Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des DIHK. Danach unterstützen bereits 90 Prozent der deutschen Unternehmen die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter aktiv oder planen dies konkret. An erster Stelle steht dabei ein gesundheitsgerechter Arbeitsplatz. Hierunter fallen beispielsweise ergonomische Bürostühle, Stehpulte, verstellbare Arbeitsplatten oder spezielle Fertigungsbänke. Als weitere Aktivitäten werden Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen am Arbeitsplatz, Sport und Bewegungsangebote oder Ernährungsberatung genannt.

Für die Studie wurden 1.500 Antworten aus dem unternehmerischen Ehrenamt der IHK-Organisation ausgewertet. Der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks zum Ergebnis: „In den vergangenen fünf Jahren hat die Bedeutung der Gesundheitsförderung bei 65 Prozent der Unternehmen zugenommen. Dabei sind auch die Kleinen am Puls der Zeit: Schon 40 Prozent der Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern messen dem Thema eine steigende Bedeutung bei.“

35 Prozent der Befragten beabsichtigen, ihr bisheriges Engagement in den kommenden fünf Jahren noch zu verstärken. Wie sie das machen, wollen sie jedoch weitgehend selbst bestimmen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen lehnen weitere gesetzliche Vorgaben ab. Als wichtige Hilfe bezeichneten 33 Prozent dagegen mehr Informationen über mögliche Maßnahmen, Angebote und Best-Practice-Beispiele.

Für die psychische Gesundheit wird bisher noch weniger getan. So werden laut Pressemitteilung beispielsweise zur Stressbewältigung lediglich bei 26 Prozent der Umfrageteilnehmer Maßnahmen angeboten. Die Thematik stehe daher auf der politischen Agenda, so Dercks.

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