von Thomas am 10.02.2011, 09:12 Uhr , Kategorie: Allgemein

Der absolute Renner auf dem französischen Spielemarkt ist derzeit das Kartenspiel „Plan social“, zu deutsch „Sozialplan“. Ziel des Spiels ist es möglichst viele Menschen aus ihrem Arbeitsverhältnis zu entlassen. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Aktionären und müssen möglichst schnell ihre Karten – die für Arbeitnehmer stehen – loswerden. Wer das als erstes schafft gewinnt und darf zur Belohnung sein Unternehmen in ein Land mit Billigarbeitskräften verlagern.

Für den Rausschmiss von Arbeitnehmern, die schwerer loszuwerden sind, gibt es Sonderpunkte: So wird vor allem der Spieler belohnt, der sein Unternehmen von Behinderten,
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von Ines am 25.10.2010, 14:13 Uhr , Kategorie: Rente

Trotz scharfer Proteste gegen die französische Rentenreform hat der Senat am vergangenen Freitag (22. Oktober) das wichtigste Gesetzesvorhaben von Präsident Sarkozy gebilligt: Die Anhebung des Renteneintrittsalters von 60 auf 62 Jahre. Das berichtet unter anderen die Süddeutsche Zeitung. In mehreren Städten kam es in den Tagen vorher noch  zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten. Streiks im Schienen- und Flugverkehr führten zu langen Wartezeiten, Schulen und Universitäten blieben geschlossen. Die Gewerkschaften kündigten bereits weitere Maßnahmen an. Sarkozy hält die Reform für unerlässlich, um die Rentenkassen zu sanieren und Frankreichs Kreditwürdigkeit zu wahren.

Die Anhebung des Rentenalters ist übrigens nicht nur bei uns und in Frankreich, sondern in halb Europa Thema: Auch in
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von Thomas am 07.10.2010, 11:09 Uhr , Kategorie: Allgemein

So geschehen in Frankreich: Ein Praktikant namens Mohamed wurde von seinem Arbeitgeber aufgefordert sich am Firmentelefon mit dem französischen Namen Alexandre zu nennen. Die Begründung des Arbeitgebers lautete: „Mohamed ist nicht gängig. Du wirst Dich Alexandre nennen, das kommt besser an!“

Der Praktikant weigerte sich – und durfte darauf hin seine Sachen zusammenpacken, wie Focus online berichtet. Allerdings erstattete er Anzeige wegen Diskriminierung: „Ich bin Franzose, ich will wie jeder andere auch mit meinem richtigen Vornamen leben.“ Wie Recht er doch hat! Allein aus arbeitsrechtlicher Sicht gesehen, liegt hier ein ganz klarer Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlugsgesetz (AGG) vor.

Thomas

In unserem Nachbarland Frankreich häufen sich die Selbstmorde auf Grund von psychosozialem Stress am Arbeitsplatz. Allein bei der France Télécom haben sich seit Anfang des Jahres mehr als 20 Mitarbeiter das Leben genommen. Auch bei dem Autogiganten Renault hat es mehrere Suizide gegeben.

Die französische Regierung sucht nun nach Mitteln diese schrecklichen Zustände zu verhindern. Geplant ist,
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