von Peter am 24.01.2013, 15:07 Uhr , Kategorie: Betriebsrat, ifb intern, Seminare

Wenn es um Weiterbildung und praxisnahe Wissensvermittlung geht, entscheiden sich viele Betriebsräte für einen Seminarbesuch. Die Auswahl ist groß: Schulungen gibt es für so ziemlich jede Situation im Betriebsrat. Für Anfänger, Fortgeschrittene aber auch für Profis. Inhaltlich geht es häufig um die Grundlagen im Arbeitsrecht und im Betriebsverfassungsrecht, um rechtliche Spezialthemen aber auch um Rhetorik, Gesundheitsschutz, Datenschutz, Demografischer Wandel und vieles mehr.

Das ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten ist einer der wichtigsten Anbieter in diesem Bereich. Heuer kann es sein 25 jähriges Firmenjubiläum feiern. Aus diesem Grund will das ifb von Betriebsräten wissen: Haben Seminare Ihre Betriebsratsarbeit verändert? Konnten Sie das auf einem Seminar erlernte Wissen später für eine wichtige Sache im Betrieb einsetzen? Welche Geschichte haben Sie auf Lager? Erzählen Sie sie uns! Wenden Sie sich bitte per Mail bis spätestens 5. Februar 2013 an die Redaktion des Betriebsrat Blogs. Alles weitere erfahren Sie dann von uns persönlich!

Mail an die Redaktion

 Bildquelle: @ Nikada – iStockphoto

Eine gut organisierte und durchdachte Betriebsratswahl ist das A und O für eine erfolgreiche neue Amtszeit. Und: Es ist nie zu früh, an die nächsten Betriebsratswahlen zu denken. Denn die zahlreichen Regelungen zur BR-Wahl lassen selbst „Alte Hasen“ schon einmal den Durchblick verlieren.

Um Betriebsräte und Wahlvorstände noch besser unterstützen zu können, haben wir zusätzlich zu dem umfangreichen Informations-Angebot auf www.brwahl.de unsere Community um einen Baustein erweitert: Neben den Foren „Betriebsrat gründen“ und „Betriebsratswahl“ (der BETRIEBSRAT BLOG berichtete) können sich Betriebsräte und Wahlvorstände ab sofort auch auf unserer Facebook-Seite „Betriebsratswahl“ mit Kollegen austauschen und sich über Neues aus Rechtsprechung & Co informieren. Neben Tipps und Tricks für einen reibungslosen Ablauf der BR-Wahl erhalten Sie hier regelmäßig Informationen über Aktionen und Service-Angebote des Schulungsanbieters ifb Institut zur Fortbildung von Betriebsräten zur Betriebsratswahl.

Hier geht’s zur neuen Facebook-Seite „Betriebsratswahl“

„Das müssen Sie uns schon glauben, liebe Kollegen! Die Maßnahmen der Geschäftsleitung sind absolut alternativlos, denn wir müssen sparen, sparen, sparen. Unsere Zahlen sind schlechter als im Vorjahr. Das müssten Sie doch wissen, wenn Sie die letzte Bilanz gelesen und verstanden haben!

Tja, klare Ansage. Da dürfte der ein oder andere schon schlucken. Aber frech ist das auch! Ganz beliebt erscheint folgender Trick: Möchte man jemand argumentativ kaltstellen, dann behauptet man etwas, von dem man weiß, dass der andere es nicht oder kaum nachprüfen kann. Entweder weil es schlicht und einfach nicht überprüfbar ist oder weil es zwar an sich überprüfbar wäre, dies aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht passieren wird, mangels Sachkenntnis oder fehlendem Verständnis beim Gegenüber. Kann man in vielen Besprechungen beobachten…

Das richtige Lesen einer Bilanz, das umfassende Verständnis des Jahresabschlusses, die korrekte Berechnung und Interpretation von Unternehmens-Kennziffern – das ist ohne Studium nicht machbar, oder? „Na ja, das wäre sicher das Beste. Aber für meine Tätigkeit im Wirtschaftsausschuss kann ich doch nun wirklich nicht einfach noch ein Studium nachlegen. Wie soll denn das gehen?“ Diese Aussage stammt von Roland Egertz, Betriebsrat und Mitglied im Wirtschaftsausschuss (WA) bei den Stadtwerken Augsburg. Der Betriebsrat Blog traf ihn
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Sie können es nicht lassen! Nachdem im Jahr 2008 die Firma Lidl wegen illegaler Mitarbeiterüberwachung in den Schlagzeilen war, gerät nun Konkurrent Aldi Süd in unangenehm gleißendes Rampenlicht. Das Nachrichtenmagazin SPIEGEL besitzt ausführliche Informationen eines Detektivs, der mehrere Jahre für Aldi Süd gearbeitet hat. Dieser erhielt die Anweisung, Mitarbeiter des Unternehmens gezielt zu überwachen.

