Seminare nach der Wahl 2010

Explosion auf der Betriebstoilette

Donnerstag, 11. März 2010 von Thomas
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Was wohl besonders witzig gemeint war, endete mit einer schweren Verletzung: Ein Arbeitnehmer besprühte seinen auf der Toilette sitzenden Kollegen durch einen Lüftungsschlitz mit mehreren Dosen Raumspray.

Das Gas-Luft-Gemisch entzündete sich und es kam zu einer schlimmen Explosion. Wahrscheinlich war ein Handyklingeln die Ursache hierfür. Denn nach dem Gutachten des Sachverständigen kann dieses schon als Zündfunken ausreichen.

Der auf der Toilette sitzende Kollege wurde lebensgefährlich (weiterlesen…)

Familienministerin Schröder will Pflegezeit ausweiten

Donnerstag, 04. März 2010 von Thomas
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Die neue Familienministerin Kristina Schröder (bis vor wenigen Tagen Köhler), CDU, plant eine Ausweitung der Pflegezeit.

Künftig sollen Arbeitnehmer ein Recht auf eine zweijährige Pflegezeit haben (bisher maximal sechs Monate, § 4 Abs. 1 PflegeZG)!

Das Interessante an Schröders Plan ist, dass die Arbeitnehmer neben einem besonderen Kündigungsschutz auch eine Sicherheit bei ihrem Arbeitsentgelt erhalten!

Der pflegende Arbeitnehmer soll seine Arbeitsleistung um die Hälfte reduzieren dürfen, aber weiterhin drei Viertel seines Gehalts beziehen. Nach dem Ende der Pflegezeit soll er dann wieder voll arbeiten, bekommt aber zum Ausgleich zwei Jahre lang ebenfalls nur 75 Prozent seines Gehalts.

Das Risiko, (weiterlesen…)

Die E-Mails meines Chefs

Freitag, 26. Februar 2010 von Andrea
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Sind Sie sehr neugierig? Saugen Sie alle Informationen auf, die Sie über Ihre Mitmenschen bekommen könnten? Dann sollten Sie im Job folgende Grenze nicht überschreiten: Ein EDV-Administrator konnte seine Neugier nicht zügeln und druckte vertrauliche E-Mails eines Geschäftführers aus. Dies war natürlich nur möglich, weil der seine Zugriffsrechte missbrauchte. Und: Es war nicht das erste Mal – er wurde bereits wegen ähnlicher Vergehen abgemahnt. Sein Arbeitgeber zog daher die Konsequenzen und kündigte ihm fristlos. Das Landesarbeitsgericht München (Az.: 11 Sa 54/09) gab dem Arbeitgeber Recht: ein unerlaubter Zugriff auf die Emails einer Führungskraft kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Denn dies stellt einen schwerwiegenden Verstöß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten dar.

Was lernen Frauen daraus? Es gibt auch neugierige Männer…

Andrea

Krise frisst Urlaub und fordert Überstunden

Dienstag, 23. Februar 2010 von Thomas
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Dass das letzte Jahr weltweit unter dem Zeichen der Wirtschaftskrise stand ist nichts Neues. Wie sich die Krise allerdings bei den verschiedenen Arbeitnehmern ausgewirkt hat, bringen jetzt unterschiedliche Studien an´s Licht.

Eine Umfrage der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) zum Thema Arbeitszeit hat ergeben, dass die Wirtschaftskrise vor allem Fachkräfte Freizeit gekostet hat. So haben die 1.470 befragten Selbstständigen, Manager und Fachangestellten angegeben, dass sie in 2009 deutlich mehr gearbeitet haben als vertraglich vereinbart war und darüber hinaus noch auf Erholungsurlaub verzichtet haben.

80 Prozent der Befragten machten monatlich so viele Überstunden, dass dies zwei vollen Urlaubstagen entspricht. Zudem haben sie letztes Jahr im Schnitt (weiterlesen…)

Aus der Praxis: Fadenscheinige Kündigung gegen Betriebsrat in Ingolstadt unwirksam

Freitag, 19. Februar 2010 von Peter
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Das ist genau die Situation, vor der sich alle fürchten, die einen neuen Betriebsrat gründen wollen: Noch vor dem eigentlichen Wahltag wird man als Initiator der Betriebsratswahl vom Chef unter fadenscheinigen Gründen fristlos gekündigt. Natürlich gäbe es überhaupt keinen Zusammenhang mit der Wahl, so die offizielle Lesart. Dass man aber vor solchen Situationen keine Angst haben muss, zeigt dieses hochaktuelle Praxis-Beispiel aus dem bayerischen Ingolstadt:

An der dortigen “Euro-Sprachenschule” sollte im Juli 2009 zum ersten Mal ein Betriebsrat gewählt werden. Auf der Vorschlagsliste für das neue Gremium stand auch ein 39jähriger US-Bürger, der an der Schule als Lehrkraft tätig ist. Zwei Tage vor dem Wahltermin kündigte ihm die Leiterin der Schule jedoch fristlos. Der Kündigung ging voraus, dass der Lehrer sich kurz davor mit dem Hinweis an die Inhaberin wandte, an seinem Spind sei herummanipuliert, eventuell sogar wichtige Unterlagen entwendet worden: man müsse die Polizei rufen, um der Sache nachzugehen. Was dann folgte, ist kaum zu glauben: (weiterlesen…)

Ist Kleidungswechsel Arbeitszeit?

