von Peter am 04.09.2015, 15:07 Uhr , Kategorie: Betriebsrat

KiKHoch her ging es im Juni auf der Güteverhandlung beim Arbeitsgericht Dortmund. Mehr als 100 KiK-Mitarbeiter erschienen persönlich, um sich mit dem vom Unternehmen gekündigten Betriebsrat Andreas Piezocha solidarisch zu zeigen (wir berichteten). Mangels einer Einigung der Parteien traf das Gericht nun die Entscheidung: Es stimmte der Ersetzung der vom Betriebsratsgremium verweigerten Zustimmung zur Kündigung von Piezocha zu. Der kämpferische Kollege aus dem KiK-Zentrallager in Bönen bei Unna unterlag also, zumindest vorerst, denn: So einiges spricht dafür, dass er Beschwerde gegen die Entscheidung zum Landesarbeitsgericht eingelegen wird. Das BR-Gremium wird das wohl ebenso tun.

„Kik dich doch selbst ins Knie, du Ramschrampe!“ – diesen in Richtung Arbeitgeber gerichteten Spruch postete Piezocha auf seiner öffentlich einsehbaren Facebook-Seite.
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KiKWer sich in Arbeitsgerichtsprozessen von der Kanzlei Dr. Schreiner vertreten lässt, der könnte das unter Umständen auch als frühe Kampfansage an den Gegner meinen. Die Rechtsanwälte aus Attendorn im Sauerland wurden bisher vor allem mit aggressiven Seminarangeboten bekannt. Arbeitgeber können hier Veranstaltungen mit Titeln wie „Die Kündigung störender Arbeitnehmer“ oder „In Zukunft ohne Betriebsrat – Wege zur Vermeidung, Auflösung und Neuwahl des Betriebsrats“ besuchen. Das sind schon ziemlich klare Hinweise zur Marktpositionierung. Auf diesem Gebiet kennen sie sich aus, wie kein zweiter. Ein mehr als zweifelhafter Ruf!

Im Moment vertritt die Kanzlei von Dr. Schreiner das Unternehmen KiK. Der Textil-Discounter ist regelmäßig mit negativen Schlagzeilen in der Presse: Es geht um Lohndumping, das Ausspähen von Mitarbeitern und um miserable Arbeitsbedingungen bei den Zulieferbetrieben in der dritten Welt. Auch im Zusammenhang mit dem Einsturz eines Produktionsgebäudes in Bangladesch mit Hunderten von Toten wurde der Name Kik in Verbindung gebracht.

Und weil das alles nicht genug zu sein scheint, nimmt das Unternehmen gleich noch die betriebliche Mitbestimmung ins Visier. Und hat da in Dr. Schreiner sicher den passenden Partner gefunden.
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von Peter am 24.08.2010, 11:59 Uhr , Kategorie: Mindestlohn

Die massive Kritik am Textildiscounter KiK zeigt langsam Wirkung. Nachdem vor Kurzem eine aufsehenerregende Reportage in der ARD ausgestrahlt wurde, wo man sehen konnte, wie KiK-Mitarbeiter in Deutschland ausgebeutet werden, aber auch zu welch skandallösen Bedingungen die Firma die Waren in Fernost  produzieren lässt, bewegt sich das Unternehmen nun zumindest ein klein wenig. Scheinbar wurde der Druck dann doch etwas zu groß. Möglich, dass auch der Umsatz zurückgegangen ist, denn erfreulicherweise sind offenbar immer mehr Verbraucher bereit, diesen Firmen durch eine Abstimmung mit den Füßen klarzumachen, was sie von dem Ganzen halten. Zumindest diejenigen, die sich das leisten können.

KiK will nun einen Mindestlohn einführen: Ab Oktober soll jeder Beschäftigte, also auch Aushilfen, mindestens 7,50 Euro die Stunde erhalten. Ein Betrag, der fast schon sensationell
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Letzte Woche war im Betriebsrats Blog ein TV-Tipp zu lesen: Die KiK-Story. Eine hochinteressante Reportage, die sich mit der Ausbeutung von KiK-Arbeitnehmern in Deutschland und vor allem mit den skandalösen Bedingungen in den Produktionsstätten in Bangladesh beschäftigte.

Heute morgen stand in der Tageszeitung  Die Welt eine interessante Pro-Contra-Debatte genau zu diesem Thema: „Soll man Billig-Kleidung“ boykottieren?“

Für
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von Peter am 04.08.2010, 10:10 Uhr , Kategorie: Allgemein

Eine neue Jeanshose für 9,90 Euro? T-Shirts für weniger als zwei Euro? Geiz ist bekanntermaßen immer noch geil! Nur: Schon mal darüber nachgedacht, auf wessen Kosten das eigentlich geht? Heute abend läuft um 21:45 Uhr im Ersten eine 30minütige Dokumentation mit dem Titel „Die KiK-Story – Die miesen Methoden des Textildiscounters„. Die Firma KiK ist vor allem für seine konkurrenzlos günstigen Preise bekannt („Komplett einkleiden unter 30 Euro“). Dieses Modell funktioniert offensichtlich hervorragend, denn fast täglich werden neue Filialen eröffnet, es gibt mittlerweile schon an die 3.000 davon. In der ARD-Reportage geht es um die Haupt-Kritikpunkte, mit denen das Unternehmen immer häufiger konfrontiert wird. Da ist zum einen der Umgang mit den eigenen Mitarbeitern in den Filialen, was durch miese Bezahlung (Stichwort: Lohndumping) aber auch durch eine offenbar ablehnende Einstellung gegenüber Betriebsrat und
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