Teilzeitkräfte haben oft schlechte Karten: sie verdienen weniger, ihre beruflichen Aussichten sind schlechter und besonderes Ansehen im Betrieb genießen sie im Normalfall auch nicht. Familienministerin Kristina Schröder meint: Karriere können hierzulande nur diejenigen machen, die in Haushalt und Familie Unterstützung und Hilfe erhalten, denen der Kühlschrank aufgefüllt wird und wo immer der Nachschub an Bügelwäsche sichergestellt ist. Knackpunkt im Berufsleben  ist für viele der Wechsel von Vollzeit in Teilzeit und wieder zurück. Hier bildet das Teilzeitbefristungsgesetz seit dem Jahr 2001 den rechtlichen Rahmen: Beschäftigte dürfen nach Maßgabe von §8 TzBfG ihre Arbeitszeit verringern. Leider steckt der Teufel im gesetzlichen Detail. Denn stehen dem Wunsch des Arbeitnehmers, häufiger wohl der Arbeitnehmerin, sog. „betriebliche Gründe“ entgegen, ist das Ende der Fahnenstange bei der gewünschten Arbeitszeitverringerung schnell erreicht. Solche Gründe zu behaupten und zu konstruieren ist für einen findigen
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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat neben der flexibleren Gestaltung der 3-jährigen Elternzeit nun auch und eine „Großelternzeit“ gefordert. Das berichtet die Bundesregierung.

Flexiblere Elternzeit hießt: Bisher können maximal zwölf Monate der Elternzeit bis zum Ende des achten Lebensjahres übertragen werden. Diesen Anteil will die Bundesregierung auf 24 Monate erhöhen. So soll Eltern bis zum 14. Lebensjahr des Kindes ermöglicht werden, ihre Arbeitszeit mit Zustimmung des Arbeitgebers zu reduzieren oder zeitweilig auszusteigen.

Doch was ist jetzt die „Großelternzeit“? 
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von Ines am 05.07.2011, 09:19 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt

Seit dem 1. Juli ist es amtlich: Die Wehrpflicht in Deutschland existiert nur noch auf dem Papier. Das steht auf einem Blatt. Auf dem anderen steht: Mit der Wehrpflicht entfällt auch der Zivildienst. Beides soll nun durch Freiwilligendienste ersetzt werden. Da liegt die ein oder andere Frage offen: Die militärische Zukunft unseres Landes sei hier einmal dahingestellt. Aber wie sollen insbesondere in den sozialen Bereichen die durch diese Maßnahme entstandenen enormen Personallücken geschlossen werden? Im letzten Jahr waren noch zehntausende Zivildienstleistende für Tätigkeiten wie etwa in Krankenhäusern, Jugendhäusern, Altenheimen, im Rettungsdienst und Krankentransport sowie in der Behindertenbetreuung eingesetzt. Sie leisteten Pflege- und Fahrdienste sowie Betreuung. Alles Bereiche, in denen ohnehin schon Personalnotstand herrscht und deren Mitarbeiter bislang von den Zivildienstleistenden erheblich unterstützt und entlastet worden sind.

Familienministerin Kristina Schröder plant zwar laut Presseberichten kommendes Jahr 35.000 Freiwillige als Ersatz zu gewinnen. Aktuell hätten außerdem bereits 14.300 Zivildienstleistende erklärt, dass sie sich über das Ende der Wehrpflicht hinaus einsetzen wollen. Trotzdem gibt auch Schröder zu:
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Vor einem Jahr gab es für viele Männer in diesem Land stillen Grund zur Freude: Familienministerin Kristina Schröder verkündete, dass mittlerweile rund 20 Prozent der Väter die sog. Partnermonate bei der Elternzeit in Anspruch nehmen würden. Und, jetzt kommt’s: Männer, die sich um die Erziehung ihrer Kinder in diesem frühen Stadium kümmern wollten, würden nicht mehr unter gesellschaftlichem Weichei-Verdacht stehen. Deswegen wolle man das Elterngeld auch weiterentwickeln: Die „Vätermonate“ sollen von zwei auf vier verdoppelt werden. So ähnlich stand es auch im Koalitionsvertrag von 2009. Guter Plan!

Diese Pläne sind jetzt leider vom Tisch oder etwas glitschiger ausgedrückt,
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Die neue Familienpflegezeit nimmt ihren Lauf. Am 23. März 2011 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf von Familienministerin Kristina Schröder gebilligt. Nach dem neuen Gesetz sollen Beschäftigte, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, bis zu zwei Jahre ihre Arbeitszeit auf die Hälfte reduzieren dürfen, und das bei drei Viertel des Gehalts. Danach kehren sie Vollzeit in den Betrieb zurück und erhalten für den gleichen Zeitraum wie in der ersten Phase ebenfalls drei Viertel ihres Gehalts.

