Wahr oder nicht wahr: Auch in Afghanistan gibt es eine Gewerkschaft, die sich für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzt. Klingt irgendwie absurd, aber es stimmt! Selbst in einem Land, das wir mit Krieg, Tod und Terror verbinden, sind nicht nur die Soldaten im Kampfeinsatz. Hier kämpfen auch Gewerkschafter und zwar für Arbeit und Ausbildung, für ihre Rechte und für die Teilhabe von Frauen. Mit ersten Erfolgen: (weiterlesen…)
Nach der Flaute der vergangenen Monate ist die Wirtschaft in Deutschland wieder richtig in Schwung gekommen. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) spricht von einem „Aufschwung XL“. Ökonomen reden bereits von einem „kleinen Wirtschaftswunder“ und erwarten, dass Deutschland zum Wachstumsmotor Europas wird, berichtet die Welt.
Das Positive für die Arbeitnehmer: Nach Meinung der Volkswirte ergeben sich Dank der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt endlich Spielräume, um die Löhne deutlich (weiterlesen…)
Während sich Christ- und Sozialdemokraten weiter über die Rente mit 67 unterhalten, wird aus der Wirtschaft munter die Rente mit 70 gefordert.
In eine ganz andere Richtung aber bewegen sich führende Liberale. Diese machen sich für die Rente mit 60 stark. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Partei der Besserverdienenden will uns alle deutlich früher in den Ruhestand entlassen. Angesichts der miesen Grundstimmung für die FDP klingt das (weiterlesen…)
In den USA entwickelt sich gerade ein neues Urlaubsmodell, das vielleicht in Zukunft auch in Deutschland Fuß fassen könnte: Jeder Angestellte kann so viel Urlaub nehmen, wie er möchte und wann er möchte.
„Die bisherige starr begrenzte Urlaubsregelung ist ein Relikt aus dem Industriezeitalter. Wir brauchen keinen geregelten Urlaub mehr. Wichtig ist allein, was die Mitarbeiter leisten und nicht wie viele Stunden sie arbeiten“, so ein Vorreiter-Arbeitgeber gegenüber Spiegel online.
Die Arbeitgeber wollen mit dem Modell „Urlaub nach Wunsch“ (weiterlesen…)
In der Kategorie „bad news“ ist die Drogeriemarktkette Schlecker anscheinend Marktführer! Wie die Welt heute berichtet, will das Unternehmen seinen Mitarbeitern offenbar künftig keine Überstunden mehr vergüten, obwohl dies im geltenden Tarifvertrag so vereinbart ist.
Statt dessen gewährt Schlecker seinen Mitarbeitern für geleistete Überstunden künftig einen Freizeitausgleich. Weil aber die meisten Schlecker-Arbeitnehmer teilzeitbeschäftigt sind, (weiterlesen…)
Letzte Woche war im Betriebsrats Blog ein TV-Tipp zu lesen: Die KiK-Story. Eine hochinteressante Reportage, die sich mit der Ausbeutung von KiK-Arbeitnehmern in Deutschland und vor allem mit den skandalösen Bedingungen in den Produktionsstätten in Bangladesh beschäftigte.
