Senior mit LaptopRecherchen für eine Antwort auf diese Frage haben ergeben: Es gibt keine Einigung darüber. An eine konkrete Altersangabe traut sich schon gar keiner ran. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) hat in ihrer Broschüre „Alles grau in grau?“ folgende Definitionen zusammengefasst: Nach der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gelten als ältere Arbeitnehmer diejenigen, die in der zweiten Hälfte des Berufslebens stehen, das Rentenalter noch nicht erreicht haben sowie gesund und leistungsfähig sind. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hingegen sieht eine fließende Grenze zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, ab der ein Arbeitnehmer als älterer Beschäftigter bezeichnet wird. Ganz anders definiert der Wuppertaler Kreis e.V., Bundesverband betriebliche Weiterbildung, den älteren Beschäftigten: Für sie ist das eine Personengruppe, die im Erwerbsleben bzw. auf dem Arbeitsmarkt mit altersbedingten Schwierigkeiten bzw. Risiken konfrontiert ist, weil entweder tatsächlich oder vermeintlich von einer bestimmten Altersgruppe ab die berufliche Leistungsfähigkeit abnimmt.

Wird es in Zukunft vielleicht eine eigene Interessenvertretung für diese Zielgruppe geben? So wie für die Jugendlichen und Auszubildenden die JAV die Vertretung für ältere Arbeitnehmer (ÄAV). Drüber nachdenken könnte man ja mal, wo doch der Altersdurchschnitt in den Belegschaften immer weiter nach oben rückt. Bis dahin entscheiden Sie selbst, ob sie jung, älter oder alt sind – und ob das überhaupt wichtig ist.

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Laut Pressemitteilung (vom 06.08.2012) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat sich die Arbeitsbeteiligung der 60- bis 64-Jährigen in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Während sie im Jahr 1991 noch bei 20,8 Prozent lag, stieg sie bis zum Jahr 2010 auf 44,2 Prozent. Entscheidend dazu beigetragen hat die höhere Erwerbstätigkeit von Frauen. Auch die Verbesserungen im Gesundheitszustand der Älteren sowie die veränderten politischen Rahmenbedingungen bei der Frühverrentung und den Vorruhestandsregelungen begünstigten den Anstieg der Erwerbsbeteiligung bei den Älteren, so das IAB.

Auf diese Weise wird der demografische Rückgang momentan noch ausgeglichen. Langfristig könne aber laut Aussage der Arbeitsmarktforscher auch ein weiterer Anstieg der Erwerbsquoten der Frauen und der Älteren den demografischen Wandel nicht mehr kompensieren. Die Zahl der sogenannten Erwerbspersonen, also die Summe aus Erwerbstätigen und Arbeitsuchenden, werde auf jeden Fall sinken. Bei realistischen Annahmen zur Entwicklung der Erwerbsbeteiligung und zur Zuwanderung werde der Rückgang bis 2025 gut drei Millionen und bis 2050 sogar rund zehn Millionen betragen.

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von Ines am 04.04.2012, 15:02 Uhr , Kategorie: Demografie

Die Nation soll wieder einmal zur Kasse gebeten werden. Diesmal um die Kosten der Alterung der Gesellschaft abzufedern. Zu diesem Zweck plant die Union nun eine Demografie-Steuer, einkommensabhängig für alle über 25. Das berichtet die „Welt“. Unionsfraktionsvize Günter Krings meint, wir „müssen jetzt für die Zeit ab 2030 vorsorgen, wenn die Babyboomer der 50er- und 60er-Jahre im Ruhestand sind und für sie mehr Gesundheits- und Pflegekosten entstehen„. Das in den „Alten-Soli“ gezahlte Geld soll dafür verwendet werden, Beitragserhöhungen zu vermeiden. Eine individuelle Auszahlung im Alter ist nicht vorgesehen.

SPD und Grüne lehnen dagegen diese Belastungen ab. „Deutschland braucht keine Sonderabgabe. Wenn anständige Löhne gezahlt werden, kommt auch genug Geld in die Sozialkassen„, so der frühere Vizekanzler und SPD-Chef Franz Müntefering  in der „Welt“. Auch Grünen-Fraktionschefin Renate Künast ist gegen eine Rücklage. „Solidarisch ist das nicht. Die Union will künftige Lasten einseitig bei den Versicherten abladen„. Ihrer Meinung nach ist
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von Thomas am 14.09.2011, 13:42 Uhr , Kategorie: Ausbildung

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt fehlen die Hochqualifizierten. Nur etwa 25 Prozent der erwachsenen Deutschen verfügen über ein abgeschlossenes Studium oder einen Meisterbrief. Das sind viel zu wenige.

Die frisch veröffentlichte OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2011“ zeigt auf, dass Deutschland mit dieser Quote im internationalen Vergleich einen der untersten Plätze belegt. Die Spitzenreiter hingegen sitzen mit Japan und Südkorea in Fernost.

Das an sich Erschreckende ist aber, dass
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Der Begriff stammt aus dem Themenbereich Demografie. Weil es in unserer Gesellschaft immer weniger junge und immer mehr ältere Menschen gibt, stehen wir auch in der Arbeitswelt vor einer großen Herausforderung. Das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ bietet hier einen umfassenden Ansatz für die alters- und alternsgerechte Gestaltung von Arbeit. Denn: Wenn die älteren Kollegen länger arbeiten können, kann einem Arbeitskräftemangel vorgebeugt werden.

