Am Freitag ist es soweit: In der Westminster-Abteikirche in London werden sich der Sohn des britischen Thronfolgers, Prinz William, und seine Verlobte Kate Middleton vor Gott und der Welt das Ja-Wort geben. Ein Ereignis, das die Herzen der Monarchie-Fans höher schlagen lässt! Und da wir in Deutschland schon seit fast 100 Jahren keinen Kaiser mehr haben, ist dies auch für die Anhänger des Blauen Blutes in unserem Land ein „must be seen“.

Anders als in Großbritannien ist der kommende Freitag hierzulande kein Feiertag. Um das TV-Highlight (von 9 bis 15 Uhr) nicht zu verpassen, haben sich aber schon viele Fans extra frei genommen. Was ist aber mit denen, die dies versäumt haben und im Büro sitzen müssen? Dürfen sie dort den Live-Stream via Büro-Computer laufen lassen?

Die Antwort ist eindeutig:
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Andreas Vosskuhle, Päsident des Bundesverfassungsgerichts, hat sich für eine Öffnung der Gerichte für Fernsehsender ausgesprochen. Es kann also sein, dass demnächst auch reale Gerichtsprozesse über den Bildschirm flimmern. Fiktive Gerichtsshows à là Alexander Hold und Barbara Salesch tun das ohnehin schon. Diese sind nur leider total unrealistisch, prägen aber das Bild der Bürger von der deutschen Justiz, so Vosskuhle. Wenn man das nicht möchte, müsse der Zuschauer die Möglichkeit haben, echte Prozesse zu erleben um „mit der Macht der Bilder echter Verfahren“ auf den rechten Weg geführt zu werden. All das natürlich nur im Rahmen des gesetzlich Möglichen und Vertretbaren.

Schön und gut. Bisher dürfen Urteilsverkündungen übertragen und Richter vor Beginn der Verhandlung gefilmt werden. Bei dem eigentlichen Prozess sind Aufnahmen nicht gestattet. Zu Recht! Insbesondere der Persönlichkeitsschutz der Beteiligten spielt hier eine ganz entscheidende Rolle. Soll an diesem hohen Rechtsgut tatsächlich gekratzt werden? Und wenn ja, um welchen Preis?
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von Thomas am 10.06.2010, 15:32 Uhr , Kategorie: Arbeitszeit

Morgen wird die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika angepfiffen. Deutschland wird das erste Spiel am Sonntag um 20:30 Uhr gegen Australien bestreiten. Das Zweite folgt dann am Freitag (18.06.2010) um 13:30 Uhr gegen Serbien. Spätestens dann stellt sich für jeden arbeitenden Fußball-Fan die Frage: „Habe ich als Arbeitnehmer einen Anspruch darauf auch während der Arbeitszeit die Spiele unserer National-Elf live mitzuerleben?“

Nein, denn hier muss sich der Arbeitnehmer an die arbeitsrechtlichen Spielregeln halten. Und die heißen: Arbeitszeit ist Arbeitszeit und nicht Fußballzeit! In dieser Zeit muss der Arbeitnehmer den Interessen des Arbeitgebers nachkommen. Der Arbeitgeber hat das Weisungsrecht
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