von Susanne am 22.01.2013, 14:20 Uhr , Kategorie: Frauen im Beruf, Gleichberechtigung

Da ist mal einer mit Karacho ins Fettnäpfchen gesprungen: Im Berliner Zoo leistete sich der Direktor Bernhard Blaszkiewitz den Fauxpas, in einem internen Dokument die Vornamen seiner Mitarbeiterinnen mit dem Code 0,1 zu ersetzen. Hierzu muss man wissen, dass dieser Code in der Zoologie zur Kennzeichnung weiblicher Tiere benutzt wird.

Die Frau als Zuchtstute? Mit diesem zweifelhaften „Kompliment“ versuchte sich der Zoo-Chef auch noch aus der Affäre zu ziehen: Er wehrte sich gegen die Anschuldigungen mit der Begründung, die Klassifizierung von Frauen-Namen mit dem Zusatz 0,1 für „Weibchen“ – in der Zoo-Welt auch eine Bezeichnung für „Zuchtstute“ – sei „nicht etwa eine Bezeichnung von Missachtung“, vielmehr sei das von ihm „als Höflichkeit gegenüber den weiblichen Mitarbeitern gedacht“. Ah ja!

Nicht nur die Zoo-Mitarbeiter(innen) sind – im wahrsten Sinne des Wortes – tierisch sauer.
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Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar, Monika Ebeling, verlor ihr Amt. Angeblich hat sie sich zu sehr um die Männer gekümmert und zu wenig um benachteiligte Frauen, so ihre Gegner. Aus diesem Grund stellte vor kurzem die Linke, unterstützt von den Grünen und der SPD im Stadtrat einen erfolgreichen Abwahlantrag gegen Ebeling. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung nahm die 51-jährige Stellung.

Da sie eine „etwas liberalere Haltung zur Gleichstellungsarbeit“ hat, habe sie schon damit gerechnet, dass das Ganze irgendwann eskaliert. Widerstand gegen ihre Arbeit gab es von einigen Frauen vor Ort wohl bereits länger. Trotz intensiver Frauenarbeit hatten sie das Gefühl, Frauen kämen insgesamt zu kurz.

Liberale Haltung heißt für Monika Ebeling, sich für beide Geschlechter einzusetzen, so wie es auch der Gesetzgeber vorsieht: Es geht um die Gleichstellung von Mann und Frau. Moderne Gleichstellungspolitik bedeutet
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