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	<title>Betriebsrat Blog &#187; FDP</title>
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	<description>ifb - Institut zur Fortbildung von Betriebsräten</description>
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		<title>Das Kind fällt in den Brunnen und der Mindestlohn durch den Bundestag</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 13:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wieder keine Einigung konnte im Bundestag über die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns bzw. einer allgemeinen Lohnuntergrenze erzielt werden. Bei den Beratungen ging es aktuell um zwei Anträge von SPD und Linken. Nachdem auch in Deutschland am 1. Mai 2011 die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit eingetreten ist, befürchtetdie Opposition weitere negative Entwicklungen im Hinblick auf Löhne und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wieder keine Einigung</strong> konnte im Bundestag über die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns bzw. einer allgemeinen Lohnuntergrenze erzielt werden. Bei den Beratungen ging es aktuell um zwei Anträge von SPD und Linken. Nachdem auch in Deutschland <a href="http://blog.betriebsrat.de/allgemein/lohn-exzesse-schon-ab-dem-1-mai/" target="_blank">am 1. Mai 2011 die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit</a> eingetreten ist, befürchtetdie Opposition weitere negative Entwicklungen im Hinblick auf Löhne und Gehälter. Die <strong>Angst vor Lohndumping</strong> sei in der Bevölkerung weit verbreitet, Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt sollen verhindert werden.</p>
<p>Jedoch: Die Regierung lehnt flächendeckende Mindestlöhne auch weiterhin ab. Zwar könnten sich durchaus Probleme aus der nun eingetretenen Arbeitnehmerfreizügigkeit ergeben, dennoch seien <strong>die Chancen größer als die Risiken</strong>, <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/34374661_kw19_de_arbeitnehmerfreizuegigkeit/" target="_blank">so der Unionsabgeordnete Karl Schiewerling vor dem Bundestag</a>. Er verwies darauf, dass man &#8220;nicht untätig&#8221; gewesen sei und diverse Branchenmindestlöhne aufgestellt habe, so zuletzt in der Zeitarbeit.</p>
<p>&#8220;Das Kind fällt in den Brunnen und <span id="more-5818"></span>die Regierung schaut sehenden Auges dabei zu&#8221;, so Josip Juratovic von der SPD im Plenum. Der Abgeordnete verwies darauf, dass bereits heute <strong>fünf Millionen Menschen nicht von ihren Löhnen anständig leben</strong> könnten. Nur durch einen gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohn könne den Menschen in Deutschland die Angst vor der Arbeitnehmerfreizügigkeit genommen und damit auch <strong>fremdenfeindlichen Tendenzen vorgebeugt</strong> werden.</p>
<p><strong>Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen:</strong> Mit dieser Regierung wird es keinen allgemeinen Mindestlohn geben (können). Nicht solange die FDP noch irgendwas zu sagen hat. Dennoch: Steter Tropfen höhlt den Stein. Und deshalb ist es wichtig, am Thema dranzubleiben. Denn am Ende wird ein gesetzlicher Mindestlohn kommen! Das ist, darf man das sagen, &#8220;<strong>alternativlos</strong>&#8220;? Profitieren würde dadurch übrigens auch der Staat: <a href="http://www.boeckler.de/32014_113938.html" target="_blank">Nach einer neuen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung</a> würde ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro den Staat und die Sozialkassen um <strong>über 7 Milliarden Euro entlasten</strong>. Denn: Wer mehr verdient muss auch höhere Einkommenssteuer zahlen. Und die kassiert der Staat!</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Familienpflegezeit kommt! Der Gag: Leider ohne Rechtsanspruch&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 12:33:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch großzügiger soll sie werden, die ab 1.1.2012 geplante Familienpflegezeit von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Die grundsätzliche Idee dahinter: Arbeitnehmer, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, sollen bis zu zwei Jahre ihre Arbeitszeit auf die Hälfte reduzieren dürfen, und das bei dreivierteltem Gehalt. Anschließend sollen sie wieder Vollzeit in den Betrieb zurück und den gleichen Zeitraum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch großzügiger</strong> soll sie werden, die <strong>ab 1.1.2012</strong> geplante <strong>Familienpflegezeit </strong>von Bundesfamilienministerin <strong>Kristina Schröder</strong>. Die grundsätzliche Idee dahinter: Arbeitnehmer, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, sollen bis zu zwei Jahre ihre Arbeitszeit auf die Hälfte reduzieren dürfen, und das bei dreivierteltem Gehalt. Anschließend sollen sie wieder Vollzeit in den Betrieb zurück und den gleichen Zeitraum wie in der ersten Phase arbeiten, ebenfalls für ein dreivierteltes Gehalt. Also erst weniger arbeiten und mehr kriegen, dann mehr arbeiten und dafür weniger kriegen. Theoretisch und rechnerisch geht es auf! Im Juli 2010 <a href="http://blog.betriebsrat.de/allgemein/kritik-an-schroders-neuer-familien-pflegezeit-fur-arbeitnehmer/" target="_blank">berichteten wir ausführlich</a> darüber.</p>
