Andreas Vosskuhle, Päsident des Bundesverfassungsgerichts, hat sich für eine Öffnung der Gerichte für Fernsehsender ausgesprochen. Es kann also sein, dass demnächst auch reale Gerichtsprozesse über den Bildschirm flimmern. Fiktive Gerichtsshows à là Alexander Hold und Barbara Salesch tun das ohnehin schon. Diese sind nur leider total unrealistisch, prägen aber das Bild der Bürger von der deutschen Justiz, so Vosskuhle. Wenn man das nicht möchte, müsse der Zuschauer die Möglichkeit haben, echte Prozesse zu erleben um „mit der Macht der Bilder echter Verfahren“ auf den rechten Weg geführt zu werden. All das natürlich nur im Rahmen des gesetzlich Möglichen und Vertretbaren.

Schön und gut. Bisher dürfen Urteilsverkündungen übertragen und Richter vor Beginn der Verhandlung gefilmt werden. Bei dem eigentlichen Prozess sind Aufnahmen nicht gestattet. Zu Recht! Insbesondere der Persönlichkeitsschutz der Beteiligten spielt hier eine ganz entscheidende Rolle. Soll an diesem hohen Rechtsgut tatsächlich gekratzt werden? Und wenn ja, um welchen Preis?
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