Der Niedriglohnsektor nimmt wie eine Krake Überhand: Nach einer Studie des IAQ-Instituts der Universität Duisburg-Essen arbeitet mittlerweile jeder fünfte Arbeitnehmer unterhalb der Niedriglohnschwelle. Professor Gerhard Bosch, einer der beiden Studienleiter, in der ZDF-Sendung „Frontal 21“: „Wir sind zu einem für uns erschütternden Ergebnis gekommen: In Deutschland gebe es den stärksten Anstieg von Niedriglohnbeschäftigung in Europa in den letzten Jahren.“ Er weist darauf hin, dass es eine deutsche Besonderheit sei, dass vor allem die ganz niedrigen Löhne, also bis unter fünf oder sechs Euro, stark zugenommen hätten. „Solche Löhne“, so Bosch im ZDF , „dürfen in Frankreich und England gar nicht bezahlt werden, weil es dort gesetzliche Mindestlöhne gibt.“

Die derzeit oft geforderten 7,50 Euro pro Stunde reichen
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