<p>Nun soll sich die Bundesregierung auf Eckpunkte eines entsprechenden <strong>Gesetzes </strong>geeinigt haben. <strong>Zwei Neuerungen </strong>werden <a href="http://www.haufe.de/newsDetails?newsID=1300263892.61&amp;d_start:int=3&amp;topic=Personal_Lohn_Gehalt&amp;topicView=Personal%20und%20Lohn%20%26%20Gehalt" target="_blank">gemeldet</a>: <span id="more-5328"></span>Zum einen soll die neue Pflegezeit auch von solchen Beschäftigten in Anspruch genommen werden können, die lediglich 15 Wochenstunden arbeiten, zum anderen, und <strong>das ist der eigentliche Kracher</strong>, soll es <strong>keinen verbindlichen Rechtsanspruch</strong> darauf geben! Da habe angeblich die FDP darauf bestanden&#8230;</p>
<p>Das würde überspitzt bedeuten: Ob ein Arbeitnehmer zukünftig Pflegezeit in Anspruch nehmen, hängt ausschließlich von der <strong>Lust und Laune seines Chefs</strong> ab. <strong>Was bitte soll das?</strong> Und so hagelt es denn auch <a href="http://www.bi-daheim.de/thema_detail.php?showobject=2381" target="_blank">Kritik von allen Seiten</a>.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Hartz IV-Gefeilsche geht weiter: Das ist der aktuelle Stand</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 15:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie auf einem Basar fühlte sich FDP-Generalsekretär Christian Lindner angesichts der derzeitigen Verhandlungssituation im Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform. Ganz unrecht hat er dabei nicht. Es sind schon eine Menge Programmpunkte, die da gerade in verschiedenen Paketen miteinander verschnürt werden sollen: Regelsätze, Bildungsleistungen für Kinder, Mindestlohn, Leiharbeit. Wie kann das alles letzlich vernünftig zusammengepackt werden, bedenkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie auf einem Basar</strong> <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1766848/Lindner-Neue-Regelsaetze-nicht-auf-dem-Basar-verhandeln.html">fühlte sich</a> FDP-Generalsekretär Christian Lindner angesichts der derzeitigen Verhandlungssituation im Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform. Ganz unrecht hat er dabei nicht. Es sind schon <strong>eine Menge Programmpunkte</strong>, die da gerade in verschiedenen Paketen miteinander verschnürt werden sollen: Regelsätze, Bildungsleistungen für Kinder, Mindestlohn, Leiharbeit. Wie kann das alles letzlich vernünftig zusammengepackt werden, bedenkt man die zum Teil <strong>kontroversen </strong>Standpunkte der beteiligten Parteien?</p>
<p>Zum wiederholten Male trafen sich gestern abend die Mitglieder des Vermittlungsausschusses. <strong>Über sechs Stunden</strong> wurde verhandelt, wobei &#8220;gestritten&#8221; vermutlich zutreffender sein dürfte. In den anschließenden Stellungnahmen der Politiker hörte sich dann wie immer alles recht wohlfeil an. Die Verhandlungsführerin der Bundesregierung, Bundesarbeitsministerin  Ursula von der Leyen (CDU), <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/hartz-iv-reform-teil-durchbruch-bei-vermittlung_aid_593408.html" target="_blank">sprach </a>von einem „gemeinsamen großen Schritt&#8221;, den man gemacht habe. Wir wissen Bescheid: Redet sie so, dann geht es mit Sicherheit um ihr <strong>absolutes Lieblingsthema, <span id="more-4834"></span>die Kinder</strong>! Hier gab es scheinbar eine Einigung, dass das zukünftige Bildungspaket nun nicht wie geplant von den Jobcentern, sondern von den Kommunen selbst verwaltet werden soll. Großes Aufatmen bei den &#8220;Mädchen für alles&#8221; in den Jobcentern! Und: Diese Leistungen sollen auch den Kindern von Geringverdienern zu Gute kommen.</p>
<p>Aber was ist mit dem zentralen Thema, dem <strong>Regelsatz</strong>? Hier bewegt sich offenbar wenig bis nichts. Weder wird an der umstrittenen Berechnungsgrundlage gerüttelt, noch an der Höhe des Tagessatzes. Die sog. &#8220;Regelsatz-Arbeitsgruppe&#8221; des Ausschusses  <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1766848/Lindner-Neue-Regelsaetze-nicht-auf-dem-Basar-verhandeln.html" target="_blank">hatte </a>vergangene Woche eine <strong>neue Berechnungsmethode</strong> ins Spiel gebracht, welche zu einer Erhöhung von 17 Euro statt wie bisher geplant von 5 Euro pro Monat führen würde. Dazu gab es heute keine neuen Infos.</p>
<p>Mehr Kompromissbereitschaft scheint dagegen beim Thema <strong>Mindestlohn für die Leiharbeit</strong> entstanden zu sein. Alle Verhandlungsteilnehmer hätten <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE70O09020110125" target="_blank">laut Fritz Kuhn</a> von Bündnis 90/Die Grünen erklärt, dass es eine  Lohnuntergrenze in  der Zeitarbeit für die verleihfreie Zeit  und für die ersten  Wochen der Einarbeitung geben solle. Umstritten sei aber weiter, nach wie  vielen Wochen bzw. Monaten der Grundsatz der gleichen Bezahlung (&#8220;<strong>equal pay</strong>&#8220;) von  Leiharbeitern und  Stammbelegschaften gilt</p>
