BetriebsratsgründungBei der Bagel Direkt GmbH in Mönchengladbach hat die komplette Belegschaft eine Kündigung erhalten. Die Mitarbeiter hatten vor, einen  Betriebsrat zu gründen, der sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen wollte. Betroffen sind 44 Festangestellte und 170 Leiharbeiter, berichtet die Rheinische Post. Der Geschäftsbetrieb soll weitergehen, nur zukünftig mit anderen Beschäftigten.

Firmenchef stellt den Sachverhalt anders dar

Geschäftsführer Dr. Udo Bogner meint, mit einer Betriebsratsgründung habe der Betrieb überhaupt kein Problem. In anderen Teilen des Konzerns seien Betriebsräte selbstverständlich. Vielmehr habe man befürchtet, dass die Mitarbeiter mit Hilfe eines Streiks die Durchsetzung eines Tarifvertrags haben erzwingen wollen. Dies hätte zu einer für die GmbH nicht bezahlbaren Kostenstruktur geführt.

Kündigungsgrund „Gefahr einer politischen Maßnahme der Gewerkschaft ver.di“?

Das Motiv, „dieser Gefahr einer politischen Maßnahme der Gewerkschaft ver.di“ vorzubeugen mag nicht ganz so offensichtlich unzulässig sein, wie eine Kündigung wegen einer Betriebsratsgründung. Dennoch: eine Kündigung aller Mitarbeiter, weil man Lohnerhöhungen durch einen Tarifvertrag befürchtet??? Das wird schwierig durchzusetzen sein. Ob ein Arbeitsgericht die Wirksamkeit der Massenentlassung überprüfen wird, hängt allerdings davon ab, ob die Arbeitnehmer innerhalb von drei Wochen gegen die ausgesprochenen Kündigungen vorgehen. Der zuständige ver.di – Gewerkschaftssekretär hat laut Rheinischer Post hier den betroffenen Arbeitnehmern seine Unterstützung zugesagt.

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Plötzlich pflegebedürftig. Und was nun? Nicht nur der betroffene Mensch selbst steht vor der Frage: Wie geht es weiter? Besonders die Menschen, die ihm nahe stehen und die Entscheidung treffen, ihn auf seinem Weg zu begleiten, von dem oft keiner weiß, wie lang er wird, stehen plötzlich einer Verantwortung gegenüber, die größer kaum sein kann.

Auf diesem Weg sollen Angehörige in Zukunft mehr Unterstützung erhalten, indem die möglichen Leistungen nach dem Familienpflegezeit- und des Pflegezeitgesetzes erweitert werden. Nach den bisher geltenden Regelungen wurde die Familienpflegezeit nur von wenigen genutzt. 2013 waren es nur etwa 150 Arbeitnehmer.

Das Familienministerium hat hierzu einen Gesetzesentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf vorgelegt, dem das Bundeskabinett bereits zugestimmt hat und der am 01.01.15 in Kraft treten soll.

Was sind die Kernpunkte des Entwurfes?
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Muss der Arbeitgeber auf die Möglichkeit der Entgeltumwandlung nach § 1 a BetrAVG hinweisen? Und wenn er es unterlässt, hat der Arbeitnehmer gegen ihn einen Anspruch auf Schadensersatz? Einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts zufolge nicht.

Was war passiert? Ein Arbeitnehmer verlangte nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses von seinem bisherigen Arbeitgeber Schadensersatz in Höhe von 14.380, 38 €. Seine Begründung: Sein Arbeitgeber habe es pflichtwidrig unterlassen, ihn auf seinen Anspruch auf Entgeltumwandlung nach § 1a Abs. 1 S. 1 BetrAVG hinzuweisen.

Tatsächlich kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zwar nach § 1 a Abs. 1 S. 1 BetrAVG verlangen, dass von seinen künftigen Entgeltansprüchen bis zu 4 vom Hundert der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung durch Entgeltumwandlung für seine betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Die Richter des Bundesarbeitsgerichts sehen jedoch den Arbeitgeber  weder nach § 1a BetrAVG noch aufgrund seiner Fürsorgepflicht in der Verantwortung, den Arbeitnehmer von sich aus auf diesen Anspruch hinzuweisen.

Bei der betrieblichen Altersversorgung ist also Selbstverantwortung gefragt. Jeder Arbeitnehmer muss seine Ansprüche eigenverantwortlich im Blick haben und für deren Durchsetzung sorgen.

Ein empfehlenswertes Seminar für Betriebsräte zu diesem Thema:

Betriebliche Altersversorgung: Alle Möglichkeiten für die Kollegen nutzen

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Laut einer GfK-Studie im Auftrag von Wall Street English fehlen zwei Drittel der Arbeitnehmer ausreichende englische Sprachkenntnisse (Pressemitteilung siehe hier). Befragt wurden 2.126 Männer und Frauen im Alter ab 14 Jahre in der Bundesrepublik Deutschland.

Obwohl gute Englischkenntnisse der Mitarbeiter für Unternehmen entscheidend im internationalen Wettbewerb sind, verfügen nach der Studie 65,5 % der Arbeitnehmer nur über mangelnde Fähigkeiten, in der Gesamtheit der Deutschen sind es sogar 70,3 %. Im Einzelnen: Der Anteil bei den 40 bis 49-jährigen Deutschen ist besonders hoch. 30,5 % gaben an, nur über geringe Kenntnisse zu verfügen. 29,5 % der 30 bis 39-jährigen können sich nur im Ernstfall verständigen, vermeiden dies aber. Lediglich 2,1 % der Arbeitnehmer sprechen verhandlungssicher, immerhin 10,5 % fließend Englisch. Hoffnung machen laut Pressemitteilung die Berufsstarter: Etwa 54 % der Befragten im Alter zwischen 20 und 29 Jahren gaben an, über gute bis exzellente Englischkenntnisse zu verfügen – fast die Hälfte verfügt jedoch über mangelnde Kenntnisse. Bei den 14 bis 19-jährigen ist das Englisch fast jedes zweiten Befragten nicht ausreichend.

