von Christine am 19.05.2020, 08:28 Uhr , Kategorie: Kurzarbeit, Lohn und Gehalt
Verzögerte Auszahlung Kurzarbeitergeld
Bild: Niek Verlaan / Pixabay

Einige Betriebsräte berichten derzeit, dass der Arbeitgeber die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes verzögert. Das sorgt natürlich bei den Beschäftigten für enorme finanzielle Engpässe.

Gastbeitrag von unserem Experten, dem Rechtsanwalt Knut-Olav Banke

Das Wichtigste gleich zu Anfang: Der Arbeitgeber muss bei der Auszahlung des Kurzarbeitergeldes in Vorleistung treten! Dies bedeutet auch, dass er die Auszahlung nicht verzögern darf.

Ablauf der Auszahlung von Kurzarbeitergeld

In der Praxis ist der Ablauf wie folgt: Der Arbeitgeber hat das Kurzarbeitergeld kostenlos zu errechnen und auszuzahlen (vgl. § 320 Abs. 1 SGB III). So soll sichergestellt werden, dass die Arbeitnehmer das Geld (Arbeitsentgelt und/oder Kurzarbeitergeld) aus einer Hand erhalten, und das natürlich gleichzeitig und einheitlich.


mehr »
Kurzarbeit Gesundheitssektor während Corona
© Buffaloboy — stock.adobe.com

Kurzarbeit im Krankenhaus – das klingt seltsam in Zeiten der Corona-Pandemie. Doch tatsächlich haben erste Kliniken Kurzarbeit angezeigt, denn vielerorts gibt es leere Betten. Warum ist das so? Wir sprachen mit Kai Holm, der als Betriebsratsvorsitzender des Elbe Klinikums Stade derzeit das Thema Kurzarbeit auf dem Tisch hat.

Herr Holm, wie ist die aktuelle Corona-Situation in den Elbe Kliniken Stade?


mehr »
von Christine am 15.04.2020, 23:45 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt
Lufthansa in der Corona-Krise
Bild: Pixabay

Lufthansa-Betriebsratsvorsitzende Petra Zander im Interview

Die meisten Flugzeuge der Lufthansa bleiben wegen der Corona-Pandemie im Moment am Boden, 87.000 Beschäftigte sind in Kurzarbeit. Über die Situation bei Europas größter Fluglinie sprachen wir mit der Lufthansa-Betriebsratsvorsitzenden Petra Zander.

Frau Zander, Corona traf viele Firmen völlig unvorbereitet. War die Lufthansa auf den Epidemie-Fall vorbereitet, gab es einen Katastrophenplan in der Schublade?


mehr »
Aufstockung Kurzarbeitergeld
Bildquelle: Pixabay

Update vom 24.04.2020
Aufstockung des Kurzarbeitergelds jetzt entschieden
Schon Anfang April hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine generelle Aufstockung des Kurzarbeitergelds in der Corona-Krise gefordert. Jetzt hat die Bundesregierung eine diesbezügliche Regelung getroffen.

Es war keine leichte Einigung. Mehrere Wochen hat es gedauert, bis sich die große Koalition auf einen Kompromiss verständigt hat. Ab Mai gilt nun:

Arbeitnehmer, deren reguläre Arbeitszeit um mehr als 50 Prozent gekürzt wird, erhalten nun ab dem vierten Monat des Bezugs von Kurzarbeitergeld 70 Prozent des entgangenen Nettolohns durch die Bundesagentur von Arbeit (77 Prozent für Haushalte mit Kindern). Ab dem siebten Monat wird das Kurzarbeitergeld auf 80 (bzw. 87 Prozent) aufgestockt. Diese Regelung ist befristet und soll längstens bis zum 31.12.2020 gelten.


Bereits rund 650.000 Betriebe haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet. Für die betroffenen Arbeitnehmer bedeutet das Lohneinbußen von bis zu 40 %. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern schneidet Deutschland bei der Höhe des Kurzarbeitergelds nämlich schlecht ab: So bekommen Arbeitnehmer, die in Kurzarbeit gehen, u. a. in Irland (100 % des Nettoentgelts), Österreich (80–90 %), Frankreich (84 %) und Spanien (70 %) mehr als hierzulande (60–67 %), wie eine Tabelle des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts zeigt.

Kurzarbeitergeld: Mehr Netto durch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen


mehr »
Bild: Skitterphoto

Der 31.10.2019 ist Geschichte, damit auch – wie lange angekündigt – die Mitgliedschaft Großbritanniens in der EU? Ganz und gar nicht. Tatsächlich ist der EU-Austritt wieder einmal verschoben worden; diesmal „flexibel“ bis spätestens zum 31.01.2020. Viele Arbeitnehmer in Deutschland und Großbritannien zittern weiter um ihre Arbeitsplätze.

Geregelt, ungeregelt, gar kein Austritt? Immer noch ist alles möglich beim Thema Brexit. Sicher ist in diesen Tagen leider nur eines. Das Chaos hat schon jetzt Folgen für die Wirtschaft, und damit auch für die viele Arbeitnehmer.

Rückgang der Exporte

Allein die Exporte der deutschen Automobilhersteller nach Großbritannien sind in den letzten drei Jahren um mehr als ein Fünftel zurückgegangen, liest man bei Capital online. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Deloitte, von der NTV berichtet, haben die Rückgänge von deutschen Auto- und Pharma-Exporten nach Großbritannien vor allem Bayern und Baden-Württemberg getroffen.

Werksschließung in Thüringen

In Thüringen verlieren in Kürze 60 Menschen wegen des Brexit ihren Job: Der Bildungseinrichter ASS schließt seine Produktion in Probstzella. Begründung: Ein Großteil des Umsatzes wurde dort als Teilezulieferer für Großbritannien erwirtschaftet, die Firma rechnet im Zuge der Brexit-Diskussion nach eigenen Angaben mit weiteren drastischen Umsatzeinbrüchen.