Heute morgen stand in der Tageszeitung Die Welt eine interessante Pro-Contra-Debatte genau zu diesem Thema: „Soll man Billig-Kleidung“ boykottieren?“
Stress im Arbeitsleben hat bestimmt jeder, der was auf sich hält. Denn hat man keinen, kommt möglicherweise der Chef bald auf dumme Gedanken. Von Stress dieser Art abgesehen, gibt es auch noch den echten Stress, den, der einen krank macht. Wie ist es bei Ihnen: Zweifeln Sie daran, ob sich Ihre Work-Life-Balance noch im Gleichgewicht befindet? Sind Sie unsicher, ob Ihre Leistungen im Betrieb angemessen gewürdigt werden und macht Sie das unzufrieden? Sind Sie vielleicht schon in der Stressfalle gefangen? Tja, wenn man das nur wüsste. Denn schließlich ist die eigene Wahrnehmung, wenn es um sich selbst geht, nicht immer der beste Ratgeber. Doch Abhilfe ist in Sicht: Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG bietet auf ihrer Webseite einen kostenlosen Stresstest an. Nach der Beantwortung von 20 recht einfachen Fragen bekommt man von einer Ampel angezeigt, wie hoch das eigene Stresslevel sein könnnte. Grün ist gut, zeigt die Ampel aber gelb oder rot könnte eine akute Gefährdung vorliegen, was letztlich zum Burnout-Syndrom führen kann. Wer ein solches Ergebnis erzielt, dem bietet die Webseite weitere Hinweise und Tipps vor allem für Präventionsmaßnahmen.
Ein Internet-Test ist natürlich nicht absolut zuverlässig, kann aber hilfreich für eine erste Einschätzung der Situation sein. Vorsicht: Ruft man die Seite auf, fängt unvermittelt eine Stimme zum Reden an, also nicht erschrecken und die Lautsprecher etwas leiser stellen.
Link zum Stresstest auf der VBG-Seite
Peter
Hans Heinrich Driftmann ist ein guter Bekannter in diesem Blog. Als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) äußert er sich regelmäßig zu wichtigen Dingen. Das ist eine seiner Aufgaben, womit wir kein großes Problem haben. Eines seiner Lieblingsthemen ist der Kündigungsschutz. Hier taucht er immer wieder gerne mal auf dem Radarschirm auf. Zuletzt hatten wir ihn noch hoch überfliegend im Januar erfasst. Damals forderte er eine Anhebung der Schwelle des § 23 KSchG von 10 auf 20 Mitarbeiter, damit “bei verbesserter Auftragslage nach der Wirtschaftskrise schnell wieder neue Arbeitsplätze entstehen können”. Wahrscheinlich hat er dabei einfach übersehen, dass jeder zweite neubesetzte Arbeitsplatz mittlerweile befristet vergeben wird, was die Schwelle des § 23 praktisch nicht mehr besonders wichtig sein lässt. Egal, an diesem beliebten Rädchen wird immer wieder gerne rumgedreht, gefordert, gewünscht, angegriffen und verteidigt, Äußerungen dieser Art gehören zum Standardrepertoire.
Dem Wesen eines zu höhlenden Steines ist es bestimmt, dass er unter (weiterlesen…)
Eine Altenpflegerin sollte nach dem Willen Ihres Arbeitgebers auf das ihr vertraglich geschuldete 13. Monatsgehalt verzichten. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse der Arbeitgeber sparen. Deshalb lud er die angestellte Altenpflegerin zu einem Einzelgespräch in das Büro des Personalleiters ein. Die Altenpflegerin erklärte, dass sie nur zusammen mit ihren Kolleginnen über die Verminderung des 13. Gehalts verhandeln werde und nicht alleine. Dies lehnte der Personalleiter ab und erteilte ihr eine Abmahnung. Da auch Gespräche mit dem Arbeitgeber zu den arbeitsvertraglichen Pflichten gehören würden und sie diese (weiterlesen…)
Was die Kleiderordnung angeht, so herrschen in den deutschen Büros ganz unterschiedliche Einstellungen und Vorgaben. Es gibt Betriebe, die eine einheitliche Kleiderordnung fordern. Dies können sie tun, beispielsweise per arbeitsvertraglicher Vereinbarung. Ist ein Betriebsrat vorhanden, unterliegt die Einführung einer Kleiderordnung allerdings dem Mitbestimmungsrecht. So sieht es aus, wenn der Arbeitgeber Dienstkleidung einführen will. Was ist aber, wenn die Arbeitnehmer ihrerseits eine bereits bestehende Kleiderordnung ändern wollen? (weiterlesen…)
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