Darin sind sie sich ja fast alle einig, die hiesigen Arbeitgeber: Sobald die Sprache auf das Thema Fachkräftemangel kommt, setzt unverzüglich großes gemeinsames Wehklagen ein, wie dramatisch die Situation in der Realität schon sei. Jedoch: Dass es um das Thema nicht so arg bestellt sein kann, lassen die Ergebnisse zweier Studien vermuten, die sich mit den Aussichten der sog. Generation 50plus auf dem Arbeitsmarkt befasst haben. Siehe da: Je älter jemand ist, desto geringer sind seine Chancen auf eine neue Beschäftigung. Na, das hätte man zumindest zu Zeiten nachvollziehen können, als noch sehr viele junge Menschen auf den Arbeitsmarkt drängten. Aber heute? Müsste man da als Arbeitgeber nicht ganz massiv auch ältere Arbeitnehmer weiter qualifizieren und versuchen, den angeblichen Bedarf erstmal mit deren Hilfe zu decken?
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von Peter am 08.10.2010, 13:10 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Höchste Flexibilität – das ist es, was den Premium-Arbeitnehmer heutzutage angeblich besonders auszeichnet. Im Klartext: Häufiger Wechsel des Arbeitgebers als A und O. Heute hier, morgen dort. Das muss so sein, weil es der moderne Arbeitsmarkt erfordert. Dazu passen jedoch diese neuen Zahlen des IAB-Institutes überhaupt nicht: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Arbeitsagentur für Arbeit vermeldet, dass die durchschnittliche Dauer der Betriebszugehörigkeit von Arbeitnehmern in Deutschland bei 10,8 Jahren liegt. In anderen europäischen Ländern sei dies ähnlich. Ein allgemeiner langfristiger Abwärtstrend ist nicht erkennbar. Auch von einem „Turbo-Arbeitsmarkt“ kann laut IAB keine Rede sein. Alles in Butter also? Bilden wir es uns vielleicht nur ein, dass es
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von Peter am 15.07.2010, 15:45 Uhr , Kategorie: Mindestlohn

Vereinbarter Mindestlohn in der Pflege erhält viel Kritik

Nach der internen Einigung des Bundeskabinetts im Mai wurde der Mindestlohn für die rund 600.000 Beschäftigten in der Pflegebranche nun amtlich verabschiedet: Die Regelung wird zum 01.08.2010 in Kraft treten. Darauf ist der Betriebsrat Blog bereits in diesem Beitrag eingegangen. Nun könnte man meinen, Mindestlohn in der Pflege, Ende gut alles gut? Denkste! Denn Manuela Schwesig, SPD-Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, begrüßt den Mindestlohn zwar grundsätzlich, kritisiert jedoch die
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von Peter am 14.06.2010, 14:27 Uhr , Kategorie: Mindestlohn

Bertelsmann-Denkfabrik für gesetzlichen Mindestlohn

Welt Online sprach mit Gunter Thielen, dem Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann Stiftung über den deutschen Arbeitsmarkt. Thielen stellte fest, dass die Zurückhaltung bei Tarifabschlüssen dazu geführt habe, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich nun immer weiter öffne. Man müsse jetzt „den Kuchen gerechter verteilen„. Die Einführung eines moderaten, gesetzlichen und bundesweit einheitlichen Mindestlohn sei geboten! Es müsse gewährleistet sein, dass eine alleinstehene Person durch eine Vollzeitstelle ihren Lebensunterhalt bestreiten kann. Branchen-Mindestlöhne lehnt er als nicht weitgehend genug ab: Nur ein gesetzlicher Mindestlohn schaffe für alle, also Arbeitnehmer und Arbeitgeber, ein Höchstmaß an Transparenz.

Die Bertelsmann Stiftung gilt als einer der bedeutendsten und politisch einflussreichsten deutschen „thinktanks„. Unter einem thinktank versteht man
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Die Bundesagentur für Arbeit hat gemeinsam mit dem IAB-Institut im Jahr 2008 an die 16.000 Betriebe befragt, ob und welche Maßnahmen und Vereinbarungen für Frauen- und Familienförderung bei ihnen getroffen worden seien. Stichwort: Familienfreundlicher Betrieb! Das ernüchternde Ergebnis: In 87 Prozent aller Unternehmen gibt es NICHTS dergleichen!

Somit bleibt der „familienfreundliche Betrieb“ ein oft beschworener Mythos, den sich viele zwar gerne auf die Fahne schreiben, wo aber im Endeffekt
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