von Ines am 20.06.2012, 11:17 Uhr , Kategorie: Lohn und Gehalt

Erst kürzlich hat der Bundestag  Gesetze zur Neuregelung der Organspende beschlossen. Das dazu gehörende neue Transplantationsgesetz hat Auswirkungen auf das Arbeitsrecht.  Denn: Laut Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit findet künftig das Entgeltfortzahlungsgesetz auch für Lebendorganspender Anwendung.  Das heißt, dass in Zukunft eine Arbeitsverhinderung auch infolge einer Organspende eine unverschuldete Arbeitsunfähigkeit darstellt, so dass Anspruch auf Entgeltfortzahlung für sechs Wochen besteht. Bisher mussten die betroffenen Arbeitnehmer andere Lösungen finden, beispielsweise Urlaub nehmen.

Doch keine Sorge, liebe Arbeitgeber, ihr habt hier nicht die „A-Karte“ gezogen: Denn
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Es kommt nicht oft vor, aber manchmal schäme ich mich für meinen eigenen Berufsstand. Ausgerechnet eine Anwaltskanzlei kam auf die glorreiche Idee, eine neue Mitarbeiterin vertraglich zu verpflichten, im Krankheitsfall ausschließlich zu einem bestimmten Arzt zu gehen. Wie wenn das nicht genug wäre, sollte die Rechtsanwaltsgehilfin den Arzt natürlich auch gleich noch von der Schweigepflicht entbinden. Ansonsten würde der Lohn während der Krankschreibung nicht weitergezahlt.

Einen Arzt nicht des eigenen Vertrauens, dazu noch die generelle Einsicht in die Krankenakte: Das ging auch den Frankfurter Richtern deutlich zu weit!
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