von Thomas am 14.01.2010, 13:53 Uhr , Kategorie: Allgemein

Ein Mädchen, es ist ein Mädchen! Am 1.1.2010 kam sie zur Welt!

Nein, ganz so schön ist die Nachricht leider nicht… Denn mit ELENA hat uns der Gesetzgeber keine neue Erdenbürgerin geschenkt sondern das „Gesetz über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises“ (ELENA).

Und was hat ELENA mit dem Arbeitnehmer zu tun?

Ganz einfach: Ab dem 1.1.2010 müssen die Arbeitgeber bestimmte Daten aus den Entgeltabrechnungen ihrer Arbeitnehmer monatlich an die „zentrale ELENA-Speicherstelle“ in Würzburg übermitteln, so z.B. die Höhe
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Nicht erst seit gestern überwachen Firmen ihre Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Die bekannt gewordenen Beispiele Lidl, Telekom und Deutsche Bahn sind nur die prominentesten Fälle. Ob das unterm Strich recht schlau ist, wird teilweise bezweifelt. Das evangelische Magazin chrismon sprach unlängst mit dem Wirtschaftspsycholgen Peter Groß aus Köln. Sein Tenor: Wer seinen Mitarbeitern vertraut, hat es besser – und kann Kosten sparen.

Im Interview erklärt der Experte, dass Betriebe im allgemeinen nur zwei Möglichkeiten haben: Entweder sie kontrollieren alles oder sie vertrauen ihren Mitarbeitern, dass sie sich richtig verhalten werden. Eine Entscheidung für letzteres würde sich in Geld und Zufriedenheit auszahlen. Zwar könne Vertrauen mißbraucht werden, aber langfristig erzeuge Vertrauen neues Vertrauen. Der Arbeitgeber brauche am Anfang sicher Geduld. Und: Vertrauen dürfe auch nicht mit blindem Vertrauen verwechselt werden. Dazu Psychologe Groß: „Blindes Vertrauen heißt: Ich will gar nicht wissen, was passiert. Richtig ist es, den Leuten zu signalisieren: Ich lasse sie ­machen, aber ich gebe ihnen das Gefühl, dass sie nicht allein sind. Sie dürfen zu mir kommen, wenn sie Fehler machen. Fehler gehören dazu, daraus lernt man.“

Vertrauen zahle sich letztlich auch in Geld aus: So mussten Mitarbeiter bei der Lufthansa
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Noch gar nicht so lange her, dass wir hier verschärft davor gewarnt haben, die überall und stets präsenten berühmten eigenen Partybilder in sozialen Netzwerken wie etwa Facebook zu veröffentlichen. Zu schrecklich, so die damalige Meinung, könnten die potentiellen Folgen für Job-Bewerber sein, denn den Personalern wurde damals nachgesagt, schon genau im Bilde zu sein und wie Luchse durch die Steppen der web-communitys zu schleichen, immer auf der Suche nach dem einen, dem kompromittierenden Bild.

Als jemand, der Facebook selbst seit einiger Zeit nutzt, hab‘ ich mich damals schon gefragt, wie das eigentlich gehen soll, denn es bedeutet ja nur eine Kleinigkeit, das eigene Profil und die persönlichen Fotos nur für wirkliche „Freunde“, also Menschen denen ich durch eine manuelle Freischaltung gezielt die Erlaubnis erteile, sich an meinen wirklich unglaublich unverschämten
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von Peter am 18.11.2009, 13:39 Uhr , Kategorie: Datenschutz

In einem Interview mit Deutschlandradio Kultur hat sich Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP, für ein neues Arbeitnehmerdatenschutzgesetz ausgeprochen. In diesem solle unter anderem geregelt werden, welche Fragen bei einem Bewerbungsgespräch generell nicht zulässig sind. Die Ministerin kritisiert, dass derzeit ein Trend bei den Arbeitgebern bestehe, möglichst viel über ihre Arbeitnehmer oder auch Stellenbewerber zu wissen: „Die Arbeitgeber wollen sich ein Bild machen, um in Zeiten der wirtschaftlichen Krise zu sagen: Wem können wir am ehesten kündigen, ohne
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… dann ist das sicher eine Frage, die zentrale Bereiche des Arbeitnehmerdatenschutzes betrifft. Der frühere Bundesarbeitsminister Olaf Scholz hatte noch kurz vor der Bundestagswahl 2009 den Entwurf eines neuen Beschäftigtendatenschutzgesetzes vorgestellt, der für Aufregung sorgte, derzeit aber offenbar von der neuen Regierung nicht weiter diskutiert wird.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB listet auf seiner Internetseite viele praktische Fragen auf, was ein Arbeitgeber alles überwachen darf und vor allem: was er nicht darf! Ein paar Beispiele:
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von Andrea am 30.10.2009, 10:15 Uhr , Kategorie: Datenschutz

Ein Einstellungsgespräch mit den üblichen Fragen reicht Daimler scheinbar nicht mehr: Nach Informationen des Rundfunksenders NDR verlangt der Unternehmen von seinen Stellenbewerbern Blutproben. Dem Sender liegen nach eigenen Angaben Unterlagen vor, die belegen, dass Bewerbern Blut abgenommen wurde, obwohl sie noch keine feste Zusage für die neue Stelle hatten. Einer betroffenen Bewerberin sagte das Unternehmen laut NDR Info, der Bluttest diene der „Gesundheit“ der Mitarbeiter.

Eine Daimler-Sprecherin teilte mit, dass
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