ArbeitsgerichtIm Juni 2015 wurde im thüringischen Werk des Unternehmens Leist Oberflächentechnik in Fambach zum ersten Mal ein Betriebsrat gewählt. Nach „monatelangem Ringen“, wie das Portal insuedthueringen.de schreibt. Das neue Betriebsratsgremium setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen. Eine längere Einarbeitungszeit war den Kollegen jedoch nicht vergönnt, denn: Nach Informationen der IG Metall erhielten der BR-Vorsitzende und sein Stellvertreter Anfang August völlig überraschend die fristlose Kündigung. Eine Begründung gab es keine. Gleichzeitig sprach der Arbeitgeber den beiden Kollegen ein Hausverbot aus.

Die betrieblichen Interessenvertreter setzten sich zur Wehr und konnten nun den ersten Erfolg erzielen. Das Arbeitsgericht Suhl hob das Hausverbot per Eilentscheidung letzte Woche auf. Somit ist der Zugang zum Betrieb und zu den Kolleginnen und Kollegen wieder gewährleistet. Über die Rechtmäßigkeit der anhängigen Kündigungsschutzklagen wird separat entschieden. Von einer Zustimmung zur Kündigung durch die Kollegen im Betriebsrat nach § 103 BetrVG ist jedoch nichts bekannt.

Wilder Osten? Wohl kaum. Vielleicht eher ein wildgewordener Arbeitgeber, der ganz im Sinne des leider populären
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von Andrea am 17.12.2009, 14:48 Uhr , Kategorie: Allgemein, Rechtsprechung

Wollte Ihr Arbeitgeber schon einmal einem BR-Mitglied den Zugang zum Betrieb verweigern? Dann dürfte folgendes Urteil für Sie interessant sein: In dem vom Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am 02.09.2009 (Az. 17 TaBVGa 1372/09) entschiedenden Fall, hatte ein Arbeitgeber einem BR-Mitglied den Zugang zum Betrieb verwehrt. Das BR-Mitglied arbeitete als Pfleger in einem Altenheim. Die Betriebsratswahl hatte der Arbeitgeber angefochten, allerdings war das gerichtliche Verfahren noch am Laufen. Aber nicht nur das:
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