von Ines am 13.03.2013, 09:13 Uhr , Kategorie: Elterngeld und Elternzeit

Nicht immer, aber oft – so lautet die Antwort auf diese Frage, mit der sich jüngst das Bundesfamilienministerium beschäftigt hat. Das berichtet u.a. die FAZ. Nach einer bisher unveröffentlichten Umfrage bereuen vier von zehn Frauen aus Karrieregründen, Elternzeit in Anspruch genommen zu haben. Bei den Männern sind es 28%. Insgesamt wurden knapp 4000 Mütter und Väter befragt.

Besonders groß ist die Unzufriedenheit laut Pressebericht, wenn junge Eltern in Teilzeit arbeiten. Sie sehen sich beim Wunsch nach einer Reduzierung der Arbeitszeit von ihren Chefs zwar grundsätzlich unterstützt. Doch fast vier von zehn Teilzeitbeschäftigten hielten eine verringerte Arbeitszeit aus Karrieregründen für problematisch. Ähnlich sieht das übrigens auch Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU). Sie bedauert laut „Welt am Sonntag„, dass noch immer „viel zu viele Eltern karrieretechnisch auf der Verliererseite landen, bloß weil sie Angebote wie Heim- oder Teilzeitarbeit nutzen„. Ihr Plan, um den Widereinstieg nach Elternzeit zu verbessern: Eine gesetzliche Verankerung des Rückkehranspruchs von Teilzeit auf Vollzeit.

Es geht jedoch aus anders: Immerhin sind laut Umfrage vier von fünf Befragten überraschend zufrieden mit den Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Sie gaben an, dass die Inanspruchnahme von Elternzeit in ihren Firmen als unproblematisch erachtet werde.

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von Peter am 30.11.2010, 16:58 Uhr , Kategorie: Allgemein

Vorstellungsgespräche als Blind-Date“ – so ähnlich lautete ein Beitrag im Betriebsrat Blog vor einiger Zeit. Damals berichteten wir über die Pläne des Bundesfamilienministeriums, neue Wege bei Bewerbungsverfahren gehen zu wollen. Anonym gehaltene Bewerbungen sollen dabei helfen, dass Umstände wie Nationalität, Lebensalter, Geschlecht oder Aussehen nicht mehr länger zu einem schon frühzeitigen Ausscheiden im Bewerbungsverfahren führen. Denn das ist die tägliche Diskriminierung im Personalbüro: Stimmt schon der Klang des Namens eines Kandidaten nicht mit den Vorstellungen des Entscheiders überein, dann schaut er sich den Rest der Bewerbung gar nicht mehr an. Und verpasst damit womöglich den Besten von allen. Der wiederum schaut in die Röhre, öfters vermutlich.

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat Ende November nun offiziell das Pilotprojekt „Anonymisierte Bewerbungsverfahren“gestartet. Mit dabei sind fünf große Unternehmen sowie drei öffentliche Arbeitgeber. Für einen Zeitraum von 12 Monaten werden dort für 225 zu besetzende Arbeitsplätze sämtliche eingehenden Bewerbungen in der Vorauswahl anonym behandelt. Es gibt drei Möglichkeiten, wie das geschehen wird:

  • per anonymisierten Online-Bewerbungsbogen, der speziell für ein Unternehmen angefertigt wird
  • per standardisiertem Bewerbungsformular, das einen Fragebogen enthält
  • per nachträglicher Anonymisierung, zum Beispiel durch Schwärzen bestimmter Stellen

Im Projekt werden alle Varianten getestet. Das Ziel lautet: Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch soll ausschließlich aufgrund der Qualifikation des Bewerbers erfolgen.

Die Deutschen fänden solche Blind-Date-Bewerbungen grundsätzlich prima: Immerhin 56% sollen sich in einer Umfrage für ein solches Verfahren ausgesprochen haben. In anderen Ländern wie den USA herrschen da schon seit langem ganz andere Sitten:
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