Bisher galt die Regel, dass für einen wirksamen Zugang eines Kündigungsschreibens auch eine Übergabe an den Ehepartner der zu kündigenden Arbeitnehmerin ausreicht. Und das galt selbst dann wenn das Kündigungsschreiben außerhalb der ehelichen Wohnung an den Ehegatten übergeben wird.

Juristen begründet dies damit, dass Ehepartner „gegenseitige Empfangsboten“ sind. Das bedeutet, dass der Zugang eines Schreibens ab dem Zeitpunkt vorliegt, ab dem nach dem regelmäßigen Verlauf der Dinge mit der Weitergabe an den Empfäger zu rechnen ist. Kurz gesagt: Man kann sich seinen Ehepartner als „menschlichen Briefkasten“ vorstellen.
Nach Ansicht des Landesarbeitsgerichts Köln (LAG Köln vom 7.9.2009, 2 Sa 210/09) ist eine solche „Briefkasteneigenschaft“
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