befristeter ArbeitsvertragDie Süddeutsche Zeitung hat es heute ganz oben auf dem Titel: „Immer weniger Jobs werden befristet“. Zuerst Erstaunen, dann aber eine Nachfrage: Ist das tatsächlich eine bedeutungsvolle, weil an sich gute Nachricht? Oder will man ihr durch die Platzierung in der ersten Reihe eine solche Bedeutung erst verleihen? Was steckt dahinter?

Hintergrund sind neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die zumindest wir online nicht entdeckt haben (für den Link wären wir dankbar). Über diese Zahlen wird heute ausführlich berichtet. Danach sei der Anteil der befristet Beschäftigten von 8,9 Prozent (2011) auf 8,1 Prozent (2014) zurückgegangen. Dies gelte für Arbeitnehmer ab 25 Jahren. Das ist ja ordentlich!

Arbeitsmarktexperten wie Karl Brenke vom DIW-Institut interpretieren dies mit dem Beschäftigungsboom auf dem deutschen Arbeitsmarkt. So viele Menschen wie nie zuvor seien in Lohn und Brot. 42,6 Millionen derzeit, die zumindst nach seiner Argumentation allein durch ihre schiere Masse automatisch eine verbesserte Verhandlungsposition im Job hätten. So könne man heute als Arbeitnehmer viel leichter als früher auf einen unbefristeten Vertrag pochen. Da sind wir beim Lesen das erste Mal unruhig geworden!

Die Süddeutsche Zeitung ist witzig: Einen Satz nach dem Zitat
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Ein Berufsleben lang Monat für Monat Beiträge in eine Altersversorgung  einzahlen und dann im Alter von 77 Jahren gerade mal das wieder herausbekommen, was man real einbezahlt hat? Kein Inflationsausgleich, keine Zinsen! Erst im Alter von 109 Jahren käme man langsam mal in den grünen, also in einen finanziell akzeptablen Bereich. Was wie eine Horror-Anlageform klingt, hat einen bekannten Namen: Die Riester-Rente. Einer 35-jährigen Frau, die heute einen neuen Riestervertrag abschließt, würde es finanziell in etwa so ergehen, wie im Eingangsfall geschildert. Da kann man schnell zu dem Ergebnis kommen: Riester-Rente lohnt sich nicht!

Es ist ein vernichtendes Urteil, zu dem eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gekommen ist. Die Rendite von Riester-Verträgen sei oft so schlecht wie beim Sparstrumpf. Und dort ist sie bekanntlich
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