Der größte Chiphersteller macht einen Anfang in Sachen Chancengleichheit und vielfältiger Unternehmenskultur in der Welt der rasenden Entwicklungen.

Wie u.a. die Neue Züricher Zeitung berichtet, hat Intel die „Diversity in Technology Initiative“ gegründet und Geschäftsführer Kraznich hofft, dass auch andere IT-Unternehmen dieser beitreten. Firmen wie Google, Apple, Microsoft und Facebook haben in jüngster Zeit Statistiken veröffentlicht, die alle das gleiche Bild zeigten: Der Großteil der Mitarbeiter ist männlich und weiß.

Intel will nun als Vorreiter in den kommenden drei Jahren 300 Millionen Dollar in die Hand nehmen, damit eine höhere Beschäftigungsquote von Frauen und Angehörigen von Minderheiten erreichen und letztendlich für mehr Chancengleichheit sorgen. Stipendien sollen vergeben, Hochschulen, an denen v.a. Schwarze studieren, unterstützt und ein weibliches Entwicklungsteam für Computerspiele aufgebaut werden (Süddeutsche Zeitung 08.01.15). Gleichzeitig wird so dem Fachkräftemangel in der IT-Branche entgegengetreten.

Geplant sind Prämien als Motivation zur schnellen Umsetzung für Führungskräfte, die innerhalb der kommenden fünf Jahre den Anteil um mehr als ein Zehntel zu steigern. Das ehrgeizige Gesamtziel: in fünf Jahren soll der Anteil von Frauen, Farbigen und Hispanics an Intels Belegschaft um 14 Prozent wachsen.

Das Bewusstsein, dass sich eine Investition in die Vielfalt der Belegschaft lohnt, wächst. Es wäre zu begrüßen, wenn sich auch andere Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung stellen.

Gehört Ihr Betrieb schon dazu?

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von Peter am 17.09.2014, 15:28 Uhr , Kategorie: Demografie, Rente

Was steckt hinter der Forderung nach einer Drei-Tage-Woche für 6o-jährige Beschäftigte? Peter Hausmann, Vorstand der Gewerkschaft IG BCE hatte sie in einem Gespräch mit der Zeitung Rheinische Post aufgestellt. Drei-Tage-Woche? Das klingt für viele paradiesisch. Tatsächlich ging es Hausmann darum: Im Februar 2015 läuft der Tarifvertrag Chemie aus, danach beginnt die Tarifrunde 2015. In diesem Zusammenhang verwies der Gewerkschaftschef auf zukünftige Forderungen nach neuen Demografie-Elemente und flexibleren Übergänge in die Rente.

Für Beschäftigte ab 60 Jahren könnte dabei eine Drei-Tage-Woche oder eine Vier-Tage-Woche angeboten werden. Ziel müsse die Verringerung von Belastungen bei gleichzeitigem Halten der Beschäftigten in den Betrieben sein. Stichwort: Fachkräftemangel. Dazu wäre aber ein gleichzeitiger Lohnausgleich nötig, damit die Arbeit attraktiv bleibt. Hausmann schlägt eine Teilrente ab 60 vor, so wie sie in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes üblich sei.

Im Rentenbereich tat sich in diesem Jahr einiges: Im Mai 2014 beschloss der Bundestag das Rentenpaket, das unter anderem die Rente mit 63 beinhaltet. Bei der Erwerbsminderungsrente und dem Reha-Budget wurden wichtige Änderungen vorgenommen. Speziell für Betriebsräte
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Über die Forderung nach einer Frauenquote in deutschen Führungsetagen haben wir bereits berichtet. Das Thema ist noch lange nicht vom Tisch und doch kommt schon wieder etwas Neues: Die „Seniorenquote“, gerne auch „Ü-60-Quote“ genannt. In der Politik gibt es seit geraumer Zeit Pläne, den Unternehmen in Deutschland mit Blick auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), eine solche aufzuerlegen. Das berichtete unter anderen die „Badische Zeitung“. Danach verlangt der CDU-Politiker Otto Wulff eine Mindestquote für ältere Beschäftigte über 60 Jahre einzuführen. Diese Vereinbarung sollten Geschäftsleitung und Betriebsrat treffen. Damit könne unter anderem der drohende Mangel an qualifizierten Arbeitskräften teilweise abgefedert werden.

Doch kann so eine Seniorenquote gesetzlich verankert werden?
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Darin sind sie sich ja fast alle einig, die hiesigen Arbeitgeber: Sobald die Sprache auf das Thema Fachkräftemangel kommt, setzt unverzüglich großes gemeinsames Wehklagen ein, wie dramatisch die Situation in der Realität schon sei. Jedoch: Dass es um das Thema nicht so arg bestellt sein kann, lassen die Ergebnisse zweier Studien vermuten, die sich mit den Aussichten der sog. Generation 50plus auf dem Arbeitsmarkt befasst haben. Siehe da: Je älter jemand ist, desto geringer sind seine Chancen auf eine neue Beschäftigung. Na, das hätte man zumindest zu Zeiten nachvollziehen können, als noch sehr viele junge Menschen auf den Arbeitsmarkt drängten. Aber heute? Müsste man da als Arbeitgeber nicht ganz massiv auch ältere Arbeitnehmer weiter qualifizieren und versuchen, den angeblichen Bedarf erstmal mit deren Hilfe zu decken?
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von Thomas am 14.07.2011, 15:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Demografie

In Zeiten des Fachkräftemangels sind qualifizierte Mitarbeiter gefragt. Eine gute Situation für die Arbeitnehmer: Können sie so die besten Arbeitsbedingungen für sich aushandeln.

