„Das müssen Sie uns schon glauben, liebe Kollegen! Die Maßnahmen der Geschäftsleitung sind absolut alternativlos, denn wir müssen sparen, sparen, sparen. Unsere Zahlen sind schlechter als im Vorjahr. Das müssten Sie doch wissen, wenn Sie die letzte Bilanz gelesen und verstanden haben!

Tja, klare Ansage. Da dürfte der ein oder andere schon schlucken. Aber frech ist das auch! Ganz beliebt erscheint folgender Trick: Möchte man jemand argumentativ kaltstellen, dann behauptet man etwas, von dem man weiß, dass der andere es nicht oder kaum nachprüfen kann. Entweder weil es schlicht und einfach nicht überprüfbar ist oder weil es zwar an sich überprüfbar wäre, dies aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht passieren wird, mangels Sachkenntnis oder fehlendem Verständnis beim Gegenüber. Kann man in vielen Besprechungen beobachten…

Das richtige Lesen einer Bilanz, das umfassende Verständnis des Jahresabschlusses, die korrekte Berechnung und Interpretation von Unternehmens-Kennziffern – das ist ohne Studium nicht machbar, oder? „Na ja, das wäre sicher das Beste. Aber für meine Tätigkeit im Wirtschaftsausschuss kann ich doch nun wirklich nicht einfach noch ein Studium nachlegen. Wie soll denn das gehen?“ Diese Aussage stammt von Roland Egertz, Betriebsrat und Mitglied im Wirtschaftsausschuss (WA) bei den Stadtwerken Augsburg. Der Betriebsrat Blog traf ihn
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