So soll er über den Spinden der Beschäftigten in der Umkleidekabine mobile Mini-Spionkameras zur Bespitzelung installiert haben. Private „Auffälligkeiten“ sollten ebenso mitgeteilt werden wie berufliche: wenn jemand zu langsam arbeitete war dies zu melden, Mitarbeiter, die ein Verhältnis miteinander hatten,
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Das „Forum für Betriebsräte und betriebliche Interessenvertreter“ auf betriebsrat.de  ist eines der umfangreichsten Angebote, wenn es darum geht, Fragen rund um die betriebliche Mitarbeitervertretung mit Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren. 2004 gegründet sind dort mittlerweile an die 6.000 Benutzer registriert, von denen mittlerweile über 50.000 Beiträge geschrieben wurden. Das Forum wird vor allem wegen seiner fachlichen Kompetenz von vielen Betriebsräten als erste Anlaufstelle bei rechtlichen Fragen und Unklarheiten sehr geschätzt. Für Betriebsräte gibt es ein Hauptforum, das thematisch in 10 „Unterforen“ aufgeteilt ist. Daneben bestehen eigene Foren für Mitglieder im Wirtschaftsausschuss, Vertrauensleute der Schwerbehindertenvertretung sowie die JAV’is, also Jugend- und Auszubildenendenvertreter.

Die große Palette wurde nun um ein neues Forum zum Thema „Betriebsrat gründen“ erweitert. Das Forum soll denjenigen Hilfe anbieten, die sich mit dem Gedanken der Gründung eines neuen Betriebsrats beschäftigen. Dabei stellen sich normalerweise viele rechtliche aber auch praktische Fragen? Ist unser Betrieb überhaupt groß genug für einen Betriebsrat? Was machen wir, wenn der Chef
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von Susanne am 18.09.2012, 13:59 Uhr , Kategorie: Betriebsrat

So lautet der Titel eines aktuellen Quiz auf ZEIT ONLINE. Prinzipiell eine super Idee: Ein bisschen Aufklärung in Bezug auf das Ehrenamt Betriebsrat kann schließlich nicht schaden. Und immerhin wurden sogar – zum Zeitpunkt meiner eigenen Teilnahme – durchschnittlich 58 % der Fragen richtig beantwortet!

Schade nur, was bei Frage 8 als richtige Antwort vorgegeben wird, in welcher es um das Recht auf Fortbildung geht:

Frage: Haben Betriebsräte ein Recht auf Weiterbildung? 

„Richtige“ Antwort: Ja, vier Wochen im ersten Jahr ihrer Tätigkeit, wenn sie noch nie Betriebsräte waren, drei Wochen in jedem weiteren Jahr ihrer Amtszeit.

Das stimmt so natürlich nicht ganz: Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass jedem Betriebsratsmitglied pro Jahr nur drei oder vier Seminarwochen zur Verfügung stehen. Das trifft nicht zu, denn dies gilt nur für den zusätzlichen Bildungsurlaub der Betriebsräte gemäß § 37 Abs. 7 BetrVG. Wie oft ein Betriebsrat Anspruch auf Seminarbesuche hat, richtet sich allein nach der jeweiligen Erforderlichkeit. Bei Seminaren nach § 37 Abs. 6 BetrVG entscheidet das Betriebsratsgremium im Rahmen der Verhältnismäßigkeit selbst, wie viele Seminare in der momentanen Situation erforderlich sind. Eine starre Begrenzung gibt es nicht.

