Heute ist der equal-pay-day! Ein Grund zum Feiern?! Für Frauen wohl kaum. Denn der equal-pay-day wurde ins Leben gerufen, um auf folgenden Misstand aufmerksam zu machen: Frauen verdienen in Deutschland bis zu 23 Prozent weniger als Männer. Damit bilden wir eines der Schlusslichter in Europa. Und: neueste Studien haben gezeigt, dass die Lohnkluft zwischen Frauen und Männer noch weiter wächst.

Aber warum ist gerade heute der equal-pay-day? Bis zum 26. März müssen Frauen in Deutschland arbeiten, um das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu erreichen.

Sind Frauen selbst schuld, dass sie weniger verdienen? Ja,
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Die gesetzlichen Kündigungsfristen im deutschen Arbeitsrecht müssen geändert werden, das entschied heute der Europäische Gerichtshof. Bislang galt in Deutschland die Regelung, das bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer Zeiten, die vor der Vollendung des 25. Lebensjahrs liegen, nicht berücksichtigt werden, § 622 Abs. 2 S. 2 BGB. Hierin liegt nach Auffassung der Richter eine unzulässige Altersdiskriminierung und ein Verstoß gegen  EU-Recht. Die höchsten EU-Richter wiesen die deutschen Gerichte an, die fragliche deutsche Regelung in laufenden Prozessen vor Arbeitsgerichten „erforderlichenfalls unangewendet zu lassen“.

Geklagt hatte eine Frau, die mit 18 Jahren von einem Unternehmen angestellt und zehn Jahre später entlassen wurde. Da bei der Berechnung der Kündigungsfrist nur 3 Jahre Betriebszugehörigkeit zugrundegelegt wurden, betrug die Kündigungsfrist nur einen Monat. Bei einer 10-jährigen Betriebszugehörigkeit wären es eigentlich vier Monate gewesen.

Andrea

von Peter am 21.12.2009, 16:19 Uhr , Kategorie: Allgemein

Stell Dir vor Dein Betrieb macht Weihnachtsfeier, und Du wirst erst gar nicht eingeladen…

Diese, für manche sicher gar nicht mal so unangenehme Erfahrung musste die Mitarbeiterin einer Schwimmschule in Hannover machen. In seinem Blog berichtet Rechtsanwalt Michael Felser über Einzelheiten des Falls: Die Kollegin wurde im Jahr 2008 von ihrem Arbeitgeber nicht zur betrieblichen Weihnachtsfeier eingeladen. Damals war sie hochschwanger, weswegen ihr Chef gemeint haben soll, dass er sie als Schwangere „überhaupt nicht mehr sehen“ wolle. Die Arbeitnehmerin zog die Notbremse und klagte auf  Entschädigung in Höhe von 4.200,- Euro wegen Diskriminierung und Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot gem. § 15 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz).

Bei der Güteverhandlung, die kürzlich vor dem Arbeitsgericht Hannover stattfand, konnte keine Eingung erzielt werden.

Peter

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