Das ist doch endlich mal ein Statement, bei dem man wieder aufatmen kann. Überall wird nur noch davon gesprochen, wie krank die Arbeit macht, wie viele Menschen Burn-out haben und wie rapide die Krankentage aufgrund von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz angestiegen sind. Doch eine Auswertung von Daten und Gesundheitsreporten der Krankenversicherungen durch die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) zeigt auf, dass es auch anders geht. Denn: Berufliche Belastung führt nicht zwangsläufig zu einem Burn-out. Im Gegenteil! Eine regelmäßige Tätigkeit kann die psychische Gesundheit sogar stärken.

Einen Job zu haben steigert die Lebenszufriedenheit. Arbeitslose leiden bei Weitem häufiger an psychischen Erkrankungen als Erwerbstätige. Der Präsident der BPtK, Prof. Dr. Rainer Richter, gibt zwar zu, dass die moderne Dienstleistungsgesellschaft extrem hohe Anforderungen an die psychosoziale Belastbarkeit am Arbeitsplatz stellt. „Seelisch ist es jedoch noch belastender, keine bezahlte Arbeit zu haben“, so Richter. Insgesamt sind laut dem Bericht Arbeitslose drei- bis viermal so häufig psychisch krank wie Erwerbstätige.

Lassen wir das erst einmal so stehen. Klar, gibt es wieder andere Studien, die gehen noch einen Schritt weiter und sagen:
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von Thomas am 20.10.2010, 08:51 Uhr , Kategorie: Hartz IV

Im heutigen Spiegel-Online-Interview verteidigt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze. Insbesondere weist sie Kritik an einer zu geringen Erhöhung von nur fünf Euro zurück: „Es geht nicht um symbolische Erhöhungen nach Lust und Laune, sondern um konkrete Berechnungen aus der Einkommens- und Verbrauchsstatistik. Und die spiegelt das wieder, was Menschen mit kleinen Einkommen ausgeben.“ Weiter führt sie aus, dass Politik eben noch dazu Wertentscheidungen treffen muss, was nicht zum Existenzminimum gehört. Hier hat sich die Koalition zum Beispiel dafür entschieden Flugreisen, Glücksspiel, Alkohol, Tabak oder illegale Drogen
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von Thomas am 08.02.2010, 10:55 Uhr , Kategorie: Hartz IV, Lohn und Gehalt

In unserem Grundgesetz ist in Artikel 20 Abs. 1 geregelt, dass die Bundesrepublik Deutschland ein sozialer Bundesstaat ist. Eine Folge dieses Sozialstaatsprinzips sind Sozialleistungen des Staates an bedürftige Bürger: Ein hervorragender Grundsatz, denn so muss kein Bürger Hunger leiden, auf der Straße leben oder im kalten Winter erfrieren…. in der Theorie zumindest. Natürlich sieht die Praxis immer etwas anders aus. Aber eines steht fest: Auf der ganzen Erde gibt es kaum ein Land, das so ein großes soziales Sicherungssystem wie Deutschland hat.

Doch wo sind die Grenzen des Sozialstaats – was soll er erfüllen und welche Leistungen gehen über den Mindestbedarf hinaus? Oder polemisch gefragt: Muss der Staat und damit wir Steuerzahler die Zigaretten
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