Überhitzte ICEs, Zugausfälle und massive Verspätungen verärgern Bahnkunden schon seit Langem – soweit nichts Neues. Was die Geschäftsleitung der Deutschen Bahn aber noch mehr beunruhigen sollte ist das Ergebnis einer konzerneigenen Umfrage. Diese hat ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Bahn-Mitarbeiter tagtäglich völlig frustriert zur Arbeit kommen, so berichtet die Financial Times Deutschland.
Als Gründe für ihre Unzufriedenheit nennen die Befragten die bürokratischen Abläufe, die zentralistischen Strukturen, die rüden Umgangsformen, die fehlende Flexibilität und die mangelnde Entscheidungsfreiheit im Bahnkonzern. Auch (weiterlesen …)
In Zeiten des Fachkräftemangels sind qualifizierte Mitarbeiter gefragt. Eine gute Situation für die Arbeitnehmer: Können sie so die besten Arbeitsbedingungen für sich aushandeln.
Die Arbeitgeber haben gemerkt, dass sie sich um gutes Fachpersonal bemühen müssen. Denn eines ist klar: Ein Arbeitnehmer entscheidet sich bei der Auswahl von Arbeitsplätzen für den Attraktivsten. Und das ist nicht automatisch der Bestbezahlteste! Es kommt auch auf andere Faktoren an. So sind dem Arbeitnehmer von heute neben einem angemessenen Gehalt auch (weiterlesen …)
Im Vorstellungsgespräch möchte ein Arbeitgeber vom Bewerber am liebsten so viel wie möglich erfahren. Das ist verständlich. Genauso verständlich ist jedoch, dass der potentielle Arbeitnehmer so manche etwas pikantere Frage lieber unbeantwortet lassen will. Muss er doch realistischerweise befürchten, dass eine ehrliche Antwort darauf seine Chancen auf den Arbeitsplatz erheblich schmälern würde. Was nun in solchen Situationen pikant ist und was nicht, beschäftigt die Arbeitsgerichte seit längerer Zeit. Es geht um die Zulässigkeit von Fragen im Vorstellungsgespräch. In einem aktuellen Fall hatte sich das Bundesarbeitsgericht damit zu befassen, ob die Frage nach der Schwerbehinderung eines Bewerbers zulässig ist und ob ihre Stellung möglicherweise sogar einen Entschädigungsanspruch auslösen kann.
Eine schwerbehinderte Arbeitnehmerin bewarb sich für eine Stelle im Außendienst bei einem Softwareunternehmen. Als sie sich vorstellte, (weiterlesen …)
Deutschland ist wieder der Musterschüler in Europa: Unserer Wirtschaft geht es prächtig und auch die Arbeitslosenzahl ist deutlich unter die 3-Millonen-Grenze gesunken. Doch wie sieht es aktuell bei den Arbeitnehmern aus? Profitieren auch sie vom Aufschwung, den sie durch ihr kooperatives Verhalten während der Wirtschaftskrise mitermöglich haben? Leider nein! Eine aktuelle Studie des WSI-Tarifarchivs über die „Die Welt“ heute berichtet zeigt auf, dass die durchschnittlichen Tariferhöhungen um 2% nicht ausreichen, um die momentane Inflationsrate (weiterlesen …)
Häufig müssen Arbeitnehmer mit ihrem privaten PKW neben Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte auch noch weitere dienstliche Fahrten vornehmen. Für dienstliche Fahrten bekommen sie meistens auch eine Entschädigung vom Arbeitgeber gezahlt, die in der Regel bei 0,30 € pro gefahrenen Kilometer liegt. Das Unfallrisiko bei solchen Fahrten bleibt allerdings oft beim Arbeitnehmer. Es gibt nämlich keine gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers für solche Fälle eine zusätzliche Versicherung abzuschließen oder gar selbst für den Unfallschaden aufzukommen.
Anders soll dies nach neuester Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG vom 22.6.2011, 8 AZR 102/10) aber sein, wenn sich der Arbeitnehmer in Rufbereitschaft befindet, (weiterlesen …)
Zwei Designer aus Madrid haben eine geniale Idee: Den Schreibtisch-Schlafsack. Geschaffen, um kurz mal im Job zu verschnaufen und aufzutanken. Abgedunkelt, weich gepolstert und bequem soll sich damit herrlich mit dem Oberkörper auf der Schreibtischplatte schlafen lassen. Mit einem kurzen power nap im stylischen Schreibtisch-Schlafsack erwachen gerade am Nachmittag neue Geisteskräfte bei den Mitarbeitern.