Bildquelle: © ras-slava – Fotolia.com

Fast ein Fünftel der Arbeitnehmer in Deutschland wird unterhalb der vorhandenen Qualifikation beschäftigt. Das ist das Resultat einer von der IG Metall Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen Studie der Universität Hohenheim. 17,6 % der Arbeitnehmer mit einem berufsqualifizierenden Bildungsabschluss (Facharbeiter) sind als unterwertig beschäftigt beziehungsweise überqualifiziert einzustufen. Bei den Akademikern liegt die Quote mit 18,9 % noch höher. Der Anteil der unterwertig Erwerbstätigen hat sich im Ergebnis seit den 1980er Jahren deutlich erhöht.

Beispielsweise gibt es den Ingenieur, der nicht entwickelt, sondern durch Routineaufgaben in Verwaltung oder Fertigung gebunden ist. Oder den Facharbeiter, dessen eigentliche Qualifikation an Wert verliert, da er an keiner Weiterbildung teilnehmen darf. Gründe für das hohe Ausmaß der Beschäftigung unterhalb des Niveaus der individuellen Qualifikation sowie die ungleiche Betroffenheit gibt es verschiedene, so die Studie. Relevant sind danach
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Beim Wuppertaler Handelsunternehmen EDE ist seit vorletztem Jahr eine heftige gerichtliche Auseinandersetzung zwischen der früheren Betriebsratsvorsitzenden und dem Arbeitgeber in Gange. Folgendes ist passiert: Ab November 2010 erhielt die BR-Vorsitzende mehrere, darunter auch fristlose, Kündigungen, denen vom Betriebsrat zugestimmt worden ist. Die Gründe: Beleidigung und Bedrohung anderer Betriebsratsmitglieder, Aufbewahrung eines „Tierabwehrgeräts“ (ach du liebe Güte, sowas wie das hier etwa?)  im BR-Büro sowie Vortäuschung der Arbeitsunfähigkeit, da die Betriebsrätin während ihrer „AU“ sowohl an einem Segeltörn als auch an einer Kinderfreizeit teilgenommen habe. Seit dem Jahr 2011 wird nun vor dem Arbeitsgericht Wuppertal über die von ihr erhobenen Kündigungsschutzklagen verhandelt.

Zwischenzeitlich reichte die Betriebsrätin noch eine weitere Klage ein: Sie verlangte von ihrem Arbeitgeber insgesamt 420.000 Euro Entschädigung und Schmerzensgeld wegen
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von Peter am 18.01.2012, 15:45 Uhr , Kategorie: Betriebsrat

Ein ehemaliger Betriebsrat ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Damit wurde sein großer Einsatz zur Rettung von 1.000 Arbeitsplätzen gewürdigt. Nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks war der heute 67 Jahre alte Walter Maier im Jahr 2004 als Betriebsratsvorsitzender maßgeblich daran beteiligt, dass 1000 Arbeitsplätze der Firma Bosch in Ansbach nicht ins Niedriglohnland Ungarn verlagert wurden. „Das Wunder von Ansbach“ hatte man die Aktion genannt (siehe ausführlichen Bericht auf stern.de).

Als es mit dem Stellenabbau damals richtig ernst wurde, hatte Betriebsrat Maier nach Rücksprache mit der Gewerkschaft dafür gesorgt, dass eine Unternehmensberatung ins Haus kommt. Jawohl, richtig gelesen: Nicht der Arbeitgeber hat die unbeliebten Jungs geholt, sondern die Mitarbeitervertretung. Das war  aufsehenerregend! Zwei Jahre hat man verhandelt bis 2007 eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen wurde, deren Kernstück eine Arbeitsplatzsicherung bis zum Jahr 2015 bildete.

Bildquelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – fast alle Unternehmen behaupten mittlerweile von sich, familienfreundlich zu sein. Stolze 99 Prozent seien es, so lauten zumindest offizielle Angaben des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall. Im Juli und August 2011 befragte die IG Metall nun mehr als 4.000 Betriebsräte zu ihren eigenen Erfahrungen mit diesem Thema im Betrieb. Und siehe da: Das Ergebnis gibt doch ein etwas anderes Bild ab! Kurz zusammengefasst heißt das:

  • Arbeitgeber fördern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nur unzureichend;
  • Betriebsräte werden vom Unternehmen bei derartigen Maßnahmen kaum unterstützt;
  • die Initiative für solche Maßnahmen gehe zu etwa zwei Drittel vom Betriebsrat aus;
  • Leiharbeitnehmer werden bei dem Thema diskriminiert.

Ein Befragter meinte dazu, dass es immer schwieriger werde,
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