Es gibt eine Parallelwelt, zu der die meisten von uns, mich eingeschlossen, keinen Zugang haben: Die Welt in der Menschen mit Behinderung leben. Ob blind, taub, stumm oder mit körperlichen Gebrechen: Für viele dürfte es schlicht nicht vorstellbar sei, wie so ein Leben mit Behinderung aussieht. Für den Caritas-Blog „Kein Mensch ist perfekt“ geht Alexander Görsdorf in einem Gastbeitrag der Frage nach, ob Behinderte nicht vielleicht sogar die besseren Arbeitnehmer sind.

Unerhört: Es soll doch tatsächlich Arbeitgeber geben, die nicht so gerne Behinderte einstellen! Nur warum nicht? Weil diese automatisch schlechtere Arbeit liefern? Unsinn! Blogger Görsdorf, selbst hörbehindert, hält es für wenig hilfreich, Schwerhörige etwa im Call Center einzusetzen. Dennoch: Seine These lautet, dass Menschen mit Behinderung es gewohnt sind, Probleme zu lösen und sich mehr als sonst anzustrengen. Er plädiert für die Schaffung besserer Stellenprofile und den passgenauen Einsatz der besonderen Kompetenzen Behinderter!

Wenn da nur nicht diese dicken Mauern in den Köpfen wären. Eine langfristige Diskussion darüber würde sicher helfen, sie abzubauen. Wir unterstützen das und werden in diesem Blog zukünftig verstärkt auf das Thema eingehen!

Peter



Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 03. Februar 2011 um 15:38 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Schwerbehindertenvertretung abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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2 Comments »

  1. Freut mich, dass Euch das Thema interessiert! Das mit dem Call-Center zu erwähnen ohne dieses video zu kennen wäre allerdings schade:
    http://www.youtube.com/watch?v=EcfFa0Yi77g

    Kommentar von: Not quite like Beethoven – am 03. Februar 2011 um 22:52

  2. Hallo,

    ja die Mauern in den Köpfen. Erbaut aus Stereotypen und vor allem aus Vorurteilen. Ich würde sie am liebsten einreissen! Als Autist bin ich quasi Gefangener der Anonymität die mich schützt. Wie soll man Arbeitgeber aufklären ohne offen zu seinem Autismus zu stehen? Steht man offen dazu sinken die Chancen auf dem Arbeitsmarkt drastisch. Da hilft dann auch kein Studium mit „sehr gut“. Leider ist nicht Leistung das was zählt sondern ein möglichst makelloser Arbeitnehmer.

    Querdenkender

    Kommentar von: Querdenkender – am 04. Februar 2011 um 18:03

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