<p>Am <strong>6. Februar</strong> soll die nächste Verhandlungsrunde statt finden. Fritz Kuhn dazu: &#8220;Wenn sich am 6. Februar nichts ändert, dann werden die Verhandlungen durch diese <strong>Bockigkeit von Schwarz-Gelb scheitern</strong>.&#8221; Zeitlich wird es immer enger&#8221; Die nächste Sitzung des <strong>Bundesrats </strong>findet wenige Tage später,<strong> am 11. Februar</strong> statt. Bis dahin muss die Einigung erfolgen! Und was, wenn nicht? Dazu sagt niemand was. Zumindest <strong>die Blamage wäre riesig</strong>. Viele denken, dass sie das schon ist. Das Parteiengezänk würde neue Dimensionen erreichen. Es ist kaum mehr verständlich, dass man nicht in der Lage ist, sich zu einigen. Geschacher, Taktik, Gefeilsche. Und das alles auf <strong>dem Rücken der Schwächsten der Gesellschaft.</strong> Immerhin: Es scheint abgemacht zu sein, dass die neue Regelung <strong>rückwirkend </strong>gelten wird, wann immer sie auch irgendwann kommen wird.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Milchmädchenrechnung der FDP</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/lohn-und-gehalt/milchmadchenrechnung-der-fdp/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 15:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Versprechen „mehr Netto vom Brutto“ ist die FDP in den letzten Bundestagswahlkampf gestartet. Eines der wichtigsten Ziele der Liberalen war es, die Arbeitnehmer zu entlasten: Sie sollten mehr Geld für ihren privaten Konsum in der Tasche haben. Nun sind Westerwelle, Brüderle, Rösler und Co. schon eineinhalb Jahre an der Macht, doch mehr Geld finden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem <strong>Versprechen „</strong><a href="http://www.fdp-bundespartei.de/webcom/show_article.php/_c-1386/_nr-21/_p-1/i.html" target="_blank"><strong>mehr Netto vom Brutto</strong></a><strong>“ ist die <a href="http://www.liberale.de/" target="_blank">FDP</a></strong> in den letzten Bundestagswahlkampf gestartet. Eines der wichtigsten Ziele der Liberalen war es, die Arbeitnehmer zu entlasten: Sie sollten mehr Geld für ihren privaten Konsum in der Tasche haben. Nun sind Westerwelle, Brüderle, Rösler und Co. schon eineinhalb Jahre an der Macht, doch mehr Geld finden die Arbeitnehmer keineswegs in ihrem Portmonee. Genau das Gegenteil zeigt sich gerade bei der Januar-Gehaltsabrechnung: <span id="more-4784"></span>Durch die <a href="http://blog.betriebsrat.de/allgemein/die-anderungen-im-arbeitsrecht-und-im-sozialrecht-2011/" target="_blank">zum Jahresbeginn <strong>steigenden Lohnnebenkosten</strong> </a>(Krankenkasse, Arbeitslosenversicherung) hat ein Arbeitnehmer mit einem Bruttogehalt von 3.000,- € monatlich 4,55 € <strong>weniger netto im Geldbeutel als im Vorjahr</strong>.</p>
<p>Die von der FDP gönnerhaft angepriesene <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article12248710/Schaeubles-bittere-Pleite-bei-den-Steuergespraechen.html" target="_blank">Erhöhung der Werbungskostenpauschale </a>auf 1.000,- € bringt einem Arbeitnehmer umgerechnet höchstens 2,90 € im Monat. Schon ein Erstklässler kann da ausrechnen, dass <strong>diese Politik „weniger Netto vom Brutto“ für den Arbeitnehmer bedeutet</strong>. Wirkliche Steuergeschenke gab es hingegen für die <a href="http://www.n24.de/news/newsitem_5768569.html" target="_blank">Hoteliers</a>&#8230; </p>
<p>Thomas</p>
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		<title>Alles Kalkül, oder: Ist die Hartz IV-Reform noch zu retten?</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/alles-kalkul-oder-ist-die-hartz-iv-reform-noch-zu-retten/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 13:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 19. Januar fand ein neues Treffen im Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform statt. Während wir letzte Woche noch attestierten, dass hier gehörig Sand im Getriebe ist, müssen wir nun unsere Ferndiagnose leider erweitern. Denn: Der Karren steckt offensichtlich im parteipolitischen Morast fest. Schon im Vorfeld waren die Zeichen uneinheitlich. Beim letzten Treffen am 7. Januar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 19. Januar fand ein neues Treffen im <strong>Vermittlungsausschuss zur Hartz IV-Reform</strong> statt. Während <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/hartz-iv-vermittlung-mit-sand-im-getriebe/" target="_blank">wir letzte Woche</a> noch attestierten, dass hier gehörig Sand im Getriebe ist, müssen wir nun unsere Ferndiagnose leider erweitern. Denn: Der Karren steckt offensichtlich <strong>im parteipolitischen Morast</strong> fest.</p>
<p>Schon im Vorfeld waren die Zeichen uneinheitlich. Beim letzten Treffen am 7. Januar wurde von <strong>hartem Ton und einer angespannten Situation</strong> berichtet. Beide Seiten zeigten sich unbeweglich. Lediglich beim Bildungspaket für Kinder seien Fortschritte feststellbar gewesen. Kurz nach dem Treffen legte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen dann nach: Eine nochmalige Berechnung der Regelsätze, wie von der Opposition gefordert, <a href="http://www.haufe.de/newsDetails?newsID=1294984903.02&amp;d_start:int=0&amp;topic=Recht&amp;topicView=Recht" target="_blank"> lehne sie ab</a>. Eine Erhöhung würde diese nicht verfassungsfesterer machen, sondern lediglich den Bund mehr kosten.</p>
