von Thomas am 19.08.2010, 13:39 Uhr , Kategorie: Rente

Während sich Christ- und Sozialdemokraten weiter über die Rente mit 67 unterhalten, wird aus der Wirtschaft munter die Rente mit 70 gefordert.

In eine ganz andere Richtung aber bewegen sich führende Liberale. Diese machen sich für die Rente mit 60 stark. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Partei der Besserverdienenden will uns alle deutlich früher in den Ruhestand entlassen. Angesichts der miesen Grundstimmung für die FDP klingt das fast nach einem Versuch des Liebkindmachens beim Wähler.

Gegenüber der heutigen Ausgabe der Welt erklärte der stellvertretende FDP-Fraktionschef Heinrich Kolb: „Es ist Sache des Einzelnen zu entscheiden, wann er aufhören will zu arbeiten, nicht die Sache des Staates. Die FDP setzt sich deshalb für die Flexibilisierung der Altersgrenze ein.“

Nach dem FDP-Rentenkonzept kann jeder Arbeitnehmer ab 60 in Altersrente gehen, wenn seine bis dahin angesammelten Rentenansprüche über dem Grundsicherungsniveau liegen, er also nicht auf staatliche Hilfe angewiesen ist. Die Kosten für den frühzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben soll der Einzelne selbst finanzieren. Derzeit betragen die Abschläge pro Jahr 3,6 Prozent.

Spätestens hier zeigt sich wieder wer sich die FDP-Vorschläge leisten kann: Allein deren Klientel.



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 19. August 2010 um 13:39 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Rente abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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1 Kommentar »

  1. Naja, wenn man auf 4 % abgesackt ist, greift man nach jedem Strohhalm.

    Kommentar von: RA JM – am 19. August 2010 um 13:54

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