa-Betriebsratsvorsitzende Petra Zander im Interview

Die meisten Flugzeuge der Lufthansa bleiben wegen der Corona-Pandemie im Moment am Boden, 87.000 Beschäftigte sind in Kurzarbeit. Über die Situation bei Europas größter Fluglinie sprachen wir mit der Lufthansa-Betriebsratsvorsitzenden Petra Zander.

Frau Zander, Corona traf viele Firmen völlig unvorbereitet. War die Lufthansa auf den Epidemie-Fall vorbereitet, gab es einen Katastrophenplan in der Schublade?


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Aufstockung Kurzarbeitergeld
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Update vom 24.04.2020
Aufstockung des Kurzarbeitergelds jetzt entschieden
Schon Anfang April hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine generelle Aufstockung des Kurzarbeitergelds in der Corona-Krise gefordert. Jetzt hat die Bundesregierung eine diesbezügliche Regelung getroffen.

Es war keine leichte Einigung. Mehrere Wochen hat es gedauert, bis sich die große Koalition auf einen Kompromiss verständigt hat. Ab Mai gilt nun:

Arbeitnehmer, deren reguläre Arbeitszeit um mehr als 50 Prozent gekürzt wird, erhalten nun ab dem vierten Monat des Bezugs von Kurzarbeitergeld 70 Prozent des entgangenen Nettolohns durch die Bundesagentur von Arbeit (77 Prozent für Haushalte mit Kindern). Ab dem siebten Monat wird das Kurzarbeitergeld auf 80 (bzw. 87 Prozent) aufgestockt. Diese Regelung ist befristet und soll längstens bis zum 31.12.2020 gelten.


Bereits rund 650.000 Betriebe haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet. Für die betroffenen Arbeitnehmer bedeutet das Lohneinbußen von bis zu 40 %. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern schneidet Deutschland bei der Höhe des Kurzarbeitergelds nämlich schlecht ab: So bekommen Arbeitnehmer, die in Kurzarbeit gehen, u. a. in Irland (100 % des Nettoentgelts), Österreich (80–90 %), Frankreich (84 %) und Spanien (70 %) mehr als hierzulande (60–67 %), wie eine Tabelle des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts zeigt.

Kurzarbeitergeld: Mehr Netto durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen


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von Christine am 08.04.2020, 13:35 Uhr , Kategorie: Arbeitszeit
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Arbeitszeitverordnung wegen Covid-19

Wegen der Corona-Krise rechnen manche Beschäftigte mit längeren Arbeitszeiten. Die Bundesregierung hat eine Covid-19-Arbeitszeitverordnung auf den Weg gebracht, mit der neben längeren Arbeitszeiten auch kürzere Ruhezeiten sowie Sonn- und Feiertagsdienste eingeführt werden können.

So kann die Arbeitszeit in bestimmten Berufen künftig auf bis zu zwölf Stunden verlängert werden. Die tägliche Ruhezeit soll von elf auf neun Stunden verkürzt werden können. Schließlich kann die Wochenarbeitszeit „in dringenden Ausnahmefällen“ auch über 60 Stunden hinaus verlängert werden, heißt es Berichten zufolge in dem Entwurf.


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Aktiv als Betriebsrat in Unternehmen, die in der Corona-Krise verstärkt gefordert sind

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Die deutsche Wirtschaft steht vor einer tiefen Rezession und viele Unternehmen kurz vor der Insolvenz. Trotzdem gibt es auch Branchen, in denen es zurzeit haushoch hergeht: Neben dem Krankenhaus- und Pflegebereich sind u. a. auch der Lebensmittelhandel, Lieferdienste, Pharma- und Biotechunternehmen, Hersteller von medizintechnischen Geräten, der Warentransport und der Online-Handel betroffen. In diesen Unternehmen ist jetzt jeder Mitarbeiter gefragt.

Während viele von uns Gleitzeit abbauen, Resturlaub nehmen oder in Kurzarbeit sind, stehen Beschäftigte in diesen Bereichen gerade vor ganz anderen Problemen:

  • Wie viele Überstunden darf mein Arbeitgeber anordnen?
  • Wie können Abstandsregelungen und andere Schutzmaßnahmen bei der Arbeit eingehalten werden?
  • Welche flexiblen Arbeitszeitmodelle können dabei helfen, das nötige Arbeitspensum zu erledigen und die Kinderbetreuung bei Kita- und Schulschließungen unter einen Hut zu bringen?

Bei diesen und ähnlichen Fragen können Sie als Betriebsrat den Kollegen weiterhelfen.


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von Christine am 08.04.2020, 11:49 Uhr , Kategorie: Allgemein

Klaus Franz zur Bedeutung der Betriebsratsarbeit in der Krise 

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Auch wenn in vielen Bereichen im Moment „Shutdown“ herrscht – die Pläne für die Zeit nach der Corona-Krise darf man nicht aus den Augen verlieren, meint Klaus Franz, ehemals oberster Arbeitnehmervertreter von Opel. Wir sprachen mit ihm über die Bedeutung der Betriebsratsarbeit in der Krise. 

Corona und der „Shutdown“: Was sind jetzt die wichtigsten Schritte für Betriebsräte 


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von Angela am 06.04.2020, 13:31 Uhr , Kategorie: Allgemein, Psychische Belastungen
Resilienz und Stärke in der Corona-Krise
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Die Corona-Krise stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen. Einschränkung der Mobilität, geschlossene Grenzen – bisher undenkbar! Schritt für Schritt gibt es außerdem mehr Vorschriften. Doch besonders schlimm trifft uns die Trennung: Wann wurden wir schon einmal gezwungen, Abstand zu anderen Menschen zu halten? Ausgangsbeschränkungen können unser seelisches Gleichgewicht ins Wanken bringen. Die ifb-Referentin Andrea Danker gibt daher heute einige Tipps, wie man seine innere Widerstandskraft stärkt und gut durch die Krise kommt.


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Neue Produkte und Ideen durch Corona
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Desinfektionsmittel statt Alkohol, Atemschutzmasken statt Mode, Beatmungsgeräte statt Autos: In der Corona-Krise haben viele Unternehmen ihre Produktion (zumindest zum Teil) umgestellt und helfen so, den Bedarf an dringend benötigten Hilfsmitteln zu decken.

Es ist vielleicht nur ein kleiner Lichtblick am Ende des Tunnels – und doch ist es geradezu erstaunlich, wie schnell und kreativ Betriebe in den unterschiedlichsten Branchen auf die neue Situation reagiert haben. Zum einen hat der Mangel an Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten weltweit zu einer Hilfewelle unter den Unternehmen geführt, von den großen Konzernen bis zu Kleinstunternehmen. Zum anderen versuchen viele Betriebe, durch neue Ideen und Angebote die nächsten Wochen über die Runden zu kommen.

Hilfe in der Not: Industrie rüstet um


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