<p>Dann plötzlich <strong>Rauchzeichen</strong> <span id="more-4768"></span><strong>von der FDP:</strong> Generalsekretär Christian Lindner <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE70G0HZ20110117" target="_blank">zeigte sich</a> Anfang der Woche bei der Leiharbeit etwas kompromissbereiter. Dieses Thema wird am Tisch der Hartz IV-Reform mitverhandelt. Es könnte durchaus sein, dass über Zugeständnisse bei diesem Thema (es geht um einen Mindestlohn und um eine sog. Equal Pay-Entlohnung) die Zustimmung der Opposition bei Hartz IV erhandelt werden kann.</p>
<p>Dann aber gestern abend nach dem Treffen des Ausschusses <strong>alles wieder auf Anfang</strong>! Nun wird sogar ein <strong>Scheitern der Verhandlungen</strong> nicht mehr ausgeschlossen. Eine ernstgemeinte Drohung? SPD-Verhandlungsführerein Manuela Schwesig: &#8220;Die Chancen auf eine Einigung schwinden, weil sich Union und FDP selbst nicht einig sind.&#8221; Dagegen verweist die Union stoisch, wahrscheinlich aber taktierend, auf die &#8220;fehlenden Haushaltsmittel&#8221;, die einer Erhöhung des Regelsatzes im Wege stehen. Übersetzt heißt das: Arbeitslosengeld II gibt es nur nach Kassenlage und nicht danach, was die betroffenen Bürger dringend benötigen!</p>
<p>Das nächste Treffen ist für den <strong>27. Januar</strong> geplant. Wichtig: Der Bundesrat muss auch noch zustimmen. Genau aus diesem Grund befindet man sich ja im Vermittlungsausschuss. Und der Bundesrat tagt bereits am <strong>11. Februar</strong>. Es wird immer knapper. <strong>Ist das Kalkül?</strong> Mit Rücksicht auf die ablaufende Zeit darauf spekulieren, dass einer nachgibt? Die Frist des Bundesverfassungsgerichts für die Umsetzung der Neuregelung ist längst abgelaufen. Hier sind ganz sicher Taktierer am Werk. Wirklich <strong>peinlich und verdrossenheitsfördernd</strong>, was die Parteipolitik da erneut anrichtet.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Hartz IV-Poker vor den Türen des Vermittlungsausschusses</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 09:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Freitag findet, wie schon vor Weihnachten hier im Betriebsrat Blog berichtet, die nächste Verhandlungsrunde des Vermittlungsauschusses in Sachen &#8220;Hartz IV&#8221; statt. Zur Erinnerung: Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 09.02.2010 verlangt, dass bis Ende 2010 eine Neuregelung von Hartz IV getroffen werden muss. Konkret geht es um die Berechnungsmethoden, nach denen auch der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag findet, <a href="http://blog.betriebsrat.de/hartz-iv/zu-spat-reform-von-hartz-iv-kommt-erst-im-neuen-jahr/" target="_blank">wie schon vor Weihnachten hier im Betriebsrat Blog berichtet</a>, die nächste Verhandlungsrunde des <strong>Vermittlungsauschusses </strong>in Sachen &#8220;Hartz IV&#8221; statt. <strong>Zur Erinnerung:</strong> Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem <a href="http://blog.betriebsrat.de/gerichtsmassig/kinder-sind-keine-kleinen-erwachsenen-hartz-iv-verstost-gegen-die-verfassung/" target="_blank">Urteil vom 09.02.2010</a> verlangt, dass bis Ende 2010 eine Neuregelung von Hartz IV getroffen werden muss. <strong>Konkret geht es um</strong> die Berechnungsmethoden, nach denen auch der monatliche Regelsatz für das Arbeitslosengeld II festgesetzt wird. Zuletzt lag dieser bei 359 Euro im Monat. Die Koalition wollte ihn um fünf auf 364 Euro erhöhen, garniert um ein sog. Bildungspaket für die Kinder von Bedürftigen. Der Bundesrat lehnte dies ab. Grund: Die SPD hält die neuen Regelungen immer noch für verfassungswidrig, so <strong>SPD-Vize Manuela Schwesig</strong> im <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2011/01/05/hartz-iv-interview/manuela-schwesig-mecklenburg-vorpommern-sozialministerin.html" target="_blank">Bild-Interview</a>. Nun ist der Vermittlungsausschuss gefragt, der die Aufgabe hat, einen Kompromiss zu finden, der am Ende verabschiedet werden kann.</p>
<p>Der <strong>Verhandlungspoker </strong>hat begonnen. <span id="more-4547"></span>Bundesarbeitsministerin <strong>Ursula von der Leyen</strong> (CDU) <a href="http://www.sueddeutsche.de/R5738L/3792768/Hartz-IV-Empfaenger-muessen-warten.html" target="_blank">kündigte noch im alten Jahr an</a>, gesprächsbereit zu sein. Das Bildungspaket etwa könne auf die Kinder von Wohngeldempfängern erweitert werden. Beim Regelsatz zeigte sie sich unbeweglich. <a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/nachrichten/welt/newsticker/Arbeitsmarkt-Soziales;art7323,3573752" target="_blank">Sie denkt jedoch</a>, <strong>der &#8220;Sack&#8221; könne bald zugemacht werden</strong>!</p>
