Ab 1. Januar 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte mit Lichtbild und Chip. Aufgrund dieser Datenspeicherung haben bereits viele Versicherte Bedenken geäußert. Hierzu gibt es nun ein Urteil vom Bundessozialgericht (18.11.2014, Az. B 1 KR 35/13 R). Ein Mann hatte eine Karte ohne Lichtbild verlangt, diese nicht erhalten und daraufhin geklagt. Er sah sein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt. Außerdem argumentierte er, es könne nicht nachverfolgt werden, wer die hochsensiblen Daten abrufe und verarbeite. Das Bundessozialgericht wies die Klage ab. Mitglieder einer Krankenkasse können keine Gesundheitskarte ohne Lichtbild verlangen. Ausnahmen gelten nur für Kinder unter 15 Jahren sowie für bettlägerige Menschen. Außerdem überwiege der durch das Bild verbesserte Schutz vor Missbrauch gegenüber dem Interesse des Einzelnen. Die elektronische Gesundheitskarte mit Chip und Lichtbild verbessere ja gerade den Schutz vor missbräuchlicher Inanspruchnahme, so das Urteil.

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