Das Haus der Arbeitsfähigkeit, mitentwickelt von dem finnischen Demografie-Experten Prof. Ilmarinen, vereinigt verschiedene Faktoren unter einem Dach.

Die Basis des Hauses bilden die Bereiche Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Bei der Gesundheit spielen physische, psychische und soziale Belange die entscheidende Rolle. Denn diese Faktoren sind die Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit eines Menschen im Arbeitsleben.

Diese Basis kann das Haus aber nur dann tragen, wenn
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von Thomas am 14.07.2011, 15:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Demografie

In Zeiten des Fachkräftemangels sind qualifizierte Mitarbeiter gefragt. Eine gute Situation für die Arbeitnehmer: Können sie so die besten Arbeitsbedingungen für sich aushandeln.

Die Arbeitgeber haben gemerkt, dass sie sich um gutes Fachpersonal bemühen müssen. Denn eines ist klar: Ein Arbeitnehmer entscheidet sich bei der Auswahl von Arbeitsplätzen für den Attraktivsten. Und das ist nicht automatisch der Bestbezahlteste! Es kommt auch auf andere Faktoren an. So sind dem Arbeitnehmer von heute neben einem angemessenen Gehalt auch
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von Thomas am 12.07.2011, 09:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Demografie

Der „Focus“ berichtet in einem interessanten Bericht darüber welche Menschen in Deutschland Karriere machen und warum. Wichtige Grundvoraussetzungen für einen guten Karrierestart sind demnach: Energie, Fantasie, eine gesunde Portion Ehrgeiz und vor allem das große Ziel vor Augen haben. Zielstrebigkeit ist DIE Managertugend.

Wer es zu was bringen will, muss sich selbst vermarkten können“, so ein Management-Experte. Das Studium und der Auslandsaufenthalt reichen nicht mehr aus. Immer mehr Zusatzqualifikationen werden gefragt. Die Einser-Noten alleine sind nicht mehr entscheidend. Wichtig ist auch der richtige
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Die Altersstruktur in unseren Unternehmen verschiebt sich immer mehr in eine Richtung. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft weiter verstärken. Fachleute nennen diesen Prozess „immer weniger junge und immer mehr ältere Beschäftigte“ zu haben „demografischen Wandel“.

Wie das Handelsblatt letzte Woche berichtete, wollen die Gewerkschaft IG BCE und die Chemie-Arbeitgeber dieser Entwicklung mit einem Lebensarbeitszeit-Model begegnen. Dieses soll nicht nur eine Arbeitszeitverkürzung ermöglichen, wie sie nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz schon heute möglich ist, sondern enthält einen besonderen Kniff: Die individuelle Lohnentwicklung des Arbeitnehmers soll trotz größerer Arbeitszeitschwankungen möglichst stetig bleiben. Das heißt: Wer als junger Arbeitnehmer seine Arbeitszeit reduziert, muss dann eben später diese Zeit nacharbeiten. Man spricht von einer „lebensphasenorientierten Arbeitszeit“. So hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit bei Bedarf ohne Gehaltseinbußen
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von Thomas am 28.06.2011, 13:41 Uhr , Kategorie: Demografie

Sie kennen sicher das Vorurteil: Ältere Kollegen arbeiten schlechter und ineffizienter als Jüngere. Viele Arbeitnehmer über 50 müssen sich mit solchen Parolen rumärgern.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) räumt auf wissenschaftlicher Grundlage mit diesem unsinnigen Vorurteil auf: 1.350 Personalleiter und Geschäftsführer wurden hierfür repräsentativ zum Image der älteren Beschäftigten befragt. Nur 27% von diesen finden, dass ältere Mitarbeiter auf Grund eines geringeren Arbeitstempos weniger produktiv seien. Die große Mehrheit von drei Vierteln der Befragten kann dem nicht zustimmen! Darüber hinaus stimmt es auch nicht, dass
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von Thomas am 23.05.2011, 15:50 Uhr , Kategorie: Demografie, ifb intern

Wir werden alle älter – und zwar ohne Ausnahme und ununterbrochen. Dies wirkt sich nicht nur auf unser Privatleben, sondern vor allem auch auf unseren Arbeitsalltag aus. Da immer weniger junge Arbeitnehmer auf den Arbeitsmarkt nachkommen, wandelt sich der Altersdurchschnitt in den deutschen Unternehmen erheblich. Der demografische Wandel macht eben auch nicht vor unseren Betrieben Halt. Neben der Geschäftsleitung sind hier vor allem auch die Betriebsräte gefragt. Denn: Wenn man erst einmal in die „Demografie-Falle“ getappt ist, ist es oft schon zu spät. Deswegen heißt es schon jetzt umdenken und aktiv gegensteuern.

Auf der Fachtagung: „Demografischer Wandel im Betrieb – Zukunft gemeinsam gestalten“ des ifb vom 26. Bis 28. Oktober in Düsseldorf bekommen Sie wertvolle Praxis-Informationen darüber
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