Donnerstag, 18. Februar 2010 von Thomas
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Dass nicht jeder Klamottenwechsel während der Arbeitszeit erfolgen darf ist klar: Schließlich kann ein Arbeitnehmer nicht im Schlafanzug im Büro erscheinen und sich dann dort erst einmal seine normale Tageskleidung anziehen und dem Arbeitgeber dann noch die dafür benötigte Zeit als Arbeitszeit berechnen.

Anders war jedoch ein Fall, den das Bundesarbeitsgericht vor drei Monaten zu entscheiden hatte. Hier stritten Arbeitgeber und Betriebsrat darüber, ob das An- und Ablegen von blau-gelber Dienstkleidung nun eigentlich in die Arbeitszeit fällt oder nicht (BAG vom 10.11.2009 – 1 ABR 54/08). (weiterlesen…)

Arbeitgeber kündigt wegen Trinkgeld!

Freitag, 12. Februar 2010 von Thomas
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Auf Grund der närrischen Zeit erfolgt der folgende Blog-Beitrag in Reimform –  nach alter Fastnachts-Tradition

 

In Worms, der Stadt der Nibelungen,

Wurde schon so manches Lied gesungen.

Doch was in letzter Zeit geschah,

Das war wirklich sonderbar.

So hört nun folgende Geschichte,

Die ich Euch nun hier berichte. (weiterlesen…)

Groteske Tipps von Gesundheitsminister Rösler

Freitag, 29. Januar 2010 von Thomas
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Wie der Betriebrat Blog schon vor acht Tagen berichtete, kam es diesen Montag bei zahlreichen gesetzlichen Krankenkassen zu Beitragserhöhungen. Mit der DAK (6,3 Millionen Versicherte) machte u.a. die drittgrößte deutsche Krankenkasse den Anfang und verlangt von ihren Versicherten ab Februar 8,- € pro Monat mehr Beitrag.

Statt einer gerechten Lastenverteilung auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer – wie es in unserem sozialen System seit Jahrzehnten üblich ist, muss dieser Zusatzbeitrag allein von den Arbeitnehmern gezahlt werden. Dies zeugt nicht gerade von großer sozialer Kompetenz, zumal vor allem Geringverdiener von der Beitragserhöhung betroffen sind und so knapp 100,- € pro Jahr mehr an Gesundheitskosten berappen müssen. Was nutzt es da, dass die Arbeitnehmer in den unteren Einkommensgruppen durch das „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ minimal entlastet werden. Dieser kleine Vorteil wird durch die Erhöhung der Krankenkassenkosten schnell aufgezehrt.

Die Politiker sind plötzlich sehr erstaunt was die gesetzlichen Krankenkassen da so machen: „Unsozial“ und „nicht akzeptabel(weiterlesen…)

Toilettengänge, Verdauungstörungen und deren Folgen

Donnerstag, 28. Januar 2010 von Andrea
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Manchmal ist man einfach nur sprachlos, wenn man sieht, über was vor Gericht gestritten wird:

Das Arbeitsgericht Köln hatte über einem Fall zu entscheiden, in dem ein Arbeitgeber durch minutiöse schriftliche Aufzeichnungen hatte feststellen lassen, dass sein Angestellter im Zeitraum vom 08.05. bis 26.05.2009 insgesamt 384 Minuten auf der Toilette verbracht hatte. Der Arbeitgeber rechnete daraufhin die Toilettenzeiten auf die Dauer des Arbeitsverhältnisses hoch und kam zu dem Ergebnis, dass der Kläger bis Mai 2009 zusätzlich zu den üblichen Pausen- und Toilettenzeiten insgesamt 90 Stunden auf der Toilette verbrachte. Hierfür zog er dem Arbeitnehmer 682,40 Euro vom Nettogehalt ab.  Zu Unrecht, entschied jetzt mit Urteil vom 21.1.2010 das Arbeitsgericht Köln (Az.: 6 Ca 3846/09). Der Arbeitnehmer hatte seinen häufigen Toilettengänge damit begründet, dass er im Mai an Verdauungsstörungen gelitten habe.

Übrigens: bei dem klagenden Arbeitgeber handelt es sich um eine Rechtsanwaltskanzlei in Köln, bei dem Toilettengänger um einen angestellten Anwalt – dieser hat die Kanzlei zwischenzeitlich verlassen.

Andrea

Klick ins Internet und sehen was der Nachbar verdient

Montag, 25. Januar 2010 von Thomas
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Interessiert Sie schon lange was Ihr Nachbar verdient? Oder wollten Sie schon immer einmal wissen welches Gehalt eigentlich Ihr Chef oder Ihre Kollegen monatlich ausgezahlt bekommen?

 Dann dürfte Sie der Vorschlag von Professor Rudolf Hickel (Direktor des Instituts für Arbeit und Wirtschaft – IAW) erfreuen. Denn: Professor Hickel fordert, dass die deutschen Finanzämter künftig die Einkommen aller Bundesbürger im Internet veröffentlichen sollen. Dann könnte jeder einfach online nachschauen, wer eigentlich was verdient.

Doch wozu das ganze? Herr Hickel will damit die Steuerhinterziehung (weiterlesen…)

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