von Peter am 03.07.2015, 14:41 Uhr , Kategorie: Industrie 4.0

DigitalisierungWie ist das eigentlich, wenn die Politik eine Expertenkommission ins Leben ruft? Ist dann das Thema, um das es geht, wahnsinnig heiß, ist es viel eher schon längst durch oder ist es in Wahrheit so fad, dass man es lieber erst mal in andere Gremien abschiebt und dadurch zumindest Aktionismus vorgibt?

Industrie 4.0 – schon mal gehört? Das ist eines dieser Themen, die begrifflich noch recht neu, inhaltlich aber schon etwas älter sind und die unter diesem Namen gerade erst jetzt mit der Heavy Rotation im Medienbetrieb so richtig begonnen haben. Industrie 4.0 – liest man gerade überall.

Kurze und knackige Beschreibungen, was das ist, sind rar. Industrie 4.0 ist ganz pauschal ein Begriff, der mit den immer digitaler werdenden Arbeitswelten zusammenhängt. Im Bereich des industriellen Sektors, in dem rund 25% der hiesigen Arbeitnehmer beschäftigt sind, geht es um umfassend miteinander vernetzte Produktionsprozesse. Wikipedia erklärt es etwas fundierter.

Industrie 4.0 betrifft zumindest indirekt auch rechtliche Bereiche, die für jeden Betriebsrat essentiell sind

Im Rahmen des IT-Gipfels der Bundesregierung wurde vor einiger Zeit eine solche – eingangs erwähnte – Expertenkommission eingesetzt, die sich mit der Digitalisierung der Arbeitswelt befassen soll. Vor wenigen Tagen traten nun die 26 Herrschaften,
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Die FDP zieht mit einem sog. „Bürgerprogramm“ in den Wahlkampf. Erster Eindruck: Toller Name. Klingt volksnah. Einen Gegenentwurf zu SPD und Grünen habe man anbieten wollen. Das Ziel: „Damit Deutschland stark bleibt“. Die Parole: „Nur mit uns“. Vor vier Jahren hieß das Ding noch „Deutschlandprogramm“ und die Mitte sollte gestärkt werden. Jetzt nun Deutschland zurückgestuft in den Untertitel und dafür weg von der Mitte? Was hat sich denn da verschoben? Oder egal, weil das alles eh nur Worthülsen sind? Gedroschene Phrasen, die nach Beliebigkeit ausgetauscht werden? Wir wissen es nicht. Bis auf das: Die FDP setzt unüberraschenderweise wieder auf ihr einverleibtes Thema Wirtschaft und dreht auch den wohlklingenden Begriff der Liberalität wieder mehr auf als früher.

95 Seiten später sind wir schlauer: Arbeitsrecht steht nicht im Fokus der Partei. Das aber würde uns interesieren. Sind sie nicht vorrangig zuständig, kommt einem vor. Ist wohl auch so. Dennoch gibt es ein paar Kernaussagen. Also auf zum Schnell-Check!

Check 1 – Betriebsrat

Der Begriff „Betriebsrat“ kommt im Programm der FDP null mal vor (nicht nur tatsächlich, sondern auch gefühlt…). Die Institution ist offenbar weniger bekannt.
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von Peter am 27.07.2012, 16:20 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die Olympischen Spiele in London beginnen. Endlich! Ein Blick ins Programm verrät: Es wird richtig viele Fernsehübertragungen geben. Super, denn was gibt es tolleres als spannende Sportübertragungen! In der Früh geht’s los und erst spät in der Nacht wird Schluss sein. Siebzehn Tage voller Entscheidungen und Dramatik. Plötzlich rücken wieder Sportarten in den Mittelpunkt, für die sich die meisten das letzte Mal vor vier Jahren, also bei den Spielen in Peking, interessiert haben: Bogenschießen etwa, Rudern, Gewichtheben, Turmspringen, lauter richtig tolle Sachen, die auf einmal wieder im Zentrum des Interesses stehen, wenn es plötzlich um nichts Geringeres als olympisches Gold geht!!