Falls der ein oder andere nun Lust bekommen hat, seine Englischkenntnisse aufzufrischen und zu verbessern – nur zu! Speziell für Betriebsräte, die praktisches Englisch für die BR-Arbeit brauchen, finden Sie hier ein passendes Angebot.

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Überhitzte ICEs, Zugausfälle und massive Verspätungen verärgern Bahnkunden schon seit Langem – soweit nichts Neues. Was die Geschäftsleitung der Deutschen Bahn aber noch mehr beunruhigen sollte ist das Ergebnis einer konzerneigenen Umfrage. Diese hat ergeben, dass mehr als zwei Drittel der Bahn-Mitarbeiter tagtäglich völlig frustriert zur Arbeit kommen, so berichtet die Financial Times Deutschland.

Als Gründe für ihre Unzufriedenheit nennen die Befragten die bürokratischen Abläufe, die zentralistischen Strukturen, die rüden Umgangsformen, die fehlende Flexibilität und die mangelnde Entscheidungsfreiheit im Bahnkonzern. Auch
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von Thomas am 14.07.2011, 15:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Demografie

In Zeiten des Fachkräftemangels sind qualifizierte Mitarbeiter gefragt. Eine gute Situation für die Arbeitnehmer: Können sie so die besten Arbeitsbedingungen für sich aushandeln.

Die Arbeitgeber haben gemerkt, dass sie sich um gutes Fachpersonal bemühen müssen. Denn eines ist klar: Ein Arbeitnehmer entscheidet sich bei der Auswahl von Arbeitsplätzen für den Attraktivsten. Und das ist nicht automatisch der Bestbezahlteste! Es kommt auch auf andere Faktoren an. So sind dem Arbeitnehmer von heute neben einem angemessenen Gehalt auch
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Im Vorstellungsgespräch möchte ein Arbeitgeber vom Bewerber am liebsten so viel wie möglich erfahren. Das ist verständlich. Genauso verständlich ist jedoch, dass der potentielle Arbeitnehmer so manche etwas pikantere Frage lieber unbeantwortet lassen will. Muss er doch realistischerweise befürchten, dass eine ehrliche Antwort darauf seine Chancen auf den Arbeitsplatz erheblich schmälern würde. Was nun in solchen Situationen pikant ist und was nicht, beschäftigt die Arbeitsgerichte seit längerer Zeit. Es geht um die Zulässigkeit von Fragen im Vorstellungsgespräch. In einem aktuellen Fall hatte sich das Bundesarbeitsgericht damit zu befassen, ob die Frage nach der Schwerbehinderung eines Bewerbers zulässig ist und ob ihre Stellung möglicherweise sogar einen Entschädigungsanspruch auslösen kann.

Eine schwerbehinderte Arbeitnehmerin bewarb sich für eine Stelle im Außendienst bei einem Softwareunternehmen. Als sie sich vorstellte,
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von Thomas am 06.07.2011, 09:13 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt, Tarifrecht

Deutschland ist wieder der Musterschüler in Europa: Unserer Wirtschaft geht es prächtig und auch die Arbeitslosenzahl ist deutlich unter die 3-Millonen-Grenze gesunken. Doch wie sieht es aktuell  bei den Arbeitnehmern aus? Profitieren auch sie vom Aufschwung, den sie durch ihr kooperatives Verhalten während der Wirtschaftskrise mitermöglich haben? Leider nein! Eine aktuelle Studie des WSI-Tarifarchivs über die „Die Welt“ heute berichtet zeigt auf, dass die durchschnittlichen Tariferhöhungen um 2% nicht ausreichen, um die momentane Inflationsrate
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Häufig müssen Arbeitnehmer mit ihrem privaten PKW neben Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte auch noch weitere dienstliche Fahrten vornehmen. Für dienstliche Fahrten bekommen sie meistens auch eine Entschädigung vom Arbeitgeber gezahlt, die in der Regel bei 0,30 € pro gefahrenen Kilometer liegt. Das Unfallrisiko bei solchen Fahrten bleibt allerdings oft beim Arbeitnehmer. Es gibt nämlich keine gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers für solche Fälle eine zusätzliche Versicherung abzuschließen oder gar selbst für den Unfallschaden aufzukommen.

Anders soll dies nach neuester Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG vom 22.6.2011, 8 AZR 102/10) aber sein, wenn sich der Arbeitnehmer in Rufbereitschaft befindet,
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von Thomas am 30.05.2011, 13:51 Uhr , Kategorie: Allgemein

Zwei Designer aus Madrid haben eine geniale Idee: Den Schreibtisch-Schlafsack. Geschaffen, um kurz mal im Job zu verschnaufen und aufzutanken. Abgedunkelt, weich gepolstert und bequem soll sich damit herrlich mit dem Oberkörper auf der Schreibtischplatte schlafen lassen. Mit einem kurzen power nap im stylischen Schreibtisch-Schlafsack erwachen gerade am Nachmittag neue Geisteskräfte bei den Mitarbeitern.

Deshalb sollten sich nach Meinung der Entwickler gerade auch Arbeitgeber für das neue Produkt interessieren. Vorbei die Zeiten des Suppenkomas und der müden Augen nach dem Mittagessen! Ein paar Minuten den Kopf in den Schreibtisch-Schlafsack stecken, die Seele baumeln lassen und schon ist man wieder top fit.

Die Idee
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