Es wird noch über die Rente mit 63 diskutiert, da wagt sich der DGB schon einen Schritt weiter: Beschäftigte sollten mit 60 statt wie bisher mit 63 Jahren eine Teilrente beziehen können. Bei der Teilrente erhalten Arbeitnehmer zwischen einem und zwei Dritteln der regulären Bezüge und können sich etwas hinzuverdienen. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach nennt dies die „Brücke vom Erwerbsleben in den Ruhestand“ und verlangt eine Verbesserung der Übergangsbedingungen von der Arbeit in die Rente. Vor allem geht es ihr laut Tagesschau um tarifpolitische Instrumente, die besonders belasteten Arbeitnehmern den Übergang in Rente ohne Absturz ermöglichen“. Das will die Gewerkschaft nun in der von der Bundesregierung angekündigten Arbeitsgruppe zur sogenannten Flexi-Rente verhandeln.

Solche „irrwitzigen Forderungen“ hören die Arbeitgeberseite und die Union gar nicht gern, berichtet u.a Spiegel Online. Hier will man genau das Gegenteil: Das gesetzliche Rentenalter von 67 wenn gewünscht sogar verlängern. Die Arbeitsgruppe sei nicht dafür da, um neue Wege zur Frühverrentung zu besprechen. Außerdem sei es wirklichkeitsfremd, in einer älter werdenden Gesellschaft die Rente mit 60 zu fordern. Die SPD hingegen fordert zumindest, den DGB-Vorschlag zu diskutieren und sich damit auseinander zu setzen, statt eine „gesinnungsgetriebenen Debatte“ zu führen. So warten wir gespannt auf die ersten Berichte aus der Arbeitsgruppe, die sich in den nächsten Tagen zum ersten Mal trifft.

Bildquelle: © andris_torms – Fotolia.com



Dieser Beitrag wurde am Montag, 23. Juni 2014 um 13:53 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Rente abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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