von Thomas am 05.05.2010, 08:10 Uhr , Kategorie: Rechtsprechung

Do you speak English? Dies könnten bald Richter, Anwälte, Kläger und Beklagte in deutschen Gerichten gefragt werden.

Denn: Streiten internationale Unternehmen grenzüberschreitend für ihr Recht, finden die Prozesse bisher meistens im englischsprachigen Ausland statt. Um es deutschen Unternehmen aber zu vereinfachen Deutschland als Gerichtsort zu vereinbaren, starten nun die Länder Nordrhein-Westfalen und Hamburg eine Initiative. Danach soll auch in Deutschland eine Gerichtsverhandlung in englischer Sprache möglich sein. Und dies obwohl nach § 184 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) die Gerichtssprache hierzulande Deutsch ist.

Allerdings ist es dafür auch erforderlich, dass in solchen Verfahren alle Beteiligten ein exzellentes Englisch sprechen… und dass sich ausreichend Richter mit verhandlungssicherem Englisch finden ist nicht selbstverständlich. Man bedenke nur die Englisch(un)kenntnisse des deutschen EU-Kommissars Günther Oettinger.

Die genannte Initiative beschränkt sich allerdings auf Wirtschaftsprozesse. Arbeitnehmer von internationalen Großkonzernen müssen deshalb nicht befürchten, dass sie zukünftig ihre Kündigungsschutzklage auf Englisch beim Arbeitsgericht einreichen müssen.

Thomas



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