Organisationen wie der Sozialverband Deutschland (SoVD) kritisieren die neuen Regelungen stark, da es
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Noch großzügiger soll sie werden, die ab 1.1.2012 geplante Familienpflegezeit von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Die grundsätzliche Idee dahinter: Arbeitnehmer, die sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern, sollen bis zu zwei Jahre ihre Arbeitszeit auf die Hälfte reduzieren dürfen, und das bei dreivierteltem Gehalt. Anschließend sollen sie wieder Vollzeit in den Betrieb zurück und den gleichen Zeitraum wie in der ersten Phase arbeiten, ebenfalls für ein dreivierteltes Gehalt. Also erst weniger arbeiten und mehr kriegen, dann mehr arbeiten und dafür weniger kriegen. Theoretisch und rechnerisch geht es auf! Im Juli 2010 berichteten wir ausführlich darüber.

Nun soll sich die Bundesregierung auf Eckpunkte eines entsprechenden Gesetzes geeinigt haben. Zwei Neuerungen werden gemeldet:
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Im ersten Moment ist es schwer zu glauben, was in solchen und ähnlichen Schlagzeilen der Presse steht. Politiker schöpfen doch bei allem aus dem Vollen – könnte man zumindest annehmen. Oder vielleicht doch nicht?  Aber warum muss die sich in guter Hoffnung befindende Spitzenpolitikerin auf Vergünstigungen verzichten, von denen die meisten schwangeren Berufstätigen profitieren?

Der Focus berichtet: Als Bundesministerin steht Kristina Schröder laut Gesetz in einem öffentlich-rechtlichen Amtsverhältnis und eben nicht in einem Arbeitsverhältnis. Einen Arbeitgeber im klassischen Sinne, so wie viele von uns, hat sie nicht und kommt darum auch nicht in den Genuss arbeitsrechtlicher Schutzvorschriften. Also ohne Verlust des Mandats kein Eltergeld, keine Elternzeit, keine anschließende Teilzeit usw. Parlamentarier sind nur ihrem Gewissen verpflichtet und können sich, da sie keinen Arbeitszeiten unterliegen, ihre Zeit selbst einteilen. So plant Kristina Schröder,
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Eine ziemlich brisante Dokumentation sendet Das Erste am Mittwoch, den 12.01.2011: „Der Drückerkönig und die Politik“ beleuchtet die Karriere von Carsten Maschmeyer, dem Gründer des Finanzdienstleisters AWD. Maschmeyer unterhält enge Kontakte bis in die obersten Spitzen unserer Gesellschaft: So macht etwa der Bundespräsident gerne mal Urlaub auf dessen Villa in Mallorca, Ex-Kanzler Schröder gilt als sein Freund und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder lässt sich von seinem Unternehmen beraten, so der produzierende NDR. Zu Wort kommen aber auch Kleinanleger, die sich von AWD um ihre Ersparnisse geprellt fühlen.

Im Vorfeld der Ausstrahlung wurde massiver Druck ausgeübt: Laut Süddeutscher Zeitung haben die Anwälte von Maschmeyer
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von Thomas am 29.10.2010, 08:43 Uhr , Kategorie: Gesundheitsschutz

Gestern wurde in Berlin der erste „Deutsche Männergesundheitsbericht“ vorgestellt. Das Ergebnis: Männer sind das vernachlässigte Geschlecht! Ihre Lebenserwartung liegt rund fünfeinhalb Jahre unter der von Frauen, ihre psychischen Erkrankungen bleiben oft unerkannt und ihre Selbstmordrate liegt deutlich höher als beim weiblichen Geschlecht.

Ein Grund für die unerkannten psychischen Erkrankungen liegt laut der Sozialwissenschaftlerin Anne Maria Möller-Leimkühler darin, dass Männer aus Angst vor einer Stigmatisierung keine Hilfe in Anspruch nehmen. Resultate sind dann oft Alkohol- und Drogenabhängigkeit sowie Gewaltausbrüche.

Auch die Arbeitswelt belastet die Männergesundheit. Dies liegt zum Teil daran, dass Männer häufiger
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Manches geht dann wohl doch nicht: Im sog. Sparpaket der Bundesregierung war vorgesehen, das Elterngeld für Hartz IV-Empfänger abzuschaffen. Seit einiger Zeit wird deswegen darüber diskutiert und gestritten. Nun trat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder auf den Plan und stoppte das Ansinnen. Na ja, sie stoppte es zumindest teilweise. Was manche nicht wissen: Als Hartz IV-Empfänger muss man nicht automatisch auch arbeitslos sein. So gab es im Jahr 2009 etwa 1.325.000 (!) beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen so geringen Lohn erhalten, dass sie gezwungen waren, sog. Aufstockerleistungen im Rahmen von Hartz IV in Anspruch zu nehmen. Diese Gruppe will Frau Schröder nun aus dem Sparpaket herausnehmen. Der Bild am Sonntag sagte sie: „Wer vor der Geburt seines Kindes einen Teil seines Einkommens selbst erarbeitet hat, muss dafür auch Elterngeld erhalten. Wir dürfen nicht die Väter und Mütter bestrafen, die nicht von Hartz IV leben wollen, deshalb jeden Tag arbeiten gehen, aber insgesamt zu wenig verdienen.“

Nein, Frau Schröder, denn das wäre dann ja auch irgendwie doppelt. Im Grunde sagen Sie es selbst: Erst wird man bestraft von
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