von Thomas am 23.03.2011, 13:09 Uhr , Kategorie: Rechtsprechung

Eine falsche Anrede im Absageschreiben einer Bewerberin stellt kein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) dar – auch dann nicht, wenn es sich um eine Bewerberin mit Migrationshintergrund handelt.

Die Dame mit unverkennbar fremdländischen Namen hatte sich auf eine Stelle als lebensmitteltechnische Assistentin beworben. Vom Arbeitgeber erhielt sie allerdings ein Ablehnungsschreiben. Dieses wurde mit den Worten „Sehr geehrter Herr…“ eingeleitet. Die Bewerberinleitete aus der falschen Anrede eine Diskriminierung wegen ihrer ethnischen Herkunft ab und klagte auf Schadensersatz in Höhe von 5.000,- €.

Zu Unrecht, wie die Richter des Arbeitsgerichts Düsseldorf (9.3.2011 – 14 Ca 908/11) feststellten: Die Verwechslung in der Anrede lässt keine Benachteiligung wegen der Rasse oder der ethnischen Herkunft vermuten. Es ist mindestens genauso wahrscheinlich, dass der falschen Anrede in dem Ablehnungsschreiben ein schlichter Fehler bei der Bearbeitung des Schreibens zugrunde liegt.

Thomas



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2 Comments »

  1. Wofür manche Leute Geld einklagen wollen… tz, tz, tz.

    Kommentar von: Frankman – am 05. April 2011 um 14:24

  2. komm mir vor wie in amerika! *kopfschüttel*

    Kommentar von: nickman – am 27. April 2011 um 11:29

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