Er war Öffentlichkeitsarbeiter bei der SPD, Leiter des Bundestagswahlkampfs und Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt und Helmut Schmidt: Es dürfte nicht viele geben, die sich so gut im Politikbetrieb der letzten Jahrzehnte auskennen wie Volkswirt Albrecht Müller. Seit über zehn Jahren ist er Mitherausgeber der Nachdenkseiten, die gegen Meinungsmache und Kampagnenjournalismus kämpfen. Und das mit Erfolg: Bis zu 50.000 Besucher werden täglich auf der Webseite www.nachdenkseiten.de gezählt.

Im Interview mit der Zeitschrift „der betriebsrat“ (Ausgabe 1/2011, pdf-Datei ca. 71 KB) verdeutlicht Müller, wie wichtig ein kritischer Journalismus und unabhängige Medien für unsere Gesellschaft sind. Dabei möchte er ausdrücklich auch Betriebsräten mit seinen
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Pünktlich zu Jahresbeginn haben viele BR-Gremien damit begonnen, ihre Fortbildungspläne für 2011 aufzustellen. Neugewählte Betriebsratsmitglieder, die im Wahljahr 2010 ein Einführungsseminar zu den Grundlagen im Betriebsverfassungsrecht besuchten, werden im laufenden Jahr ihr Basiswissen aufstocken. Seminarthemen wie Betriebsverfassungsgesetz Teil II und Teil III, aber auch Schulungen zum individuellen Arbeitsrecht, auf denen auch das für Betriebsräte sehr wichtige Thema Kündigungsrecht erklärt wird, stehen jetzt im Mittelpunkt des Interesses. Bei vielen Veranstaltern laufen im Januar die Telefone heiß. So auch beim ifb, dem Institut zur Fortbildung von Betriebsräten, das Deutschlands größte Seminarauswahl für Betriebsräte anbietet. Institutsleiter Hans Schneider erklärt: „Im Betriebsrat wird es nie langweilig. Kein
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von Peter am 20.12.2010, 15:07 Uhr , Kategorie: Allgemein

Im Juli 2009 berichtete der Betriebsrat Blog über schwere Vorwürfe, die von der Gewerkschaft ver.di gegenüber dem vor allem in Süddeutschland aktiven Möbelhändler XXXLutz erhoben wurden: Von zahlreichen zum Teil massiven Arbeitszeitverletzungen war da die Rede und von einem ziemlich rüden Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Nun gerät das Unternehmen kurz vor Weihnachten erneut in heftige Kritik. Nach einem Bericht von Spiegel Online werfen Betriebsräte und ver.di dem Konzern sog. „Scheckbuch-Mitbestimmung“ vor. Besonders kritische Arbeitnehmervertreter sollen mit Geld mundtot gemacht worden sein.
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von Peter am 26.11.2010, 13:09 Uhr , Kategorie: Allgemein

Unter einer „Regalschlampe“ versteht man eine im Verkauf beschäftigte Buchhändlerin. So in etwa soll die Sprechweise auf der Managementebene eines der Unternehmen der Deutschen Buchhandels KG lauten, dem wahrscheinlich mächtigsten Zusammenschluss im deutschen Bucheinzelhandel. Das behauptet  eine betroffene Kommentatorin im Hugendubel Verdi Infoblog. Die Münchner Abendzeitung rief jetzt den Arbeitskampf 2.0 aus und berichtete über „Blog-Zoff „, bei dem sich Gewerkschaftler und Angestellte kritisch mit den hausinternen Zuständen bei der bundesweit bekannten Buchhandelskette auseinandersetzen. Ver.di Bayern richtete das Internet-Tagebuch am 01.09.2010 ein. Nach Aussage der Macher soll damit die Unternehmenspolitik konsequent von unten hinterfragt werden. Die Themen sind vielfältig: Filialschließungen, der bedeutende Zusammenschluss von Hugendubel, Weltbild-Verlag und anderen zur „DBH“-Holding im Jahr 2006 mitsamt den Folgen, der neue Manteltarifvertrag im Buchhandel, die Ausbeutung von Auszubildenden und vieles mehr. Der Blog greift die Themen auf, kommentiert sie und regt zu Diskussionen unter den Mitarbeitern an. Und das mit großem Erfolg und wachsender Aufmerksamkeit: Tausende von Besuchern auf der Website, Hunderte von Kommentatoren im Blog und immer wieder Berichte in der Tagespresse bestätigen das.

