von Thomas am 05.11.2010, 08:47 Uhr , Kategorie: Demografie, Rente

Die Lebenserwartung in Deutschland erreicht einen neuen Höchststand. Laut Statistischem Bundesamt haben neugeborene Jungen eine Lebenserwartung von 77,3 Jahren, neugeborene Mädchen eine von 82,5 Jahren. Eine revolutionäre Entwicklung! Vor 140 Jahren, als man begonnen hatte eine Statistik der Lebenserwartung zu erstellen, lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 35,7 (Männer) bzw. bei 38,5 Jahren (Frauen).

Klar, dass durch die stark wachsende Lebenserwartung auch die Arbeitswelt neue Herausforderungen zu meistern hat. Abgesehen vom erhöhten Renteneintrittsalter müssen auch in anderen Bereichen neue Wege gefunden werden. Insbesondere in der Kranken- und Pflegeversicherung sehen Experten großen Handlungsbedarf. So fehlen in den kommenden neun Jahren rund 77.000 Pflegekräfte in Deutschland, berichtet der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Pflege in der Zeitung „Die Welt“.

Der Altersforscher Meinhard Miegel stellt schon jetzt klar: „In Zukunft werden die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung deutlich steigen, die Leistungen aber sinken. Wir zahlen mehr und bekommen dafür weniger.“

Allein eine höhere Geburtenrate oder mehr Zuwanderung können das Problem nicht lösen. Da unser Rentensystem umlagefinanziert ist (eine Generation zahlt die Rente der anderen), wirken diese Faktoren laut Demografieforschung erst nach 30 oder 40 Jahren. Die Kreativität unserer Politiker ist gefragt.

Thomas



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