Auch die Kurzarbeit in der Industrie nimmt zu – und wird häufig mit den Unsicherheiten wegen des Brexit begründet.

Wann wissen wir endlich mehr?

Ein neuer Termin, auf den jetzt alle gebannt warten, ist der 12. Dezember. Denn an diesem Tag finden vorgezogene Neuwahlen in Großbritannien statt. Deren Ausgang ist völlig offen; die Gefahr eines ungeregelten EU-Austritts Großbritanniens ohne Abkommen ist damit weiter nicht gebannt.

Die britische Brexit-Gedenkmünze ist jedenfalls zurück in die Presse gewandert, denn dort ist als Austrittsdatum der 31. Oktober eingraviert …

Pixabay/m_hassan

Durststrecke in der deutschen Industrie: Der Anteil der Kurzarbeit ist deutlich gestiegen. Auf Betriebsräte kommen turbulente Zeiten zu.

Der Anteil der Kurzarbeit ist so hoch wie zuletzt auf dem Höhepunkt der Rezession 2012/13, berichtete gestern das ifo Institut. Das Arbeitsministerium plant mit einem neuen Gesetz, den Einsatz von Kurzarbeitergeld zu erleichtern.


mehr »
von Nicola am 13.08.2019, 11:30 Uhr , Kategorie: Betriebsrat, Kurzarbeit

Die wichtigsten Fragen zur Kurzarbeit verständlich beantwortet

Bildquelle: mapoli-photo – stock.adobe.com

Laut einer Umfrage des Ifo Instituts rechnen deutsche Unternehmen in den kommenden Monaten mit zunehmender Kurzarbeit. Was bedeutet das für die Belegschaft und für Sie als Betriebsrat? Was ist rechtlich geregelt? Wir haben die wichtigsten Fragen zum Thema für Sie zusammengestellt.

Unter welchen Voraussetzungen darf der Arbeitgeber Kurzarbeit anordnen?


mehr »
von Ines am 12.06.2013, 18:13 Uhr , Kategorie: Kurzarbeit

Das Hochwasser führt in vielen Betrieben zu großen Schäden und verursacht Arbeitsausfälle. Doch es gibt Hilfe: Für Arbeitsausfälle bei Betrieben, die von Hochwasserschäden betroffen sind, kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Das gilt für deren Arbeitnehmer und Auszubildende, berichtet die Bundesagentur für Arbeit in einer aktuellen Pressemitteilung. Und zwar schnell und unkompliziert.

Grundsätzlich gelten die bestehenden gesetzlichen Regelungen für das Kurzarbeitergeld. Im Gegensatz zum konjunkturell bedingten Kurzarbeitergeld gibt es aber für solche Krisenfälle zusätzliche Erleichterungen. Arbeitnehmer, in deren Betrieb die Arbeit wegen Hochwasser ausfällt, können außerdem bei Aufräumarbeiten in ihrem Betrieb helfen, ohne dass sie den Anspruch auf Kurzarbeitergeld verlieren. In diesem besonderen Fall ist es ferner nicht notwendig, dass vor der Zahlung von Kurzarbeitergeld Arbeitszeitkonten ausgeglichen oder Urlaubstage genommen werden müssen, so die Pressemitteilung.

Auch Produktionsbetriebe, die von ihrem Zulieferer wegen des Hochwassers kein Material erhalten, können laut der Bundesagentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen. Dies gilt genauso im umgekehrten Fall, nämlich wenn ein Zulieferer seine Waren nicht an seinen Abnehmer übergeben kann, weil dieser vom Hochwasser betroffen ist.

Bildquelle: © Thaut Images (Fotolia)

von Thomas am 15.03.2010, 17:02 Uhr , Kategorie: Arbeitsmarkt, Tarifrecht, Teilzeit, Wirtschaftskrise

Wenn man die Meldungen in Printmedien, Internet und Fernsehen verfolgt, kommt man nicht gerade zu dem Schluss, dass es um die deutsche Wirtschaft derzeit gut bestellt ist. Überall ist von Wirtschaftskrise und Wachstumseinbrüchen zu lesen. Das einzige was ständig wächst, ist die Zahl der Arbeitslosenzahlen. So ist zumindest der subjektive Eindruck!

Das mag an der Sichtweise des Betrachters liegen. Denn: Wir Deutschen neigen tendenziell eher zum Pessimismus. Lieber beschweren wir uns darüber wie schlecht alles läuft anstatt auch die guten Dinge zu sehen. Das altbekannte Glas wird lieber als „halbleer, statt als halbvoll“ angesehen.

Um so mehr erfreut hat mich heute morgen eine Meldung
mehr »

Das hat uns noch gefehlt: Die großzügigen Regeln zur Kurzarbeit retteten im Krisenjahr 2009 zwar viele Jobs. Aber jetzt kommt zum Jahresende eine sehr unerfreuliche Überraschung, wenn sich der Staat über das Finanzamt etliches von dem, was er gegeben hat, wieder zurückholen wird.

Betroffen sind hauptsächlich berufstätige Ehepaare. Das Problem besteht darin, dass Kurzarbeitergeld grundsätzlich steuerfrei ausbezahlt wird, sich jedoch aufgrund des sog. Progressionsvorbehaltes der persönliche Steuersatz erhöht. Als Folge davon werden etliche Empfänger von Kurzarbeitergeld bei der Einkommenssteuererklärung für 2009 Steuern nachzahlen müssen! Die Stiftung Warentest liefert folgendes Beispiel:
mehr »

  1. Seiten:
  2. 1
  3. 2