von Peter am 19.01.2010, 11:58 Uhr , Kategorie: Kündigungsschutz, Rechtsprechung

Über Bagatellkündigungen wurde im letzten Jahr viel und oft auch sehr emotional berichtet. Besonders aufsehenerregend war die Geschichte des sog. Handystrom-Diebs, über den wir informiert haben. In einem ähnlich gelagerten Sachverhalt hatte ein Arbeitnehmer seinen Elektroroller zum Aufladen an die Steckdose der Firma gehängt. Auch er erhielt dafür eine fristlose Kündigung. Über diese urteilte nun das Arbeitsgericht Siegen (Az. 1CA 1070/09). Ergebnis: Die Kündigung wurde für unwirksam erklärt, der Richter erklärte gegenüber der Frankfurter Rundschau, dass hier eine Abmahnung vorrangig gewesen wäre: Zwar war die Entwendung des Stroms unabhängig vom Wert der Sache pflichtwidrig, die Kündigung wegen der Umstände des Falls, der Stromwert betrug 1,8 Cent und der Arbeitnehmer war seit 19 Jahren unbeanstandet beschäftigt, letztlich unangemessen.

Peter



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