von Peter am 24.11.2009, 10:37 Uhr , Kategorie: Rechtsprechung

Ob die Beteiligten am Ende nun zufrieden waren, wissen wir nicht. Klar ist aber, dass es im Fall der Sekretärin des Bauverbandes Westfalen, die von ihrem Arbeitgeber nach 34 Dienstjahren die fristlose Kündigung erhielt, weil sie Brötchen von einem Buffet in der Firma gegessen hatte, welche nicht für sie bestimmt waren, zu einer Einigung gekommen ist. Das war übrigens eine dieser sog. „Bagatellkündigungen“, die uns in diesem Sommer alle mehr oder weniger in Atem gehalten haben.

Nach Angaben ihres Anwalts habe sich die Arbeitnehmerin mit dem Arbeitgeber gütlich auf eine „sozialverträgliche“ Lösung geeinigt. Die Sekretärin soll mit dem Ergebnis zufrieden sein. Rechtsanwalt Wolfgang Pinkepank im Anschluss an die Gespräche: „Die Verhandlungen sind sehr fair verlaufen. Der Diebstahls-Vorwurf wurde zurückgenommen. Es hat auf beiden Seiten Missverständnisse gegeben.“

Zur Höhe der Abfindung machte der Anwalt keine Angaben. In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass es in der Firma einen weiteren Vorfall gegeben haben soll: Einer Kollegin der Sekretärin wurde angeblich aus dem gleichem Grund gekündigt. Auch sie soll sich unerlaubt von einem Buffet bedient haben. Und auch sie ist schon sehr lange in diesem Betrieb beschäftigt, seit 20 Jahren. Für den 24.11.2009 wurde eine Güteverhandlung angesetzt.

Peter

Nachtrag: Die Süddeutsche Zeitung hat am 25.11.2009 eine Reportage über den Fall veröffentlicht. „Das zweite Brötchen“ von Detlef Esslinger kann man hier nachlesen.

Detlef Esslinger


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