Jedes Jahr beginnt mit vielen guten Vorsätzen. Einer davon könnte der Wechsel in einen neuen Job sein. Haben Sie schon Bewerbungen geschrieben? Dann Vorsicht! Laut einer Studie des Hightech-Verbands Bitkom verlassen sich Personaler nicht mehr nur auf Bewerbungsunterlagen. Inzwischen sucht jeder zweite von ihnen bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern weitere biographische Daten der Bewerber im Internet. Ein Fünftel der Unternehmen (21 %) recherchiert in sozialen Online-Netzwerken, die einen beruflichen Schwerpunkt haben, zum Beispiel Xing oder LinkedIn. 19 % aller Unternehmen suchen aber auch in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ.

Rechtlich ist es laut Bitkom nach wie vor zulässig, im Internet nach Bewerbern zu suchen. Ein Gesetz der Bundesregierung zum Mitarbeiterdatenschutz, das auch diesen Punkt regeln sollte, befindet sich bereits seit längerer Zeit in parlamentarischen Beratungen.
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von Susanne am 19.12.2011, 14:47 Uhr , Kategorie: Europa, Gleichberechtigung

Wird ein Bewerber unter Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) abgelehnt, kann er unter Umständen einen Entschädigungsanspruch gegen das Unternehmen nach § 15 AGG geltend machen. Dabei wäre es für den klagenden Bewerber außerordentlich nützlich, wenn er vom Arbeitgeber Informationen über die Ablehnungsgründe erhalten würde. In Deutschland hat ein Bewerber zur Zeit weder auf Basis des AGG noch auf Basis von anderen Gesetzen einen entsprechenden Auskunftsanspruch. Das kann sich jedoch bald ändern: Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat die Frage nach einem Auskunftsrecht verschmähter Bewerber dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgelegt (Az.: C-415/10). Eine Entscheidung wird für Anfang 2012 erwartet.

Doch welche Konsequenzen hätte das für die Praxis? „Wenn der Auskunftsanspruch kommt, müssen sich die Arbeitgeber warm anziehen“
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Im Schnellverfahren zum neuen Job! Was bei der Liebe funktioniert, könnte auch in der Jobsuche funktionieren – so lautet die Idee dieses neuen Konzepts. Nicht den Partner für´s Leben, sondern den Job für´s Leben finden. Warum nicht, dachte sich die Arbeitsagentur Potsdam und probierte laut Bericht der Süddeutschen Zeitung dieses Modell im vergangenen Sommer zum ersten Mal aus und brachte Bewerber und Firmen an einen Tisch. Mit Erfolg: Die Vertreter von 15 Unternehmen und 55 Kandidaten führten 178 Gespräche, 119 Bewerbungsmappen wechselten den Besitzer, zwölf Teilnehmer bekamen danach einen Arbeitsvertrag. Seitdem gab es solche Treffen inzwischen auch in Dortmund und Stuttgart. Und auf so mancher Job- und Karrieremesse wird ebenfalls diese Möglichkeit genutzt, Arbeitgeber und Bewerber zusammen zu führen.

So kann es aussehen: Auf der einen Seite die zukünftigen Chefs mit Schlips und Kragen, auf der anderen Seite die interessierten Bewerber. Und los geht´s! Nach zehn Minuten beendet eine Glocke das Zwiegespräch und dann wird gewechselt. Zehn Minuten, in denen man sein Gegenüber von sich überzeugen und sich gut verkaufen muss. Und nach dem Motto
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