von Ines am 25.10.2013, 11:35 Uhr , Kategorie: Rente

Fast 465 000 Rentner waren im vergangenen Jahr auf Hilfe vom Staat angewiesen. Das sind 6,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Ein neuer, trauriger Rekordwert, von dem unter anderen Focus Online unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Für die Freunde der Statistik: Besonders Frauen sind laut Pressebericht betroffen und auf die Grundsicherung angewiesen: Zum Jahresende 2012 bezogen in den alten Bundesländern 33 von 1000 Frauen über 65 Jahren und 25 von 1000 Männern dieses Alters Leistungen der staatlichen Grundsicherung. In den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin) waren es 21 von 1000 Frauen und 18 von 1000 Männern.

Gewerkschafter sprechen von einem „sozialpolitischen Skandal“. und der drohenden Altersarmut „als Massenphänomen in Deutschland“, dass sich nicht abwenden lässt. Der DGB warnte gemäß Focus Online zudem vor versteckter Armut: Weil sich viele Ältere schämten und keine Grundsicherung beantragten, müsse von deutlich mehr armen Rentnern ausgegangen werden.

Gründe für die steigende Altersarmut werden in dem genannten Medienbericht nicht erläutert. Aber man kann sie sich auch selbst zusammenreimen: Bei den Frauen wird es beispielsweise an den Fehlzeiten und Teilzeitjobs aufgrund der Kindererziehung liegen. Im Allgemeinen wird mitunter der Eintritt von bleibender Arbeitslosigkeit in den letzten Arbeitsjahren vor der Rente die Ursache sein und natürlich die „Rentenreformen“. Aber letztendlich sind die Gründe fast schon irrelevant, wenn man Prognosen liest, die aussagen, dass irgendwann auch die betroffen sind, die durchgehend gearbeitet haben: „Alle, die weniger als 2500 Euro pro Monat verdienen, müssen mit dem Tag des Renteneintritts den Gang zum Sozialamt antreten“, wird die Arbeitsministerin Ursual von der Leyen unter anderen die „Welt“. Also die vielen Geringverdiener, die trotz Vollzeitstellen Niedriglöhne beziehen. Schreck lass nach! Wo soll das noch hinführen?

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von Ines am 29.12.2011, 09:38 Uhr , Kategorie: Allgemein, Rente

Als ich noch ein Kind war, hatte ich den Eindruck, dass es allen Rentnern gut geht und sie sich ein schönes Leben leisten können. Inzwischen ist das anders – und das ist nicht nur ein Eindruck: In Deutschland steigt die Altersarmut immer weiter an. Laut einer Studie des Sozialverbandes VdK sind über drei Millionen Rentner arm oder von Armut bedroht, oder sie leben am oder unter dem Existenzminimum.

Immer mehr ältere Menschen kommen nur mit einem Nebenjob finanziell über die Runden. Unter anderem berichtet der VdK, dass im vergangenen Jahr rund 660 000 Menschen im Alter zwischen 65 und 74 Jahren nebenher einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Minijob nachgegangen seien.
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von Peter am 17.06.2010, 19:36 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die Bundesregierung will eine Kommission zur Bekämpfung von Altersarmut einsetzen. Ministerin Ursula von der Leyen teilte mit, dass Anfang 2011 die Arbeit aufgenommen und ein Jahr später ein Bericht vorgelegt werden soll.

Armutsbekämpfung bei älteren Menschen: Wahrscheinlich eines der brisantesten Themen der nächsten Jahrzehnte! Im Koalitionsvertrag von Union und FDP steht, Altervorsorge solle sich zuletzt auch für Geringverdiener lohnen, Altersarmut müsse vermieden werden. Eine Kommission dafür ist eine feine Sache. Denn in ihr sitzen Experten, die sich Gedanken machen und am Ende eine Empfehlung aussprechen. Diese könnte dann etwa so lauten: Macht einfach
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Im Interview mit dem Magazin Focus äußerte sich Bundesarbeitsministern Ursula von der Leyen kürzlich unter anderem über ihre sehr kurze Karriere als mögliche Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin sowie das geplante Sparpaket der Regierung und seine diversen zum Teil heftigen Einschnitte im Bereich des Sozialen.

Dass diese Sparliste ein wahres Gruselkabinett an sozialer Grausamkeiten darstellt, sieht sie nicht. Vielmehr betont sie, dass sie bestimmte „Zumutungen“ für Rentner und behinderte Menschen erfolgreich habe verhindern können. Und: Wie könne man nur darauf kommen, dass das soziale Grausamkeiten seien? Ganz konsequent habe sie da einen Riegel vorgeschoben, schließlich
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Am vergangenen Wochenende war in der Süddeutschen Zeitung das erste Interview mit der neuen Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Frau Ursula von der Leyen (CDU), zu lesen.

Das Gespräch drehte sich im Kern um die Themen Renten, Altersarmut und Mindestlöhne. Große Überraschungen waren allerdings nicht zu lesen.

Bei den Renten ist nach den Auskünften der Ministerin im nächsten Jahr höchstwahrscheinlich mit
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