von Andrea am 12.06.2008, 14:58 Uhr , Kategorie: Rechtsprechung

kann niemand verwehren, dachte sich ein Busfahrer und trank in seiner Arbeitspause ein kleines Bier. Etwa zwei Stunden später holte er Schüler mit einem Bus ab. Sein Arbeitgeber war hiervon nicht wirklich begeistert. Als er von dem Alkoholkonsum erfuhr, kündigte er dem Busfahrer fristlos.

Das Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz – Az.: 9 Sa 759/07- war der Ansicht, dass der Arbeitgebers zu vorschnell gehandelt hat. Alkohol am Arbeitsplatz ist, sogar wenn ein absolutes Alkoholverbot besteht, nicht zwangsläufig ein fristloser Kündigungsgrund. Der Arbeitgeber hat nicht berücksichtigt, dass der Arbeitnehmer nur geringe Alkoholmengen zu sich genommen habe und die nächste Fahrt erst zwei Stunden später erfolgt sei. Zu diesem Zeitpunkt dürfte – wenn überhaupt – nur noch eine geringe Blutalkohlkonzentration bestanden haben. Auch in solchen Fällen ist stets zu prüfen, ob der Betroffene zunächst durch eine Abmahnung gewarnt werden muss.

Als Münchnerin stellt sich mir da die Frage: Was genau ist ein „kleines“ Bier?

Andrea



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