von Peter am 03.12.2013, 11:32 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Wie jedes Jahr gibt es auch heuer wieder zum Jahreswechsel einige nicht ganz unbedeutende Änderungen und Neuerungen im Steuerrecht für Arbeitnehmer. So steigt zum Beispiel der steuerfreie Grundfreibetrag um 224 Euro auf 8.354 Euro, was sich bei einem Steuersatz von 20 Prozent mit 45 Euro pro Jahr jedoch nicht großartig bemerkbar machen wird, so zumindest die Einschätzung des Vorstands der Lohnsteuerhilfe Bayern: „Eine wirkliche Entlastung sieht anders aus.“

Hier ändert sich überall etwas:

Aufwendungen für die Altersvorsorge können etwas höher angesetzt werden

Leiharbeiter können für ihre Anfahrt zum jeweiligen Betrieb des Entleihers nur noch die übliche Entfernungspauschale geltend machen. Außerdem hat der Gesetzgeber den Arbeitsort unter dem Begriff „erste Tätigkeitsstätte“ neu definiert. Arbeitnehmer, die an mehreren festen Arbeitsstätten tätig werden, sollten deswegen die neue Rechtslage gemeinsam mit dem Arbeitgeber besprechen. Sofern die „erste Tätigkeitsstätte“ sinnvoll durchdacht und bestimmt wird, könnten sich die abziehbaren Werbungskosten durchaus erhöhen.

Einige Veränderungen gibt es beim Werbungskostenabzug bei Reisekosten und doppelter Haushaltsführung:
mehr »

Wagemutige Pläne im Steuerrecht: Der Pauschalbetrag für Werbungskosten, den jeder Arbeitnehmer bei seiner Einkommenssteuererklärung ohne weiteren Nachweis geltend machen kann, soll nach den Plänen der Bundesregierung möglichst bald von 920 auf 1.000 Euro pro Jahr steigen. Diese Aktion ist Teil des großen Plans „Unsere Steuererklärung soll einfacher werden„. FDP-Finanzexperte Volker Wissing spricht von einem „Durchbruch in der Steuerpolitik“.

Ein Durchbruch, was ist da los? Wieder mal verstehen wir nur Bahnhof! Sollte die Steuererklärung denn irgendwann nicht mal sogar auf einen Bierdeckel passen? Was bitte wird einfacher, wenn eine Pauschale minimal erhöht wird? Bis vor ein paar Jahren lag dieser Betrag sogar noch bei
mehr »

Das hat uns noch gefehlt: Die großzügigen Regeln zur Kurzarbeit retteten im Krisenjahr 2009 zwar viele Jobs. Aber jetzt kommt zum Jahresende eine sehr unerfreuliche Überraschung, wenn sich der Staat über das Finanzamt etliches von dem, was er gegeben hat, wieder zurückholen wird.

Betroffen sind hauptsächlich berufstätige Ehepaare. Das Problem besteht darin, dass Kurzarbeitergeld grundsätzlich steuerfrei ausbezahlt wird, sich jedoch aufgrund des sog. Progressionsvorbehaltes der persönliche Steuersatz erhöht. Als Folge davon werden etliche Empfänger von Kurzarbeitergeld bei der Einkommenssteuererklärung für 2009 Steuern nachzahlen müssen! Die Stiftung Warentest liefert folgendes Beispiel:
mehr »