Belegschaften anderer Betriebe stellen ähnliche Seiten ins Netz: Mitarbeiter des Weltbild-Verlages beteiligen sich bereits seit Mai 2009 am Weltbild Verdi Infoblog. Das Gartencenter Dehner mit seinen über 100 Filialen und den rund 5.000 Mitarbeitern veröffentlichte erst vor wenigen Tagen den Dehner Verdi Infoblog. Der erste Beitrag läßt bereits erahnen, was hier in Kürze los sein wird:
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Hamburg-Sasel, Niederpöcking, Hattingen – diese Orte stehen für drei bekannte und renommierte gewerkschaftliche Tagungszentren: Das Bildungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB konzentriert hier die Betriebsratsqualifizierung.  In Hamburg-Sasel und in Niederpöcking soll damit zum 31.12.2011 Schluss sein. Das DGB-Bildungswerk (BW), Betreiber der Einrichtungen, gab im Oktober bekannt, beide Zentren schließen zu wollen. Zur Begründung verwies Geschäftsführer Dieter Eich auf die angeblich zu hohen Kosten. Er kündigte an, Schulungsveranstaltungen zukünftig, wie es auch bei anderen Veranstaltern üblich ist, in Hotels durchzuführen. Und das, obwohl das Bildungswerk in seiner Selbstdarstellung (pdf-Datei, 1,41 MB) unter dem Motto „Bildung braucht Orte“ ausdrücklich auf die sog. Lernumwelt der Tagungszentren verweist und betont, wie wichtig diese Einrichtungen für einen optimalen Lernerfolg seien.

Na ja,so wichtig dann offenbar doch wieder nicht! Die Ankündigung der Schließung entfachte einen Sturm der Empörung bei Betriebsräten, Einzelgewerkschaften und Referenten des Bildungswerkes.
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Vor wenigen Tagen wurde eine neue Info-Plattform freigeschaltet, die sich an Interessenvertreter aus Krankenhäusern, Kliniken und Pflegedienst richtet. Für Arbeitnehmervertreter werden hier zahlreiche Informationen, Artikel aus Fachzeitschriften im Volltext und Literaturtipps angeboten.

Link zum Portal

Gleichzeitig ist beim ifb -Institut zur Fortbildung von Betriebsräten- ein neues spezielles Schulungsangebot für 2011
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Eine sehr große Mehrheit der deutschen Betriebsräte befürwortet einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Befragung unter 2.000 repräsentativ ausgewählten Arbeitnehmervertretern, die vom wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung durchgeführt wurde. Satte 89 Prozent sprachen sich dabei für die Einführung einer generellen Lohnuntergrenze aus. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchis, erklärt dies so: „Betriebsräte erleben in ihrem betrieblichen Alltag hautnah, wie das Tarifsystem in den vergangenen 15 Jahren erodiert ist und wie sich Niedriglöhne ausgebreitet haben.“ Auch wie hoch ein allgemeiner Mindestlohn sein sollte, wurde bei den Befragten ermittelt: Im Schnitt haben sich diese dabei für
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von Thomas am 25.10.2010, 16:25 Uhr , Kategorie: Allgemein

An eine Betriebsvereinbarung muss man sich halten und zwar sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite.

Was kann aber ein Betriebsrat unternehmen, wenn sein Arbeitgeber trotz Ermahnungen immer wieder gegen eine bestimmte Betriebsvereinbarung verstößt? Kann er beantragen, dass der Arbeitgeber dann eine Geldstrafe bezahlen muss oder dass er für ein paar Wochen eingesperrt wird?
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von Peter am 13.10.2010, 15:03 Uhr , Kategorie: Leiharbeit

Mitte September haben sich mehr als 5.000 Betriebsräte an einer Umfrage der IG Metall zur aktuellen Situation bei der Leiharbeit beteiligt. Die Ergebnisse sind laut Gewerkschaft alarmierend: Der Missbrauch von Leiharbeit nehme rasant zu, der Abbau der Stammbelegschaften sei in vollem Gange. Der nach der Wirtschaftskrise neu entstandene Arbeitskräftebedarf werde zu 85% über Leiharbeit und befristete Arbeitsverhältnisse abgedeckt. Bei nur 15% der aktuellen Neueinstellungen handele es sich um klassische unbefristete Arbeitsverhältnisse.

Derweilen erreicht die Zahl der Leiharbeiter nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft wieder die alten Höchststände wie vor der Wirtschaftskrise: Im Juni 2010 existierten rund
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Ein gutes deutsches Fernsehspiel über Wirtschaftskriminalität“ und „Eine Geschichte der Intrige, die Platz lässt für Humor und Leidenschaft“, urteilt die Süddeutsche Zeitung von heute. Betriebsratsaffäre, Schmiergeldaffäre, Liebesaffäre – es ist alles dabei, was das Herz begehrt. Im Mittelpunkt des Spielfilms „Im Dschungel“ steht der Arbeiter Frank Sperber. Frank verliebt sich in die ehrgeizige Managerin Marie. Dann erfährt er, dass ein Teil des Stahlwerkes, für das er arbeitet, in die Hände eines ausländischen Investors fallen und abgestoßen werden soll. Er lässt sich in den Gesamtbetriebsrat der Muttergesellschaft wählen. Nun sitzt er zwischen den Fronten und muss kämpfen. Für seine Heimat, seine Kollegen, seine Liebe. Sehr spät merkt er, wie man ihn von allen Seiten benutzt hat und wie er manipuliert wurde. Zu spät?

Die ARD zeigt diesen Film heute Abend um 20:15 Uhr.

Ines