von Peter am 09.08.2010, 15:03 Uhr , Kategorie: Burn-out, Gesundheitsschutz

Stress im Arbeitsleben hat bestimmt jeder, der was auf sich hält. Denn hat man keinen, kommt möglicherweise der Chef bald auf dumme Gedanken. Von Stress dieser Art abgesehen, gibt es auch noch den echten Stress, den, der einen krank macht. Wie ist es bei Ihnen: Zweifeln Sie daran, ob sich Ihre Work-Life-Balance noch im Gleichgewicht befindet? Sind Sie unsicher, ob Ihre Leistungen im Betrieb angemessen gewürdigt werden und macht Sie das unzufrieden? Sind Sie vielleicht schon in der Stressfalle gefangen? Tja, wenn man das nur wüsste. Denn schließlich ist die eigene Wahrnehmung, wenn es um sich selbst geht, nicht immer der beste Ratgeber. Doch Abhilfe ist in Sicht: Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG bietet auf ihrer Webseite einen kostenlosen Stresstest an. Nach der Beantwortung von 20 recht einfachen Fragen bekommt man von einer Ampel angezeigt, wie hoch das eigene Stresslevel sein könnnte. Grün ist gut, zeigt die Ampel aber gelb oder rot könnte eine akute Gefährdung vorliegen, was letztlich zum Burnout-Syndrom führen kann. Wer ein solches Ergebnis erzielt, dem bietet die Webseite weitere Hinweise und Tipps vor allem für Präventionsmaßnahmen.

Ein Internet-Test ist natürlich nicht absolut zuverlässig, kann aber hilfreich für eine erste Einschätzung der Situation sein. Vorsicht: Ruft man die Seite auf, fängt unvermittelt eine Stimme zum Reden an, also nicht erschrecken und die Lautsprecher etwas leiser stellen.

Link zum Stresstest auf der VBG-Seite

Peter

von Peter am 06.08.2010, 10:41 Uhr , Kategorie: Kündigungsschutz

Hans Heinrich Driftmann ist ein guter Bekannter in diesem Blog. Als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) äußert er sich regelmäßig zu wichtigen Dingen. Das ist eine seiner Aufgaben, womit wir kein großes Problem haben. Eines seiner Lieblingsthemen ist der Kündigungsschutz. Hier taucht er immer wieder gerne mal auf dem Radarschirm auf. Zuletzt hatten wir ihn noch hoch überfliegend im Januar erfasst. Damals forderte er eine Anhebung der Schwelle des § 23 KSchG von 10 auf 20 Mitarbeiter, damit „bei verbesserter Auftragslage nach der Wirtschaftskrise schnell wieder neue Arbeitsplätze entstehen können“. Wahrscheinlich hat er dabei einfach übersehen, dass jeder zweite neubesetzte Arbeitsplatz mittlerweile befristet vergeben wird, was die Schwelle des § 23 praktisch nicht mehr besonders wichtig sein lässt. Egal, an diesem beliebten Rädchen wird immer wieder gerne rumgedreht, gefordert, gewünscht, angegriffen und verteidigt, Äußerungen dieser Art gehören zum Standardrepertoire.

Dem Wesen eines zu höhlenden Steines ist es bestimmt, dass er unter
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Eine Altenpflegerin sollte nach dem Willen Ihres Arbeitgebers auf das ihr vertraglich geschuldete 13. Monatsgehalt verzichten. In diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten müsse der Arbeitgeber sparen. Deshalb lud er die angestellte Altenpflegerin zu einem Einzelgespräch in das Büro des Personalleiters ein. Die Altenpflegerin erklärte, dass sie nur zusammen mit ihren Kolleginnen über die Verminderung des 13. Gehalts verhandeln werde und nicht alleine. Dies lehnte der Personalleiter ab und erteilte ihr eine Abmahnung. Da auch Gespräche mit dem Arbeitgeber zu den arbeitsvertraglichen Pflichten gehören würden und sie diese
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Was die Kleiderordnung angeht, so herrschen in den deutschen Büros ganz unterschiedliche Einstellungen und Vorgaben. Es gibt Betriebe, die eine einheitliche Kleiderordnung fordern. Dies können sie tun, beispielsweise per arbeitsvertraglicher Vereinbarung. Ist ein Betriebsrat vorhanden, unterliegt die Einführung einer Kleiderordnung allerdings dem Mitbestimmungsrecht. So sieht es aus, wenn der Arbeitgeber Dienstkleidung einführen will. Was ist aber, wenn die Arbeitnehmer ihrerseits eine bereits bestehende Kleiderordnung ändern wollen?
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von Thomas am 28.07.2010, 07:56 Uhr , Kategorie: Allgemein, Arbeitsmarkt, Lohn und Gehalt

Dass die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland zunimmt ist eine gute Meldung für alle Jobsuchenden. Weniger gut ist allerdings, dass dieses Wachstum vor allem im Niedriglohnbereich stattfindet.