<p>Wirklich? SPD-Fraktionsvize <strong>Hubertus Heil</strong> erklärte dem <a href="http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1745785/Heil-Einigung-im-Januar-moeglich-wenn-sich-Union-bewegt.html" target="_blank">Hamburger Abendblatt</a>, eine baldige Einigung sei nur möglich, wenn sich die Union bewege.<strong> Er fordert </strong>ein unbürokratisches Bildungspaket, den bundesweiten Einsatz von Schulsozialarbeitern, einen fairen Regelsatz sowie einen flächendeckenden gesetzlichen <strong>Mindestlohn</strong>. Der Augenmerk dürfte  auf letzterem liegen, da die Sozialdemokraten diesen als <strong>zentrale Bedingung </strong>aufgestellt haben. Heil gegenüber dem Hamburger Abendblatt: <em>&#8220;Es ist selbstverständlich, dass ein Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche kommen muss, besonders mit Blick auf die Arbeitnehmerfreizügigkeit, die ab 1. Mai dieses Jahres in Europa gilt. Das reiche der SPD jedoch nicht aus. Bei der Zeit- und Leiharbeit geht es um zwei Aspekte, um Missbrauch zu verhindern: Das eine ist der Mindestlohn, das andere ist der Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit zwischen Stamm- und Leihbelegschaften.&#8221;</em></p>
<p>Der Mindestlohn für die Leiharbeiter ist, das kann man getrost sagen, <strong>so gut wie beschlussreif</strong>. Er wird mittlerweile, die FDP mal ausgenommen, von allen Parteien und Gruppierungen gefordert, <a href="http://www.zeit.de/2011/01/Mindestlohn-Arbeitsmarkt" target="_blank">sogar von den Arbeitgeberverbänden</a>. Man darf sehr gespannt sein, ob und was am Freitag im Vermittlungsausschuss herauskommen wird.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Pauschalbetrag für Arbeitnehmer: FDP feiert &#8220;Durchbruch&#8221; in der Steuerpolitik</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/allgemein/pauschalbetrag-fur-arbeitnehmer-fdp-feiert-durchbruch-in-der-steuerpolitik/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 10:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wagemutige Pläne im Steuerrecht: Der Pauschalbetrag für Werbungskosten, den jeder Arbeitnehmer bei seiner Einkommenssteuererklärung ohne weiteren Nachweis geltend machen kann, soll nach den Plänen der Bundesregierung möglichst bald von 920 auf 1.000 Euro pro Jahr steigen. Diese Aktion ist Teil des großen Plans &#8220;Unsere Steuererklärung soll einfacher werden&#8220;. FDP-Finanzexperte Volker Wissing spricht von einem &#8220;Durchbruch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wagemutige Pläne</strong> im Steuerrecht: Der <strong>Pauschalbetrag für Werbungskosten</strong>, den jeder <strong>Arbeitnehmer </strong>bei seiner Einkommenssteuererklärung ohne weiteren Nachweis geltend machen kann, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,732584,00.html" target="_blank">soll nach den Plänen der Bundesregierung</a> möglichst bald <strong>von 920 auf 1.000 Euro</strong> pro Jahr steigen. Diese Aktion ist Teil des großen Plans &#8220;<strong>Unsere Steuererklärung soll einfacher werden</strong>&#8220;. FDP-Finanzexperte Volker Wissing <a href="http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE6B10EL20101202" target="_blank">spricht</a> von einem &#8220;<strong>Durchbruch</strong> in der Steuerpolitik&#8221;.</p>
<p>Ein Durchbruch, was ist da los? Wieder mal verstehen wir nur Bahnhof! Sollte die Steuererklärung denn irgendwann nicht mal sogar auf einen <strong>Bierdeckel</strong> passen? Was bitte wird einfacher, wenn eine Pauschale minimal erhöht wird? <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitnehmerpauschbetrag" target="_blank">Bis vor ein paar Jahren </a>lag dieser Betrag sogar noch bei <span id="more-4209"></span>1.044 Euro, bevor er dann auf 920 herabgesetzt wurde. Wäre mal interessant zu wissen, wieviele Arbeitnehmer das eigentlich betrifft, denn vermutlich kommen sehr viele allein schon wegen den Fahrkosten zur Arbeitsstelle über diesen Pauschalbetrag hinüber, weswegen das ganze <strong>wirkungslos </strong>bleibt. Aber wer weiß schon, was mit den Fahrtkosten in Zukunft geplant ist. Da ist ja derzeit Ruhe, nur wie lange noch? Vielleicht werden wir Arbeitnehmer um diese 80 Euro &#8220;Erhöhung&#8221; irgendwann sogar mal dankbar sein müssen.</p>
<p>Bis dahin denken wir auch weiterhin an die <strong>enorme finanzielle Entlastung</strong>, die die FDP den <strong>Hoteliers </strong>zu Jahresbeginn hat zukommen lassen (<a href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2010/panoramafdp128.html" target="_blank">was die Partei  angeblich mittlerweile selbst recht &#8220;kritisch&#8221; sieht</a>) und denken uns, dass es bestimmt sein Gutes haben wird, wenn man <strong>die Großen ganz groß</strong> und <strong>die Kleinen ganz klein</strong> entlastet.</p>