Aber wie ist es mit dem Arbeitsrecht? Viele Beschäftigte möchten auch während ihrer Arbeitszeit gerne wichtige Entscheidungen live verfolgen und mit den Athleten mitfiebern. Eine holprige Sache…  Auch diesmal gilt, was Kollegin Susanne
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von Susanne am 06.06.2012, 15:12 Uhr , Kategorie: Allgemein

Bald ist es wieder so weit: Am Freitag startet die Fußball-Europameisterschaft. Allerhöchste Zeit also, noch einmal darüber nachzudenken, wie sich Fußball mit dem Arbeitsrecht verträgt. Eigentlich ganz einfach: Auch während der EM gibt es im Arbeitsrecht keinen Ausnahmezustand. Ob und wie fußballbegeisterte Mitarbeiter die EM am Arbeitsplatz verfolgen dürfen, entscheidet deshalb allein der Arbeitgeber – auch ohne offizielles EM-Verbot! Da können Arbeitnehmer nur auf großzügige Chefs bauen. Glück hat, wessen Arbeitgeber ebenfalls glühender Fußballfan ist.

Grundsätzlich gilt:
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von Peter am 12.04.2011, 13:11 Uhr , Kategorie: Interview

Was für so manchen Seminarveranstalter eine ziemlich befremdliche Vorstellung sein dürfte, hat die Bochumer Politikwissenschaftlerin Britta Rehder nun in einem Interview mit der taz näher skiziert: „Das Arbeitsrecht erodiert„. Arbeitsrechtliches Denken werde sich in Zukunft verändern, es werde vom rein vertragsrechtlichen Denken abgelöst. Für Arbeitnehmer eine schlechte Nachricht, da die damit verbundene Gleichordnung der beiden Parteien Arbeitgeber und Arbeitnehmer auswegslos zu Lasten der Beschäftigten gehen müsse.

Starke These, schwache Begründung: Rehder macht diese Entwicklung
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Wie zu jedem Jahreswechsel, hat sich auch am 1.1.2011 im Arbeits- und Sozialrecht wieder vieles geändert. Hier ein Überblick:

Arbeitslosenversicherung

Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung steigt von 2,8 auf 3,0 Prozent. Bei einem Einkommen von 2.500 Euro pro Monat, bedeutet das eine Steigerung um 2,50 Euro für den Beschäftigten.

Beitragsbemessungsgrenze

Darunter versteht man die Grenze, bis zu der
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Dies ist eine zentrale Forderung von Prof. Dr. Gregor Thüsing (Uni Bonn), Vorstandsmitglied des Deutschen Juristentages.

Nach Meinung des Wissenschaftlers ist das deutsche Arbeitsrecht veraltet. Unsere arbeitsrechtlichen Gesetze passen nicht mehr in die moderne Gesellschaft. Grund dafür ist, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse wie z.B. Zeitarbeit, befristete Stellen und Teilzeitarbeitsplätze immer weiter zunehmen.

Hierauf muss der Gesetzgeber reagieren. Insbesondere muss darauf geachtet werden, dass Arbeitnehmer von ihrem Verdienst auch leben können. Die wirtschaftlichen
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von Thomas am 01.09.2010, 08:03 Uhr , Kategorie: Allgemein, ifb intern, Seminare

Nirgends schwirrt wo viel gefährliches Halbwissen durch die Gegend wie im Arbeitsrecht. Jeder meint irgendetwas zu wissen oder zumindest schon mal was gehört zu haben. Auf Spiegel Online ist ein Arbeitsrechtsquiz mit zehn spannenden Fragen zu finden: Allesamt hoch interessant und praxistauglich für Betriebsräte. Testen Sie doch einfach gleich mal Ihr Wissen – es macht sogar Spaß.

Sollten Sie in´s Straucheln kommen: Alle Fragen
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von Peter am 17.02.2010, 08:41 Uhr , Kategorie: Allgemein

Die sozialen Netzwerke im Internet werden immer beliebter. Weltweit nutzen sie bereits viele Hundert Millionen Menschen: In Deutschland schätzt man, dass es schon knapp vier Millionen Benutzer gibt, die bei einer der beliebtesten „social communitys“, bei Facebook angemeldet sind. Tendenz: weiterhin steigend!

Das ganze ist mittlerweile so dynamisch geworden, dass immer mehr Bereiche von Berufs- und Privatleben davon betroffen sind, sich häufig auch miteinander vermischen. Nicht immer läuft das problemlos ab. Juristen berichten, dass in etlichen Bereichen ganz neue Rechtsfragen aufgeworfen werden: Diese reichen vom Arbeitsrecht über das Urheberrecht bis hin zum Strafrecht. Nun reagieren die ersten Unternehmen: Denn immer mehr Arbeitnehmer tauschen sich während ihrer Arbeitszeit mit Freunden und Bekannten bei Facebook aus. Häufig wird dann
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