Deshalb sollten sich nach Meinung der Entwickler gerade auch Arbeitgeber für das neue Produkt interessieren. Vorbei die Zeiten des Suppenkomas und der müden Augen nach dem Mittagessen! Ein paar Minuten den Kopf in den Schreibtisch-Schlafsack stecken, die Seele baumeln lassen und schon ist man wieder top fit.
Die Idee (weiterlesen …)
Die Videoüberwachung von Arbeitnehmern entwickelt sich zum Dauerbrenner der letzten Jahre, ob sie nun verdeckt stattfindet oder ob ganz offen gefilmt wird. Das Arbeitsgericht Düsseldorf musste sich nun mit folgendem Fall befassen: Ein Brauhaus hatte zwei seiner Schankkellner (sog. Köbes) im Verdacht, beim Ausschank zu schummeln und falsch abzurechnen. Daraufhin wurde eine heimliche Videoaufannahme erstellt, die dem Arbeitgeber offenbar Grund genug lieferte, die fristlose Kündigung auszusprechen. Einer der beiden Arbeitnehmer war Betriebsratsmitglied, in diesem Fall sollte vor Gericht die Ersetzung der fehlenden Zustimmung des Betriebsratsgremiums zur Kündigung erreicht werden.
Der Arbeitgeber machte die Rechnung jedoch ohne die Richter: Diese lehnten es ab, den vorgelegten Videobeweis zu verwerten und wiesen die Anträge ab. Der Grund: Die Videoüberwachung war unzulässig. Denn: Nicht jeder (weiterlesen …)
Das verstehe, wer will: Die Meldungen über den angeblich größten deutschen Wirtschaftsboom seit Jahrzehnten nehmen kein Ende. Im selben Atemzug stellt das DIW-Institut jedoch fest, dass die realen Netto-Stundenlöhne 2011 nur sehr wenig steigen werden, wenn überhaupt.” Darüber berichtet das Magazin “Wirtschaftswoche” (WiWo). Das konjunkturtreibende “XXL-Jahr” 2011 schlägt wilde Kapriolen, die der normale Arbeitnehmer nicht versteht: Überall boomt es, Produktion und Dienstleistungen platzen aus allen Nähten, aber wir Beschäftigte werden zum Jahresende voraussichtlich ein Minus machen. Der Grund dafür? Die WiWo zitiert Karl-Heinz Däke, den Präsidenten des Steuerzahlerbundes: “Neben der Inflation zehren auch steigende Sozialabgaben und die Steuerprogression an den Löhnen. Vor allem kleinere Einkommen sind betroffen.” Diese würden im Tarifbereich zwar zwischen 2 und 2,5 Prozent steigen. Allein: Die Inflationsrate wird aller Vorraussicht nach (weiterlesen …)
Der Traum eines jeden Arbeitgebers: Seine Beschäftigten kommunizieren offen und wissbegierig miteinander. Jeder lässt Kolleginnen und Kollegen ganz selbstverständlich an seinem persönlichen Wissens- und Erfahrungsschatz teilhaben. Zu diesem Zweck werden eigene Datenbanken eingerichtet, Unternehmens-Wikis sollen den geistigen Schatz des Betriebes sichern und vermehren. Wenn, ja wenn da nur nicht diese Angestellten wären! Die haben nämlich manchmal gar keine Lust, ihr eigenes Know-how weiterzugeben und mit den anderen zu teilen. Lieber verstecken sie es, so einige kanadische Wissenschaftler, die nun den Begriff des “Wissen-Versteckens” geprägt haben.
Mehrere Studien wurden ausgewertet, das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd: (weiterlesen …)
Das neue Beschäftigtendatenschutzgesetz wird kommen! Trotz aller Proteste und scharfen Kritik ist sein Inkraftttreten wohl nur eine Frage der Zeit. Derzeit ist Sommer 2011 als Termin anvisiert. Betriebsräte müssen sich gut darauf vorbereiten und sollten sich schnell informieren: Denn im Zusammenhang mit einer möglichen Überwachung von Arbeitnehmern gibt es sehr viele Streitpunkte. Top-Thema ist dabei sicher die Videoüberwachung, aber auch die Auswertung von Mitarbeiterdaten, Einstellungsuntersuchungen, Recherche bei Facebook und Xing, die Privatnutzung von Internet am Arbeitsplatz und damit verbundene Probleme haben es zum Teil ganz schön in sich. Zentrales Thema für die Mitbestimmung: Wie werden sich die neuen Regelungen im Datenschutzrecht auf die Arbeit des Betriebsrats auswirken? (weiterlesen …)
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