<p>Nur zur Klarstellung: Kein Arbeitnehmer würde automatisch 80 Euro mehr rauskriegen. Bei diesem Betrag handelt es sich lediglich um die Summe, um die das zu versteuernde Jahreseinkommen vor Berechnung der Steuer zusätzlich vermindert wird. Real übrigbleiben wird, je nach persönlichem Steuersatz, <strong>deutlich</strong> weniger!</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Elena kommt erst mal zwei Jahre später</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2010 16:15:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nein, Elena ist keine Frau und für die erwähnte Verspätung kann sie nichts. Das gleich mal vorweg. Elena ist die knuffige Abkürzung eines Projekts mit dem sperrigen Namen &#8220;Elektronischer Entgeltnachweis&#8221;. Danach sind Arbeitgeber seit Januar 2010 gesetzlich dazu verpflichtet, monatlich die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten an eine Datenbank bei der Deutschen Rentenversicherung zu übermitteln. Behörden wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, Elena ist keine Frau und für die erwähnte Verspätung kann sie nichts. Das gleich mal vorweg. Elena ist die knuffige Abkürzung eines Projekts mit dem sperrigen Namen &#8220;Elektronischer Entgeltnachweis&#8221;. Danach sind Arbeitgeber seit Januar 2010 gesetzlich dazu verpflichtet, monatlich die <strong>Entgeltdaten ihrer Beschäftigten</strong> an eine Datenbank bei der Deutschen Rentenversicherung zu übermitteln. Behörden wie zum Beispiel Wohngeld- oder Arbeitslosengeldstellen sollten nach den ursprünglichen Plänen der Koalition diesen Speicher ab <strong>Januar 2012 anzapfen</strong>, um mit Hilfe der dort versammelten Daten zukünftig ihre Bescheide zu erstellen. Dadurch wären Millionen von Bescheinigungen, die bislang von Arbeitgebern in Papierform ausgestellt werden müssen, überflüssig.<span id="more-4015"></span></p>
<p>Doch schon bei der Einführung vor knapp einem Jahr <a href="http://blog.betriebsrat.de/datenschutz/elena-offnet-sich-fur-arbeitnehmervertreter/" target="_blank">hagelte es Kritik</a>! Vom <strong>größten Datensammelprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik</strong> war die Rede, Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar sprach von einer &#8220;unverhältnismäßigen Datensammlung&#8221;, die Partei DIE LINKE von einem <strong>&#8220;Datenmonster</strong>&#8220;. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen kündigte rasch eine Überprüfung des Vorhabens an. Im Juli <a href="http://blog.betriebsrat.de/datenschutz/kosten-hohe-kosten-elena-das-leben/" target="_blank">mischte sich</a> dann Kabinettskollege und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ein: Vor allem die Kosten von ELENA seien unverhältnismäßig, ließ er verlauten. Am liebsten würde er die Speicherung deswegen <strong>auf unbestimmte Zeit aussetzen.</strong></p>
<p>Brüderle wurde erhört, der Start des Projekts soeben von der Koalition um ganze zwei Jahre <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,730127,00.html" target="_blank">verschoben</a>. Phase 2, also die Datenübermittlung an die Behörden, beginne nun erst ab dem <strong>1.1.2014</strong>. Offizieller Grund seien die von Brüderle monierten <strong>hohen Kosten</strong> für Behörden, aber auch erhebliche Belastungen für den Mittelstand. Erleben wir nun vielleicht Elenas <strong>Tod auf Raten</strong>? Die Datenmeldungen durch die Arbeitgeber scheinen indessen weiter zu laufen. Spiegel Online äußerte die Vermutung, dass alle bisher gemeldeten Daten <strong>gelöscht </strong>werden müssten, da man sie aus verfassungsrechtlichen Gründen <strong>nicht auf Vorrat speichern</strong> dürfe, schon gar nicht bis 2014!</p>
<p>Meine Vermutung: <strong>Diese Elena werden wir nie zu Gesicht bekommen.</strong> Und darüber wird keiner, dem nur ein klein wenig am Datenschutz gelegen ist, traurig sein.</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Jetzt also doch kein Fachkräftemangel, oder was?</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 15:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit langem liegen sie einem schon in den Ohren, um in ihrem monotonen Singsang von zukünftigen fachkräftearmen Zeiten zu klagen, auf die unsere schwer exportüberlastige Wirtschaftsnation zusteuert. &#8220;Dramatisch&#8221; sei die Lücke, die sich da auftun würde, so Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Einen Haufen Geld würde uns der Mangel kosten, allein letztes Jahr hätten fehlende Arbeitskräfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit langem liegen sie einem schon in den Ohren, um in ihrem monotonen Singsang von zukünftigen fachkräftearmen Zeiten zu klagen, auf die unsere schwer exportüberlastige Wirtschaftsnation zusteuert. <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article10374443/Fachkraeftemangel-kostet-laut-Bruederle-Milliarden.html" target="_blank">&#8220;Dramatisch&#8221; sei die Lücke</a>, die sich da auftun würde, so Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). <strong>Einen Haufen Geld</strong> würde uns der Mangel kosten, allein letztes Jahr hätten fehlende Arbeitskräfte zu sog. <strong>Wohlstandsverlusten </strong>in Höhe von 15 Milliarden Euro geführt. Wohlstandsverluste &#8211; was für ein unsinniges Wort ist das denn schon wieder? Das Thema ist mittlerweile Chefsache, die Bundesregierung hat <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_975132/Content/DE/Artikel/MS-Bildungsrepublik/2010-10-18-dem-fachkraeftemangel-begegnen.html?page=0" target="_blank">zahlreiche Maßnahmen</a> im Köcher. Das <strong>Ungemach stehe schon vor der Tür</strong>: <a href="http://www.faz.net/-01f397" target="_blank">Hier</a> würden zehntausende Ingenieure fehlen und <a href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/berliner-wirtschaft/viele-lehrstellen-bleiben-leerstellen/1684686.html" target="_blank">dort</a> Auszubildende. So so. Wenn man etwas nur oft genug vorgesetzt bekommt, dann glaubt man es irgendwann auch. Denn wenn alle darüber schreiben, <a href="http://blog.betriebsrat.de/allgemein/anhebung-der-wochenarbeitszeiten/" target="_blank">so auch dieser Blog kürzlich</a>, dann muss es ja stimmen.</p>
