Auf die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter jedenfalls nicht. Zu dieser zunächst traurigen Antwort führt eines der Ergebnisse der „Trendstudie Betriebliches Gesundheitsmanagement“, die Wissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin durchgeführt haben. Davon berichtet unter anderen das Ärzteblatt.

Überraschend, oder vielleicht auch nicht: Die Studie zeigt, dass die Steigerung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Beschäftigten nur für wenige befragte Unternehmen die primären Beweggründe für ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sind. 37,7% nannten als Motivation für die Einführung eines BGM, dass ein solches das Ansehen eines Unternehmens nach innen und außen positiv beeinflussen könne und es dadurch an Bedeutung gewinne. Immerhin nannten dann doch noch 23,3 % das Reduzieren von gestiegenen Arbeitsbedingungen und leider lediglich 15,1 % die Förderung des Wohlbefindens der Mitarbeiter als Hauptgrund für ein BGM.

Eigennützige Motive stehen also hier im Vordergrund. Aber verwundert das bei näherem Nachdenken wirklich? Und: Sind die Hintergründe vielleicht auch gar nicht so wichtig? Klar, würden wir es uns eventuell anders wünschen. Aber unter dem Strich kommt doch, wenn ein BGM eingeführt wird, in der Regel für die Mitarbeiter etwas heraus, wovon sie gesundheitlich profitieren können, sofern sie das denn wollen. Das heißt: Das Ergebnis zählt in erster Linie und nicht die Motive. Und darauf kommt es doch letztlich an, oder? Hauptsache, es wird was getan!

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Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des DIHK. Danach unterstützen bereits 90 Prozent der deutschen Unternehmen die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter aktiv oder planen dies konkret. An erster Stelle steht dabei ein gesundheitsgerechter Arbeitsplatz. Hierunter fallen beispielsweise ergonomische Bürostühle, Stehpulte, verstellbare Arbeitsplatten oder spezielle Fertigungsbänke. Als weitere Aktivitäten werden Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen am Arbeitsplatz, Sport und Bewegungsangebote oder Ernährungsberatung genannt.

Für die Studie wurden 1.500 Antworten aus dem unternehmerischen Ehrenamt der IHK-Organisation ausgewertet. Der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks zum Ergebnis: „In den vergangenen fünf Jahren hat die Bedeutung der Gesundheitsförderung bei 65 Prozent der Unternehmen zugenommen. Dabei sind auch die Kleinen am Puls der Zeit: Schon 40 Prozent der Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern messen dem Thema eine steigende Bedeutung bei.“

35 Prozent der Befragten beabsichtigen, ihr bisheriges Engagement in den kommenden fünf Jahren noch zu verstärken. Wie sie das machen, wollen sie jedoch weitgehend selbst bestimmen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Mehr als 90 Prozent der Unternehmen lehnen weitere gesetzliche Vorgaben ab. Als wichtige Hilfe bezeichneten 33 Prozent dagegen mehr Informationen über mögliche Maßnahmen, Angebote und Best-Practice-Beispiele.

Für die psychische Gesundheit wird bisher noch weniger getan. So werden laut Pressemitteilung beispielsweise zur Stressbewältigung lediglich bei 26 Prozent der Umfrageteilnehmer Maßnahmen angeboten. Die Thematik stehe daher auf der politischen Agenda, so Dercks.

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