Die Arbeitgeber haben gemerkt, dass sie sich um gutes Fachpersonal bemühen müssen. Denn eines ist klar: Ein Arbeitnehmer entscheidet sich bei der Auswahl von Arbeitsplätzen für den Attraktivsten. Und das ist nicht automatisch der Bestbezahlteste! Es kommt auch auf andere Faktoren an. So sind dem Arbeitnehmer von heute neben einem angemessenen Gehalt auch
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Die Altersstruktur in unseren Unternehmen verschiebt sich immer mehr in eine Richtung. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft weiter verstärken. Fachleute nennen diesen Prozess „immer weniger junge und immer mehr ältere Beschäftigte“ zu haben „demografischen Wandel“.

Wie das Handelsblatt letzte Woche berichtete, wollen die Gewerkschaft IG BCE und die Chemie-Arbeitgeber dieser Entwicklung mit einem Lebensarbeitszeit-Model begegnen. Dieses soll nicht nur eine Arbeitszeitverkürzung ermöglichen, wie sie nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz schon heute möglich ist, sondern enthält einen besonderen Kniff: Die individuelle Lohnentwicklung des Arbeitnehmers soll trotz größerer Arbeitszeitschwankungen möglichst stetig bleiben. Das heißt: Wer als junger Arbeitnehmer seine Arbeitszeit reduziert, muss dann eben später diese Zeit nacharbeiten. Man spricht von einer „lebensphasenorientierten Arbeitszeit“. So hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit bei Bedarf ohne Gehaltseinbußen
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von Thomas am 23.05.2011, 15:50 Uhr , Kategorie: Demografie, ifb intern

Wir werden alle älter – und zwar ohne Ausnahme und ununterbrochen. Dies wirkt sich nicht nur auf unser Privatleben, sondern vor allem auch auf unseren Arbeitsalltag aus. Da immer weniger junge Arbeitnehmer auf den Arbeitsmarkt nachkommen, wandelt sich der Altersdurchschnitt in den deutschen Unternehmen erheblich. Der demografische Wandel macht eben auch nicht vor unseren Betrieben Halt. Neben der Geschäftsleitung sind hier vor allem auch die Betriebsräte gefragt. Denn: Wenn man erst einmal in die „Demografie-Falle“ getappt ist, ist es oft schon zu spät. Deswegen heißt es schon jetzt umdenken und aktiv gegensteuern.

Auf der Fachtagung: „Demografischer Wandel im Betrieb – Zukunft gemeinsam gestalten“ des ifb vom 26. Bis 28. Oktober in Düsseldorf bekommen Sie wertvolle Praxis-Informationen darüber
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von Peter am 20.05.2011, 11:52 Uhr , Kategorie: Arbeitszeit, Demografie

Flexiblen Arbeitszeitmodellen gehört die Zukunft. Vorausschauende Arbeitgeber wissen längst, dass sie für Arbeitnehmer immer attraktiver werden müssen. Denn: In Zeiten des drohenden Fachkräftemangels werden es sich immer mehr Beschäftigte aussuchen können, wem sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Auch wenn die Realität in den meisten Branchen derzeit davon noch wert entfernt scheint, beginnen immer mehr Chefs sich Gedanken darüber zu machen, wie sie die Arbeitsbedingungen im Betrieb verbessern können, um irgendwann mal den einen entscheidenden Schritt beim Arbeitnehmer voraus zu sein! Gute Arbeitszeitmodelle sind da essentiell! Und deswegen ist es auch eine Meldung wert, was da beim Maschinenbauer Trumpf in Ditzingen in Kürze eingeführt wird.

Arbeitnehmer sollen sich dort zukünftig ihre Arbeitszeit selber „maßschneidern“ können. Je nach Wunsch und Lebenssituation kann
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von Ines am 13.05.2011, 09:45 Uhr , Kategorie: Leiharbeit

In Angelegenheiten „Frauenquote“ haben wir diskutiert: Frau von der Leyen will diese per Gesetz erzwingen. Das heißt auch: Bei Nichtbefolgen drohen Sanktionen. Steuert das Thema Leiharbeit jetzt in eine ähnliche Richtung? Die Bundesregierung verweigert bisher eine finanzielle Gleichstellung von Leiharbeitern und einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro. Doch die Bundesländer steuern nun dagegen und versuchen, mit Initiativen zur sozialen Regulierung des Arbeitsmarktes, der Leiharbeit einen Riegel vorzuschieben.

Aus Thüringen hört man aktuell Folgendes: Wirtschaftsminister Matthias Machnig nutzt die öffentliche Wirtschaftsförderung, um Leiharbeit unattraktiv zu machen. Mit anderen Worten: Durch eine zum 1. April in Kraft getretene Richtlinie sollen nun Unternehmen weniger Wirtschaftförderung erhalten, wenn die Zahl der LeiharbeiterInnen eine bestimmte Quote überschreitet. In einem Interview begrüßte Stefan Körzell, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen diesen Schritt. Seiner Meinung nach ist
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von Thomas am 21.03.2011, 17:08 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Der Fachkräftemangel wird immer deutlicher. Gerade in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden händeringend Arbeitskräfte gesucht, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) heute verkündet.

Die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) spricht  bereits davon, dass der „Fachkräftemangel zum Bremsklotz für die konjunkturelle Erholung wird.“

Die Bundesregierung will ausländische Berufsabschlüsse in Deutschland zukünftig unbürokratischer anerkennen, um
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