So werden immer mehr Arbeitnehmer mit Billiglöhnen von teilweise unter fünf Euro pro Stunde abgespeist. Wie Spiegel Online berichtet arbeiten in Deutschland derzeit mehr als sechs Millionen Menschen für Dumpinglöhne. Das sind 20% aller Beschäftigten. In den letzten zehn
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Während arbeitgeberseitig manche Propagandaabteilungen nach wie vor destruktiv herumnölen, dass junge Menschen, die heutzutage neu auf dem Arbeitsmarkt erscheinen, immer fauler und dümmer seien, gibt es ersten Hoffnungsschimmer, dass ein Umdenken stattfindet. Kein Wunder, denn die demografische Entwicklung zwingt dazu. Bereits im Jahr 2020 droht ein Fachkräftemangel von zwei Millionen Menschen! Und das ist erst der Anfang. Was also liegt näher, als das vorhandene Potenzial so gut wie möglich auszunützen. Bislang konnten es sich die Bestimmer auf dem Arbeitsmarkt leisten, sog. schwer vermittelbare junge Arbeitnehmer links liegen zu lassen. Doch mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass man auch als „anspruchsvolles“ Unternehmen nicht mehr länger darauf vertrauen könne, wie bisher die Sahnehäubchen der ins Arbeitsleben strömenden Generation einfach so abzuschöpfen.

Fakt ist, dass junge Menschen immer weniger werden. Und somit wird unweigerlich auch die Gruppe der Einser-Schüler und Begabten schrumpfen. Andererseits bleibt der Bedarf an guten Abgängern auf dem Arbeitsmarkt auch zukünftig unverändert hoch. Eine Lösung liegt auf der Hand: Viel mehr Unternehmen als bisher müssen
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von Thomas am 23.07.2010, 07:40 Uhr , Kategorie: Allgemein, Rechtsprechung

Ein Verbot der privaten Benutzung von Mobiltelefonen während der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber ist rechtens (LAG Rheinland-Pfalz, Aktenzeichen: 6 TaBV 33/09). Der Betriebsrat hat hierbei kein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG (Ordnungsverhalten).

Nach Ansicht der Richter gehört es „zu den selbstverständlichen Pflichten eines jeden Mitarbeiters, während der Arbeitszeit das Handy weder aktiv noch passiv zu benutzen.“ Mit dem Verbot stellt
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Datenschützer haben KiK schon länger auf dem Kieker, jetzt scheint sich der Verdacht zu erhärten: der Textildiscounter soll systematisch die Vermögensverhältnisse seiner Mitarbeiter auskundschaftet haben, um verschuldete Mitarbeiter zu entlassen, meldet Tagesschau online.

KiK soll regelmäßig bei Fa. Creditreform nachgefragt haben, wie es so um die Vermögensverhältnisse seiner Mitarbeiter bestellt ist. Allein in den Jahren 2008 und 2009 in über 49.000 Fällen. Diese Praxis ist schon seit längerem bekannt. Jetzt hat ein ehemaliger Bezirksleiter, Guido Halgestede, erklärt,
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Erst berichte die Zeitung Die Welt darüber, danach Spiegel Online: Der Krankenstand bei Deutschlands Arbeitnehmern sei im ersten Halbjahr 2010 von 3,24 auf 3,58 Prozent gestiegen. „Sprunghaft angestiegen“ heißt das bei der Welt, von einem „höchsten Niveau seit fünf Jahren“ wird bei Spiegel Online geschrieben. Und: „Die Deutschen lassen sich wieder häufiger krankschreiben“. Dass die Formulierung „krankschreiben lassen“ dabei unterstellt, man mache „blau“, soll nur am Rande erwähnt sein.

Das eigentliche Thema ist: Was genau steckt hinter diesen neuen Krankenstandsdaten? Das Bundesgesundheitsministerium erhält regelmäßig zu einem bestimmten Stichtag, zumeist am Ersten des Monats, gemeldet, wieviele Mitglieder des gesetzlichen Krankenkasse eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt haben. Der weitere Verlauf der Krankheit wird nicht abgebildet, es geht nur um diesen einen Tag im Monat. Ursachen sind nicht ersichtlich, auch nicht die tatsächliche Dauer, weswegen die Krankenkassen selbst auch keinerlei Interpretation vornehmen. Man muss auf die Zahlen und deren Entwicklung hier gar nicht näher eingehen, denn: Mit diesen relativ aussagelosen Daten verbietet es sich seriöserweise von selbst, irgendwelche Rückschlüsse zu ziehen. Das Ministerium weist erstaunlicherweise
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von Peter am 09.07.2010, 12:32 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

So, liebe autoritär denkende und schroff auftretende Abteilungsleiter, Vorgesetzte und sonstige Führungskräfte. Da gibt es bestimmt etliche unter Euch, die schon von jeher der Meinung waren, dass sich das anvertraute Humankapital mit zackigem Ton und abweisendem Gehabe letzlich immer noch am besten steuern lässt. Da läuft der Laden dann wie von selbst, stimmts („Respekt, der Meier hat seine Leute vielleicht im Griff…“)? Diejenigen, die dagegen bisher zaghaft der Meinung waren, in solchen bürokriegsähnlichen Konstellationen könne eigentlich nicht besonders viel Gescheites herauskommen, dürfen sich nun durch das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Aberdeen bestätigt fühlen. Deren Ergebnis lautet: Rüpelhafter und ruppiger Umgang bei der Arbeit führt zu einer höheren Fehlerquote. Es muss ja nicht immer alles gleich
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