<p>Ein Riss in dieser gewaltigen Kampagnenwand tauchte auf, als <strong><span id="more-3945"></span>Manuel Heckmair</strong> vor einigen Monaten in Focus Online über das &#8220;<a href="http://www.focus.de/finanzen/news/arbeitsmarkt/tid-19321/arbeitsmarkt-das-maerchen-vom-fachkraeftemangel_aid_535617.html" target="_blank">Märchen vom Fachkräftemangel</a>&#8221; schrieb. Er versuchte dieses zu lüften und wies auf <strong>einige sehr interessante Zusammenhänge</strong> hin: Je mehr Bewerber auf dem Markt seien, desto weniger attraktiv müssten die Unternehmen ihre Stellen anbieten. Die Forderungen nach mehr ausländischen Fachkräften, wie seit langer Zeit überall erhoben werden, dienen dazu, den Markt in Bewegung zu halten. Der Arbeitsmarkt bleibe so ein Nachfragemarkt, der die Arbeitnehmer vor allem in Hinblick auf <strong>Lohnforderungen in die Schranken weise</strong>. Fazit: Einen Fachkräftemangel könne, zumindest derzeit, niemand feststellen.</p>
<p>Wie ein Blitz aus heiterem Himmel legt <strong>Meinungsmacher Spiegel Online </strong>jetzt nach: Das Blatt, das seit langem <strong>unerschöpflich </strong>darüber berichtete, wie hart unser Land vom drohenden Fachkräftemangel getroffen werde, schwenkt plötzlich auf eine ganz andere Linie ein! &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,729202,00.html" target="_blank">DIW-Experten bezweifeln Mangel an Fachkräften</a>&#8221; so der Titel des heute dort erschienen Artikels. Beim DIW handelt es sich um das renommierte und als ziemlich unabhängig geltende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Institut_f%C3%BCr_Wirtschaftsforschung" target="_blank">Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung</a> in Berlin. Dessen Arbeitsmarktexperten <strong>wiederlegen nun nachhaltig </strong>die Mär vom Fachkräftemangel. DIW-Forscher Karl Brenke laut Spiegel Online: &#8220;Bestimmte Faktoren lassen den klaren Schluss zu, dass von einem grundlegenden Fachkräftemangel <strong>keine Rede</strong> sein könne.&#8221; Er belegt dies so: Schon ein <strong>Blick auf die Gehälter</strong> zeige, dass es kein akutes Problem geben könne. Fachkräfte hätten bei der Lohnentwicklung zuletzt nicht besser abgeschnitten als alle anderen, bei Knappheit hätte es aber eine überdurchschnittliche Gehaltssteigerung geben müssen. Auch die <strong>Arbeitsmarktstatistik </strong>spreche dagegen: Im März etwa waren in fast allen Fertigungsberufen weniger Menschen beschäftigt als im Monat davor. Zwar sinken die Arbeitslosenzahlen, aber in fast allen Branchen gebe es immer noch mehr Arbeitslose als vor der Wirtschaftskrise. Zumindest mehr als es offene Stellen gebe.</p>
<p>Ausnahmen gibt es: Ein Mangel an <strong>medizinischem Fachpersonal</strong> würde tatsächlich bestehen. Und auch regional sähe es zum Teil nicht immer so gut aus, vor allem in Ostdeutschland seien viele Fachkräfte abgewandert. Beim Paradethema &#8220;<strong>Fachkräftemangel bei Ingenieuren</strong>&#8221; wird von den Arbeitgebern immer <strong>besonders wehklagend geschrien</strong>. Nur: Die Zukunftsaussichten seien ganz gut, so Experte Brenke. Maschinenbau ist mittlerweile wieder das zweitbeliebteste Studium. Jahr für Jahr würden hier deutlich mehr fertig ausgebildetete Studenten auf den Markt kommen als ältere Arbeitnehmer in Rente gingen. Und auch bei Thema <strong>Azubis </strong>sei ein Mangel nicht feststellbar, nur bei einigen Dienstleistungsberufen wie Klempner oder Bäcker fänden sich nicht genügend Bewerber.</p>
<p>Tipp: Auf den <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=6388" target="_blank">&#8220;Nachdenkseiten</a>&#8221; wurden Meinungen und Erfahrungsberichte aus der Praxis veröffentlicht, die Fachkräfte erlebt haben. Lesen und staunen. Und wundern!</p>
<p>Peter</p>
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		<title>Wie geht es weiter beim neuen Beschäftigtendatenschutzgesetz?</title>
		<link>http://blog.betriebsrat.de/datenschutz/wie-geht-es-weiter-beim-neuen-beschaftigtendatenschutzgesetz/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 14:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über das seit längerem geplante Gesetz zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes wurde hier erst im Juni 2010 berichtet: Damals veröffentlichte der Bundesinnenminister einen Referentenentwurf, der ihm danach von Gewerkschaften und Datenschützern um die Ohren gehauen wurde. Hauptkritikpunkt: Das Gesetz führe nicht zu mehr sondern zu weniger Datenschutz für die Arbeitnehmer. Bislang verbotene Kontrollmaßnahmen wären künftig erlaubt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über das seit längerem geplante <strong>Gesetz zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes</strong> wurde hier erst im Juni 2010 <a href="http://blog.betriebsrat.de/datenschutz/gesetzentwurf-zum-arbeitnehmerdatenschutz-stost-auf-grose-ablehnung/" target="_blank">berichtet</a>: Damals veröffentlichte der Bundesinnenminister einen Referentenentwurf, der ihm danach von Gewerkschaften und Datenschützern <strong>um die Ohren gehauen </strong>wurde. Hauptkritikpunkt: Das Gesetz führe nicht zu mehr sondern <strong>zu weniger Datenschutz für die Arbeitnehmer</strong>. Bislang verbotene Kontrollmaßnahmen wären künftig erlaubt. Auch innerhalb der Koalition kam es zum <strong>Streit</strong>: Die FDP <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,704507,00.html" target="_blank">stellte öffentlich gravierende Mängel fest</a>. Das Ministerium <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmenhttp://www.welt.de/wirtschaft/article9140267/Gesetz-soll-Beschaeftigte-vor-Bespitzelung-schuetzen.html0,1518,704507,00.html" target="_blank">überarbeitete</a> daraufhin den Entwurf. Das Ergebnis: Ende August wurde der Gesetzentwurf vom Bundeskabinett <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_174/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2010/08/beschaeftigtendatenschutz.html" target="_blank">beschlossen</a>. Der Tenor der Regierung lautete: Mit dem Ergebnis habe man einen &#8220;ausgewogenen Ausgleich&#8221; zwischen den Interessen der Beschäftigten am Schutz ihrer personenbezogenen Daten und den berechtigten Interessen der Arbeitgeber geschaffen.</p>
<p>Wer nun aber auf positive Reaktionen in der Öffentlichkeit gehofft hat, wurde <strong>ziemlich schnell enttäuscht</strong>: Sowohl <a href="http://www.dgb.de/presse/++co++b6e4bed2-b046-11df-6fd9-00188b4dc422" target="_blank">Gewerkschaften</a> als auch <a href="http://www.bda-online.de/www/arbeitgeber.nsf/id/DE_PI04210" target="_blank">Arbeitgeberverbände</a> übertrafen sich gegenseitig<span id="more-3879"></span> in ihrer <strong>Ablehung </strong>des nachgebesserten Entwurfs, wenn auch aus jeweils unterschiedlicher Sichtweise.</p>
<p>Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens wurde der Entwurf zur Stellungnahme an den <strong>Bundesrat </strong>weitergeleitet. <a href="http://www.bundesrat.de/cln_152/nn_8538/DE/presse/pm/2010/165-2010.html?__nnn=true" target="_blank">Dieser hat sich vor kurzem damit befasst</a>. Das Ergebnis wird kaum überraschen: Kritik an allen Ecken! Das Gesetz ist nicht zustimmungspflichtig. Dennoch verlangt die Länderkammer <strong>umfangreiche Verbesserungen</strong>,so etwa durch</p>
<ul>
<li>handwerklich bessere und damit auch für Laien verständlichere Bestimmungen,</li>
<li>eine eindeutige Regelung, dass Pausen- und Ruheräume nicht überwacht werden dürfen,</li>
<li>die Festlegung, dass Arbeitgeber personenbezogene Daten, die sie aus anderen mit ihren Arbeitnehmern geschlossenen Verträgen erheben, nicht für Zwecke des Arbeitsverhältnisses verarbeiten und nutzen dürfen,</li>
<li>die Einführung von Regelungen zum Datenschutz im Bereich der Arbeitnehmervertretung; so könnte etwa der Beauftragte für den Datenschutz die Kontrolle der Interessenvertretung wahrnehmen, soweit keine andere Absprache existiert.</li>
</ul>
<p><strong>Und so geht es laut Verfassungsfahrplan weiter</strong>: Die Regierung kann erneut Stellung nehmen, muss es aber nicht. Anschließend wird sie den Entwurf, vermutlich unverändert, in den Bundestag einbringen. Dort wird er beraten und am Ende mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Bundesrat könnte anschließend Einspruch einlegen, dieser würde aber wahrscheinlich vom Bundestag mit absoluter Mehrheit wieder überstimmt werden.</p>
<p>Das Inkraftttreten wird sich also noch hinziehen. Selbst wenn das Gesetzgebungsverfahren endlich ganz durchlaufen ist, <a href="http://www.personalpraxis24.de/startseite/thema-der-woche/archiv-der-themen-der-woche/datenschutz-im-arbeitsleben-regierung-verabschiedet-entwurf-eines-gesetzes-zur-regelung-des-beschaeftigtendatenschutzes/" target="_blank">wurde bereits angedeutet</a>, dass das Gesetz erst rund sechs Monate später in Kraft treten werde. Damit wolle man allen Arbeitgebern Gelegenheit geben, Änderungen in den organisatorischen betrieblichen Abläufen vorzunehmen. <strong>Es könnte also noch mindestens ein knappes Jahr dauern, bis das Gesetz wirksam wird.</strong></p>
<p>Download: Gesetzentwurf zur Regelung des Beschäftigtendatenschutzes vom 25.08.2010  (<a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Gesetzestexte/Entwuerfe/Entwurf_Beschaeftigtendatenschutz.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank">pdf-Datei</a>, 132 kb)</p>
<p>Peter</p>
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